Rath / Heumar
Autobahn und Gestüt
An der östlichen Stadtgrenze Kölns befindet sich unmittelbar an den Königsforst angrenzend der Stadtteil Rath / Heumar, dessen herausragendes Wahrzeichen der alte Turm einer romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist.
Aus Höfen entstanden
Dieser Turm befindet sich an der Ortsgrenze leicht erhöht im Winkelungsbereich zweier alter Maare. Die "Höhe am Maar" ist wohl verantwortlich für den heutigen Teilnamen Heumar, während der altbekannte Wallfahrtsort Rath seinen Namen wohl ursprünglich einer Rodung (Rod) verdankt.
Über Jahrhunderte war Rath / Heumar landwirtschaftlich geprägt. Noch heute bezeugen einige wenige gut erhaltene Fachwerkhäuser von dieser Vergangenheit. Neben Haus Rath im Norden und Haus Röttgen im Süden bestimmte lange Zeit eine Vielzahl großer Höfe das Ortsbild.
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Von der Vergangenheit bis in die Gegenwart

Die verkehrliche Erschließung dieses ländlichen Bereiches erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Ausbau der Rösrather Straße. Mit fortschreitender Industrialisierung und Bebauung des Rechtsrheinischen stieg die Einwohnerzahl Rath / Heumars vom Beginn des letzten Jahrhunderts kontinuierlich auf heute über 10.000 an.
Bereits seit 1904 existiert die Bahnverbindung Köln-Königsforst, deren Endpunkt für einige Zeit Rath / Heumar war. Die Rösrather Straße hat sich im Laufe der Zeit einerseits zu einem ansehnlichen Zentrum von Handel und Gewerbe und anderseits für anerkannt gute Gastronomie entwickelt.

Wahrlich berühmt dagegen als eine der schönsten und erfolgreichsten Zuchtstätten für Vollblut-Pferde in Deutschland ist auch heute noch das teilweise denkmalgeschützte Gestüt Röttgen, für dessen Fortbestand eigens eine mehr als ein Kilometer lange Untertunnelung für die neue ICE-Strecke, die Schnellzugverbindung nach Frankfurt, gebaut werden musste.
Akzente im Stadtteil
Pfarrkirche Sankt Cornelius und "Alter Turm"; die Barockkapelle des Hauses Rath aus dem Jahre 1741 an der Lützerathstraße - das älteste Bauwerk Raths; das Gestüt Röttgen, ein denkmalgeschütztes Areal mit 80 Jahre alten Stallungen sowie Burg aus dem 10. Jahrhundert; Gut Maarhausen an der Eiler Straße; verschiedene Fachwerkhäuser; einige germanische Hügelgräber bei Heumar und Rath, von denen besonders die großen Grabfelder hinter der Försterei an der Forsbacher Straße von der langen Besiedlungsgeschichte dieser Gegend zeugen und deren dort geborgene Funde im Römisch-Germanischen Museum zu bewundern sind.
