Flittard
Stadtteil mit japanischem Garten
Bereits vor tausend Jahren wird der Ortsteil Flittard urkundlich erwähnt. Der Name des Stadtteils leitet sich her aus dem mittelhochdeutschen Wort Vlitterde, was soviel wie fließende Erde bedeutet. Dieser Begriff resultiert aus den häufigen Überschwemmungen und Hochwassern, mit denen Flittard als Ortsteil, der direkt neben dem Rhein gelegen ist, zu kämpfen hatte.
Errichtung des Deiches
Die Hochwasser, die Flittard heimsuchten, schwemmten regelmäßig fruchtbaren Boden von den Feldern weg. Ende des 19. Jahrhunderts setzte man diesem Problem durch die Errichtung eines Deiches, der einem Rheinpegel bis zehn Metern standhält, ein Ende.
Ende des 17. Jahrhunderts zerstörten plündernde Soldaten den Wiedenhof und zündeten den Bungartshof an. Die Franzosen beendeten zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Herrschaft der Mönche von Kölns Sankt Martin in der Flittarder Hubertuskirche.
Einst überregionale Bedeutung

In der Zeit von 1833 bis 1848 erlangte Flittard überregionale Bedeutung durch die alte Telegrafenstation an der Egonstraße. Sie war Teil der Übermittlungsstrecke Berlin-Koblenz, die bei guten Sichtverhältnissen innerhalb von zwei Stunden überbrückt werden konnte.
Die sich rasch vergrößernden Farbenfabriken Bayer bauten 1898 eine Kleinbahn nach Köln-Mülheim. Damit wurde zum einen die Anbindung an die dort bestehenden Industrieanlagen sichergestellt, zum anderen vergrößerte sich damit das Einzugsgebiet für die notwendigen Arbeitskräfte.
Akzente im Stadtteil
Ehemalige Telegrafenstation; Japanischer Garten der Bayer AG; Segelflugplatz Kurtekotten; Rheinaue; Kirche Sankt Hubertus; Bungarzhof; ehemaliger Kirchhof um Sankt Hubertus
