Sülz

Wohnen und Arbeiten

Der Name Sülz geht auf den erstmals 1145 als Sulpece urkundlich erwähnten und 1181 Sulpze genannten Fronhof zurück, der zu den zwölf Tafelgütern der 957 gegründeten Benediktinerabtei Sankt Pantaleon gehörte. Er wurde 1474 im Neusser Krieg zusammen mit der Wallfahrtskapelle Sankt Nikolaus auf Beschluss des Rates der Stadt Köln niedergelegt.


Vom Neuenhof zum Wohnviertel

Ab 1487 wurde der Klosterhof als "Neuenhof" südlich des alten Dorfkerns an der Berrenrather Straße neu aufgebaut. Die "Neuenhöfer Allee" hält die Erinnerung an diesen Hof wach, der sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts dort befand. Das "Weißhaus" an der Luxemburger Straße bildete mit dem Neuenhof eine Wirtschaftseinheit.

Sülz verdankt seine Entwicklung zu einem Vorort der intensiven Nutzung von Sand- und Kiesgruben sowie der Einrichtung zahlreicher Ziegeleien im Laufe des 19. Jahrhunderts.

Stadtteile im Bezirk Lindenthal

Stadtteile


Im Bereich der Zülpicher- und Berrenrather Straße ließen sich schon bald kleine Gewerbebetriebe und Fabrikationsstätten nieder. Auf diese Weise bildete sich das für den Kernbereich von Sülz so typische Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten heraus.

Wohnen im Grünen

Der Stadtteil Sülz ist überwiegend durch Wohnviertel, aber auch durch die Ansiedlung kleiner Gewerbegebiete geprägt. Für den Individualverkehr ist vor allem die Luxemburger Straße von Bedeutung, die insbesondere zu den Verkehrsspitzen stark frequentiert ist.

Ab etwa 1900 entstanden an der Luxemburger, Berrenrather und Zülpicher Straße zentrumsnahe, städtisch geprägte Wohnviertel. Eine Besonderheit des in der Folge rasch angewachsenen Vorortes sind die stadtbildprägenden Erholungsplätze.

Solche zur Begrünung der Viertel beitragende und zugleich Identifikationspunkte bietende Stadtplätze sind der De-Noël-Platz von 1904, der Münstereifeler Platz ab 1905 bis 1910 und der Manderscheider Platz von 1911.

Uni-Center in Köln-Sülz (© Günther Ventur)

Auf dem Gelände des ehemaligen KBE-Bahnhofs an der Luxemburger Straße wurden in den 1970er Jahren große Bauvorhaben: Amts- und Landgericht, Staatsanwaltschaft Köln, Arbeitsamt, die Zentrale des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) und andere verwirklicht.

Akzente im Stadtteil

Äußerer Grüngürtel mit Domizil des 1. FC Köln; Beethovenpark; Decksteiner Weiher mit Geißbockheim und Sportplatz des 1. FC Köln; De-Noel-Platz; Hochhäuser "Am Justizzentrum" mit Staatsanwaltschaft Köln, Amts- und Landgericht, Arbeitsverwaltung und JobBörse; Luxemburger Straße als historische Ausfall- und beliebte Einkaufsstraße; Manderscheider Platz; Münstereifeler Platz; Weißhaus; Kleingartenkolonie Sülz; Römische Wasserleitung; Römischer Schlammfang; St. Nikolaus; Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln; ehemalige Strohhutfabrik Silberberg & Mayer; Uni-Center Sportvereine: 1. FC Köln 01/07; SC Blau-Weiß 06 Köln e. V.; Wu Wang Judoclub für Kinder e. V.; Kendo Dojo Köln e. V.; Club Kölner Pistolenschützen; Sankt Hubertus-Schützenbruderschaft Sülz-Klettenberg; Bowling-Sport-Club Strikers




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