Sürth

Landwirtschaft und Kälteindustrie

Als "Soretha" wird Sürth im Jahre 1059 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Im Jahre 1067 schenkt Erzbischof Anno II. (1056-75) dem neugegründeten Stift Sankt Georg zu Köln Besitzungen in "Sorethe". Cäsarius von Heisterbach nennt den Ort "Sorenda". Ende des 13. Jahrhunderts findet sich der Ortsname dann als "Sürd" oder "Sürde" geschrieben.


Landwirtschaft, Fischfang, Kirche

Dem Stift Sankt Georg, das hier Grundherr mit Schultheiß und Hofgericht auf dem Fronhof war, unterlag auch die Fahrgerechtigkeit auf dem Rhein. Das Fischereirecht besaß das Stift Sankt Severin. Fischfang und Landwirtschaft waren bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die Haupterwerbszweige der Bewohner von Sürth. Von den großen seit dem Mittelalter überlieferten Höfen wie dem Mönchshof, Leihhof, Zehnthof, Strunger- und Falderhof sind noch einige erhalten und bestimmen heute noch wesentlich das Ortsbild.

Stadtteile im Bezirk Rodenkirchen

Stadtteile


Der historische Siedlungskern Sürths verläuft hauptsächlich entlang der Sürther Hauptstraße, Falderstraße und der Straße Am Rheinufer. Zentrum des Ortes war der Bereich um die alte romanische Kapelle, während nach dem Bau der neuen Kirche (1828-1830) sich eine weitere Bebauung in deren Umgebung konzentriert.

Jüngste Entwicklung

Charakteristisch für den alten Ortskern sind die dicht gereihten, meist backsteinsichtigen ein- und zweigeschossigen Wohnhäuser und Kleinstgehöfte, wie sie nahezu geschlossen noch entlang der Sürther Hauptstraße zu finden sind. Eine Besonderheit im Ortsbild stellt der Falderhof dar. Hier ist eine groß angelegte landwirtschaftliche Anlage mit einem älteren Herrenhaus in Fachwerk und einem neueren, das als Villa in einem Park liegt, erhalten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweitert sich der Ort durch den Bau der Kälteindustrie und dem damit verbundenen Werkswohnungsbau im Norden von Sürth. Kurz nach 1910 nutzt dann der Kölner Architekt Max Stirn zusammen mit der "Cölner Gelände-Gesellschaft" die idyllische Lage des Ortes zum Bau einer Villen-Kolonie im Bereich Oberbuschweg / Ulmenallee.

Nach 1945 verdichtet sich die Bebauung vornehmlich in nordwestlicher Richtung. Der Ortskern selber blieb dank reichlich vorhandenen Baulandes in der Umgebung weitgehend in seiner Struktur erhalten. Seit 1975 gehört Sürth als Teil der Gemeinde Rodenkirchen zu Köln.

Akzente im Stadtteil

Sürther Hauptstraße; Sürther Friedhof; Bootshaus; Sürther Aue; Linde AG




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