Bickendorf
Tradition und Fortschritt
Bickendorf ist Synthese von Tradition und Fortschritt. Der aus historischen Höfen hervorgegangene Stadtteil steht in vielfältiger Beziehung zu Ehrenfeld und ist beispielhaft für den Strukturwandel ländlicher Siedlungen, die in die engere großstädische Einfluss-Sphäre geraten sind.
Rasanter Aufschwung
Bickendorf ist uraltes Kulturland, Fundstätten bezeugen diese Region als vorgeschichtlichen Siedelplatz. Vor dem 1. Weltkrieg setzte der rasante städtebauliche Aufschwung Bickendorfs ein. Das Bauerndorf mit seiner beschaulichen Idylle von ehedem, zählte 1843, zur Gründungszeit Ehrenfelds, bereits 348 Seelen.
Geprägt wurde Bickendorf von dem Leitmotiv "Lich, Luff un Bäumcher" der Gemeinnützigen Aktiengesellschaft für Wohnungsbau und später der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Kölner Gartensiedlung sowie anderen Gesellschaften. Dadurch erhielt es die Bedeutung, die es heute mit rund 16.000 Einwohnern im Leben unserer Stadt einnimmt.
Zerstörung der Rochuskirche durch Bomben

Die schmucken Familienheimstätten, in den letzten Jahrzehnten restauriert und verschönert, sind Ausgangspunkt für die erweiterte Wohnlandschaft modernen Stils rund um den Brunnen des “Treuen Husaren”. Gut bewahrte Fragmente alter Hofgüter und Straßennamen wie Rochusstraße, Sandweg, Teichstraße, Häus’chenweg und Nagelschmiedgasse dokumentieren in Alt-Bickendorf die tiefwurzelnde Ortsgeschichte.

Am 30. Mai 1942 wurde die Rochuskirche - uraltes Symbol von Bickendorf und Ossendorf - Opfer feindlicher Bomben; das Bombenfeuer loderte über der ganzen Nordweststadt.
Erst Pfingsten 1946 konnte wieder inmitten der Ruinen wieder ein Gottesdienst zelebriert werden. Und schließlich entstand ein neues, helles Gotteshaus auf dem alten Schutt- und Geröllfeld.
Akzente im Stadtteil
Rochuskirche; Treuer-Husar-Brunnen; Wutzstock
