Zollstock
Soziale Siedlungsgebiete durch Baugenossenschaften
Als Ortsbezeichnung findet sich Zollstock erstmals im Adressbuch von 1877. Zuvor bestand das Gebiet vor den Toren der Stadt fast ausschließlich aus Feldern und Ziegeleibetrieben. Der Name des Vorortes leitet sich von einem kleineren Zollhaus (Zollstock) ab, das an dem Schnittpunkt einer der Feldwege mit dem um Köln führenden Bischofsweg stand.
Erste Entwicklungen
Seine Anfänge als Ortschaft nahm Zollstock, als in Köln mit dem Bau der Neustadt ab 1881 begonnen wurde, und sich hier in einer Gegend reicher Lehmvorkommen in dichter Folge die Ziegeleien reihten. Das heutige Zollstock, das im Süden vom Äußeren Grüngürtel und im Norden vom Eisenbahnring begrenzt wird, präsentiert sich als ein weitgehend in den 20er Jahren durch Siedlungsbauten geschlossenes Gebiet mit einigen Geschossbauten der Jahrhundertwende entlang den Hauptstraßen und Neubaubereichen in den Außenzonen.
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Die ältesten Häuser Zollstocks, aus der Zeit um 1900, stehen am Höninger Weg, der zusammen mit dem erst 1894/95 angelegten Gottesweg in Höhe der Kirche Sankt Pius auch das Ortszentrum bildet.
Prägung durch Baugenossenschaften

Bedeutend für die Entwicklung von Zollstock war unter anderem die Anlegung des 1896 eingeweihten Südfriedhofes, der den Ausbau von neuen und bestehenden Straßenzügen, so die Vorgebirgstraße, sowie einen Anschluss an das Straßenbahnnetz mit sich brachte.
Nach dem 1. Weltkrieg entstehen dann durch die unterschiedlichsten Baugenossenschaften und -gesellschaften die zahlreichen, das heutige Ortsbild prägenden Siedlungen. Entsprechend der Vielzahl der Bauherren präsentiert sich der soziale Wohnungsbau der 1920er Jahre in Zollstock in einer für Köln einzigartigen Vielfalt.
Wie für den gesamten Siedlungsbau dieser Zeit in Köln typisch, werden die ersten Siedlungen als Eigen- beziehungsweise Einfamilienhaus-Siedlungen erstellt, während ab etwa 1925 ausschließlich nur noch Mehrfamilienhaus-Siedlungen errichtet werden. Die Industriebetriebe Zollstocks konzentrieren sich wesentlich im nördlichen Bereich, der Gegend um die Pohligstraße.

Das Zollstockwappen entstand übrigens in den 1920er Jahren nach einem Entwurf des Gründers des Zollstocker Bürgervereins und Rektors der Volksschule an der Vorgebirgsstraße, Josef Rosenzweig.
Akzente im Stadtteil
Südfriedhof; Vorgebirgspark; Berufskolleg; Südstadion; Zollstocker Hallenbad; Hönninger Platz; Rosenzweigpark; Versicherungspark; Zollstock-Arkaden; Heeresamt; Containerbahnhof Eifeltor; Tierheim
