Dellbrück
Schon vor 8000 Jahren besiedelt
Das heutige Dellbrück entstand aus vier einzelnen Ortsteilen: Thurn, Strunden, Alt Dellbrück und Hagedorn. Ausgrabungen beweisen, dass schon vor mehr als 8.000 Jahren Menschen im Gebiet des heutigen Ortsteils Dellbrück gelebt haben müssen. Im Jahre 1914 wurde Dellbrück als Bestandteil der Bürgermeisterei Mülheim nach Köln eingemeindet.
Grabhügelkette ist Denkmal
Eine Grabhügelkette am Pilzweg im nördlichen Dellbrück konnte gerettet werden, indem sie in eine kleine Gartenanlage eingebunden wurde. Diese Anlage steht heute unter Denkmalschutz.
Während mit den Römern im heutigen Innenstadtbereich schon früh das Christentum Einzug hielt, lebten im rechtsrheinischen nach wie vor "Heiden". An der Stelle des heutigen Heiligenhäuschens bei Mielenforst wird eine frühe Opfer- und Thingstätte (Gerichtsstände) der Germanen vermutet.
Herzöge jagten in Dellbrück

Die Herzöge von Berg, die über lange Jahre auch in Dellbrück das Sagen hatten, nutzten die ausgedehnten Felder und Wälder für ihre Jagden. Dabei wurden die Felder der Bauern regelmäßig verwüstet. Die Hoffnungen der Dellbrücker, mit den 1806 einrückenden Franzosen wieder freie Bauern zu werden, wurden jedoch nicht erfüllt. Im Jahre 1815 wurde das Großherzogtum Berg unter König Friedrich Wilhelm III. Preußen einverleibt.
Mühlen-"Park" am Strunderbach
Die wirtschaftliche Entwicklung Dellbrücks begann mit der Anlage des Bachlaufes für den Strunderbach durch die Franken. Zeitweise wurden durch diesen Bach bis zu 40 Mühlen angetrieben, die letzten bis zur Jahrhundertwende des 18. und 19. Jahrhunderts.

Großen Einfluss dürften auch die Mönche des Johanniterordens in Herrenstrunden gehabt haben. Im Laufe der Zeit gehörten ihnen verschiedene Mühlen am Ober- und Unterbachlauf, so zum Beispiel die Hardtmühle. Vor allem aber befanden sich diverse Herrenhöfe im Besitz des Ordens. Unter anderem gehört hierzu auch Haus Thurn (Thurner Hof), der wohl älteste Sitz am Strunderbach.
Akzente im Stadtteil
Thurner Hof; Gut Mielenforst; Schule Urnenstraße; Endhaltestelle KVB Thielenbruch; Straßenbahnmuseum; Donnerstags-Markt an der Kemperwiese; Strundener Mühle; Naherholungsgebiet am Kalkweg; Ostfriedhof mit teils steinzeitlichen Gräbern; Christuskirche
