Vingst
Viertel mit Erneuerungsbedarf
Vingst wird zuerst 1003 urkundlich erwähnt. Die Ursprünge des heutigen Kölner Stadtteils könnten allerdings noch weiter zurückliegen. Die Ableitung des Namens vom lateinischen Wort vinitar (Winzer) ist wahrscheinlich. Früherer Dorfmittelpunkt war der heutige Heßhofplatz. Die Vingster Höfe lagen entlang der heutigen Kuthstraße.
Entwicklung Vingsts
Bis 1856 gehörte Vingst zur Pfarrgemeinde Deutz. Am 4. September 1856 erfolgte die Abtrennung von Deutz und die Vereinigung mit Kalk zu einem Pfarrbezirk mit Bestimmung der Kapelle zu Kalk als Pfarrkirche.
Am 8. Dezember 1863 wurde der Grundstein der Kalker Marienkirche gelegt, die nach ihrer Fertigstellung gleichermaßen Pfarrkirche der katholischen Bewohner von Kalk und Vingst war.
Bau der Kirche Sankt Theodor
Nach Errichtung der Notkirche zum Heiligen Mauritius 1905 wurde Vingst wieder von Kalk abgetrennt und nach der Eingemeindung im Jahr 1911 zur selbständigen Pfarrei erhoben.
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1937 bis 1939 wurde anstelle der Notkirche die Pfarrkirche zum Heiligen Theodor gebaut, die im 2. Weltkrieg zerstört und anschließend wieder aufgebaut wurde. Leider wurde die Kirche beim Erdbeben im April 1992 so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Der letzte Kirchenneubau wurde am 16. März 2002 vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner geweiht.
In Vingst, heute ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf, werden derzeit mehr als 1.500 Wohnungen saniert. Einhergehend mit weiteren Maßnahmen soll das Wohnen in Vingst attraktiver gestaltet werden.
Akzente im Stadtteil
Heßhof; Kirche Sankt Theodor; Sanierungsgebiet Würzburger Straße; Heßhofplatz
