Lindweiler

Entstanden aus Pachtland

Die Geschichte von Lindweiler ist eng mit der des Lindweiler Hofes verbunden. Er wurde erstmals 1276 erwähnt. Ebenfalls taucht er in einer Steuerliste vom 3. April 1559 auf. Der ehemalige Lindweiler Hof besteht heute aus einem Fachwerk- und einem Backsteingebäude. 1888 wurde Longerich, und damit auch der umliegende Ort Lindweiler, nach Köln eingemeindet.


Grundstücke für Selbstversorger

Um 1930 wurde das Gelände zwischen Unnauer Weg, Pescher Weg, Kitschburger Weg und Stallagsweg in Grundstücksgrößen von etwa zwei bis vier Morgen Land an 70 Kölner Familien aufgeteilt. Das städtische Liegenschaftsamt verpachtete diese Flächen an bedürftige Kölnerinnen und Kölner. Die Pachtdauer betrug 30 Jahre.

Die Größe der Grundstücke war darauf ausgelegt, dass die Familien Selbstversorger sein konnten. Mit Handwagen wurde das erforderliche Material zum Bau von Holzhäusern vom nahegelegenen Flughafen Butzweiler Hof beschafft. Dort waren alte Militärbaracken abgerissen worden.

Stadtteile im Bezirk Chorweiler

Stadtteile


Lindweiler nach dem 2. Weltkrieg

Zu dieser Zeit gab es in Lindweiler noch kein Wasser und keinen Strom. Auf dem Pachtland wurde bis zum Ende des 2. Weltkrieges Trinkwasser mit eigenen Handpumpen aus eigenen Brunnen gefördert. Die Straßen waren noch unbefestigt. Während des Krieges wurde in Lindweiler Strom verlegt, so dass die Karbidlampen nicht mehr benötigt wurden.

Nach dem Kriegsende wurde in Lindweiler auch die Wasserversorgung angeschlossen. Die Stadt Köln errichtete nach 1945 Steinbaracken, die als Notunterkunft dienten.

Akzente im Stadtteil

Gewerbegebiet Pescher Weg / Unnauer Weg / Soldiner Straße; Katholische Kirche "Schmerzhafte Mutter"; Begegnungsstätte Lindweiler der evangelischen Kirche; Gemeinschaftsgrundschule; Hermann-Gmeiner-Schule für Lernbehinderte; Vereine und Institutionen: Karnevals- und Geselligkeitsfreunde Lindweiler Büchelcher von 1982 e. V.; Sportverein SC Lindweiler; Kolpingfamilie Lindweiler




Funktionen