Donnerstag, 25. 03. 2010, 12:53 Uhr

Stadt Köln beteiligt sich an "Earth Hour 2010"

OB Roters und Umweltdezernentin Bredehorst rufen Kölnerinnen und Kölner zum Mitmachen auf

Die Stadt Köln wird am Samstag, 27. März 2010, an der weltweiten "Earth Hour" teilnehmen. An dem Tag wird um 20:30 Uhr in tausenden von Städten rund um die Welt für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet. Zusätzlich sollen die Menschen zuhause für eine Stunde das Licht löschen. In Köln wird in Abstimmung mit der RheinEnergie AG und dem Kölner Metropolitankapitel an dem Tag für eine Stunde die Beleuchtung des Kölner Doms, der Hohenzollernbrücke und der zwölf romanischen Kirchen abgestellt.

Außerdem ruft Oberbürgermeister Jürgen Roters gemeinsam mit Umweltdezernentin Marlis Bredehorst die Kölnerinnen und Kölner auf, an dem Tag von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr das Licht auszuschalten. Oberbürgermeister Jürgen Roters:

Es ist zwar nur ein Symbol an diesem Abend, wenn es ein wenig dunkler in Köln ist als sonst. Aber wenn diese kleine Geste, dieser Appell, ein Zeichen zu setzen für den Klimaschutz, in tausenden Städten rund um den Globus einen Widerhall findet, dann wird daraus eine weltumspannende Geste, die nicht unbeachtet bleiben kann. Man muss nicht in der Weltraumstation ISS über der Erde kreisen, um sich das vorstellen zu können. Für eine Stunde weniger Strom verbrauchen, das bedeutet Energie einsparen, Ressourcen schonen, ein Handeln in weltweitem Maßstab, das zum Schutz des Klimas und zur Erhaltung unserer natürlichen Umwelt dringend geboten ist. Vielleicht wird vielen Menschen dadurch auch noch mehr bewusst, dass Klimaschutz häufig nur einen Lichtschalter weit entfernt ist. Die erstmalige Beteiligung der Stadt Köln an dieser Earth Hour ist ein weiterer kleiner Baustein in einer ganzen Reihe städtischer Maßnahmen zum Klimaschutz.

Umweltdezernentin Marlis Bredehorst ergänzt:

Die Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Köln nehmen langsam Fahrt auf. So haben wir in den letzten Wochen nicht nur das Elektromobilitätsprojekt "colognE-mobil" gestartet und der Rat hat den "Aktionsplan für nachhaltige Energie" verabschiedet. Im Rathaus erfolgte außerdem kürzlich der offizielle Auftakt für ÖKOPROFIT Köln, ein Projekt, bei dem in einer ersten Runde 13 Unternehmen durch intensive Beratung unterstützt werden, Betriebskosten durch Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu senken. Und in den kommenden zwei Jahren soll ein "Integriertes Klimaschutzkonzept" für Köln erarbeitet werden. Auch diese symbolische Aktion am 27. März, an der sich hoffentlich viele Kölnerinnen und Kölner beteiligen, schärft das Bewusstsein, dass der Klimaschutz gerade auch einer Großstadt wie Köln eine vordringliche Aufgabe ist und vor Ort lokal viel dafür getan werden kann. Allerdings nützen die Anstrengungen nur wenig, wenn es global keine verbindlichen Vereinbarungen gibt! Per Lichtschalter wollen wir die Verantwortlichen dazu auffordern, bis Ende des Jahres ein wirksames Klimaschutz-Abkommen zustande zu bringen.

Die vom World Wide Fund For Nature, WWF, initiierte "Earth Hour" gilt als weltweit größte Klimaschutzaktion. Die Premiere war am 31. März 2007 in der australischen Stadt Sydney. An der Aktion beteiligten sich damals laut WWF mehr als zwei Millionen Menschen. Die Treibhausgasemissionen seien in dieser einen Stunde um über zehn Prozent gesenkt worden, hieß es. Nach Angaben des WWF beteiligten sich 2008 schon 50 bis 100 Millionen Menschen weltweit an der "Earth Hour", 2009 haben demnach bereits hunderte Millionen Menschen teilgenommen in 4.159 Städten von 88 Ländern. In diesem Jahr hofft der WWF, über eine Milliarde Menschen in mehr als 6.000 Städten zu erreichen.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden.

Informationen zu "Earth Hour 2010“ 
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jörg Wehner

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