Dienstag, 24. 08. 2010, 11:15 Uhr

Stühle und Tische für Kinder werden verschenkt

Aktion "Hallo Nachbar, danke schön" in Mülheim wird fortgesetzt

Die Informations- und Aufklärungskampagne des Sauberkeitsprojektes "Hallo Nachbar, danke schön" wird Anfang September mit einer Kunst-Aktion fortgesetzt. Zunächst werden am Samstag, 4. September 2010, ausrangierte, aber noch sehr gut erhaltene Kinderstühle und Kindertische im Rahmen eines Kaffee- und Kuchen-Festes verschenkt. Das Fest findet von 14 bis 17 Uhr im Park hinter dem Bürgerhaus Mütze, Berliner Straße 77, Köln-Mülheim, statt.

Zugleich laden die Mülheimer Künstlerin Renate Paulsen und der Künstler Engelbert Becker die Besucherinnen und Besucher ein, an der ab 10. September beginnenden Kreativwerkstatt teilzunehmen. Dann werden die restlichen Möbel von den Bürgerinnen und Bürgern - bevorzugt von Jugendlichen aus dem Mülheimer Projektgebiet - der Künstlerin und dem Künstler phantasievoll bemalt und (um)gestaltet. Treffpunkt am Freitag, 10. September 2010, ist um 15 Uhr das Werkstattgebäude hinter dem Bürgerhaus Mütze.

Die Ziele dieser Aktion liegen voll und ganz auf der Linie des gesamten Projektes: die Wiederverwertung von vermeintlichem Müll, der sorgfältige Umgang mit Materialien, die Ressourcenschonung und die Nachbarschaftspflege, in diesem Fall durch gemeinsames Werken.

Mit dem im September 2009 gestarteten Sauberkeitsprojekt "Hallo Nachbar, danke schön" geht das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln in Sachen Sauberkeit im Veedel ganz neue Wege. Statt immer häufiger zu reinigen, sollen die Bewohnerinnen und Bewohner des Projektgebietes rund um den Marktplatz an der Berliner Straße motiviert werden, sich selbst wieder mehr für die Pflege ihrer Umgebung zu interessieren und einzusetzen. Dies geschieht durch eine in dieser Intensität bisher nicht durchgeführte und auf die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner maßgeschneiderte Informations- und Aufklärungskampagne.

Über insgesamt zweieinhalb Jahre werden die betroffenen Menschen in Mülheim durch zwei vor Ort tätige Beraterinnen persönlich angesprochen. Außerdem werden wichtige Botschaften zur Reinhaltung des Umfeldes durch Kunst-Aktionen und Mitmachangebote vermittelt, wirkungsvoller als durch Flugblätter und Broschüren.

In einer breiten Allianz eingebunden sind Hausbesitzerinnen, Hausbesitzer und Geschäftsleute genauso wie Kultureinrichtungen, Initiativen, Vereine, die GAG Immobilien AG und die Polizei. Die Federführung hat das Umwelt- und Verbraucherschutzamt. Andere städtische Dienststellen, das Amt für Stadtentwicklung und Statistik, die Sozialraumkoordinatorin, die Stadtteilmanagerin sowie die Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln sind ebenso beteiligt.

Eine besondere Zielgruppe sind die Kinder und Jugendlichen des Veedels. Denn sie bringen eine erhöhte Lernbereitschaft mit und damit das Potenzial, nachhaltig etwas zu verbessern. Deswegen sind auch Schulen und Kitas aus dem Projektgebiet aktive Partner im Projekt. So flossen in der Kita Berliner Straße 20 bereits die Themen Sauberkeit und Müll in den Alltag der Einrichtung ein. Die Kinder der Sprachfördergruppe dort befassen sich jede Woche auf kreative Weise damit und schulen ganz nebenbei auch noch ihre Deutschkenntnisse.

Das Sauberkeitsprojekt in Köln-Mülheim ist auf ein Areal mit rund 5.200 Anwohnerinnen und Anwohnern in dem Dreieck Markgrafenstraße, Clevischer Ring und Bredemeyerstraße bezogen. Es ist in das Mülheim-Programm eingebunden, wird vom Land Nordrhein-Westfalen über das Förderprogramm "Soziale Stadt NRW" zu 80 Prozent gefördert und entwickelt eine Grundlage für weitere Projekte des neuen Programms MÜLHEIM 2020. Um die Wirksamkeit des gestarteten Sauberkeitsprojektes mittel- und langfristig zu bewerten, wird das Vorhaben wissenschaftlich begleitet.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jürgen Müllenberg

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