Weiß
Ehemaliger Rittersitz
Eine Urkunde von 1263 nennt Reinart von Wisse als den Besitzer des Rittersitzes zu Weiß. Dieses ist die früheste Erwähnung des Ortes. Der Rittersitz ist der heutige Pflasterhof, ein kurkölnisches Rittergut mit Hofgericht. 1370 wird ein Tilman Vuyre von Wys als Eigentümer des Gutes genannt.
Katholische Prägungen
Im Jahre 1433 soll Erzbischof Dietrich von Moers den Bau einer Kapelle in einem bestehenden Gebäude gestattet haben. Die heutige Kapelle Sankt Georg stammt dagegen erst vom Anfang des 18. Jahrhunderts; sie wurde kirchlich von Sürth aus betreut.
Nicht bewiesen ist, ob Weiß einst zur Pfarre Niederzündorf gehört hat und erst durch die Verlagerung des Rheinbettes von der Mutterkirche abgetrennt worden ist. In Weiß besaßen unter anderem die Kölner Antoniter, die Abtei Groß-Sankt-Martin und das Stift Sankt Severin Ländereien. Laut einer Landes-Deskription von 1669 gab es hier 40 Bauernhäuser und neben der Landwirtschaft auch Weinanbau.
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Drei Straßen bilden den historischen Ortskern
1887 stehen in Weiß schon 150 Häuser, die sich alle entlang den sich kreuzenden Straßen Weißer Hauptstraße und Auf der Ruhr sowie in der sehr kurzen Gasse Alte Rheinstraße reihen. Diese drei Straßen bilden den historischen Ortskern, der auch heute noch von überwiegend ein- bis zweigeschossigen Giebelhäusern aus Backstein und Fachwerk geprägt ist.
Als sehr geschickte Einfügung in diesen Kernbereich ist der Neubau der katholischen Pfarrkirche Sankt Georg zu werten, der 1954 durch den Architekten Josef Bernard errichtet wurde.

Außerhalb des Ortszentrums entstehen vor allem nach dem zweiten Weltkrieg in zunehmendem Maße Neubaugebiete, die den Ort immer stärker mit Rodenkirchen und Sürth zu einer Einheit verbinden. 1975 kommt Weíß mit der Eingemeindung Rodenkirchens zum Kölner Stadtgebiet und bietet heute vielfältige Erholungsmöglichkeiten entlang des Rheins.
Akzente im Stadtteil
Erholungsgebiet Weißer Bogen; Pflasterhof; Anlegestelle der Personenfähre; Jugendzentrum Georgstraße; Campingplatz
