Freitag, 13. 03. 2009, 18:14 Uhr

Oberbürgermeister Schramma kondoliert den Angehörigen

Zweites Opfer des Archiveinsturzes lag in neun Meter Tiefe

Oberbürgermeister Fritz Schramma hat den Angehörigen des gestern gefundenen zweiten jungen Manns, der beim Einsturz des Historischen Archivs getötet worden war, im Namen der Stadt Köln und auch persönlich sein aufrichtiges Beileid ausgesprochen. Schramma erfuhr von der Familie, dass der Leichnam nach Marokko überführt und dort bestattet wird. Der Oberbürgermeister hält die quälende Ungewissheit der letzten Tage für das Schlimmste, was die Angehörigen je erlebt hätten. Aber auch die nächste Zeit würde schwer sein. Er wünscht sich, dass die Familie die Kraft aufbringen kann, diese zu überstehen.

Schramma versichert, dass die Stadt Köln den von der Katastrophe Betroffenen alle nur erdenkliche Hilfe zukommen lassen will.

Jetzt können sich sämtliche Kräfte darauf konzentrieren, die Ursache für das Unglück zu finden. Wir wollen eine lückenlose Aufklärung,

so der Oberbürgermeister.

Die Feuerwehr fand das zweite Opfer in der Nähe des ersten, aber fast sechs Meter tiefer. Der junge Marokkaner hatte keine Chance: seine Wohnung lag zwölf Meter über dem Straßenniveau, der Fundort neun Meter darunter. Auf ihn war eine fünf Meter dicke und 10 Tonnen schwere Schuttschicht gefallen.

Die Einsatzkräfte konzentrieren sich jetzt auf die Bergung des Archivguts. Zurzeit suchen sie hauptsächlich in dem U-Bahn-Bauwerk vor dem Archivgrundstück nach Dokumenten. Unter anderem kam mittlerweile die zweite Handschrift des Albertus Magnus zum Vorschein. Von dem auf 50 Meter Länge geplanten Notdach zum Schutz der Archivalien vor Regen fehlen nur noch 15 Meter. Heute Abend oder morgen früh soll die Konstruktion fertig gestellt sein.

Feuerwehrchef Stephan Neuhoff betonte die Schwierigkeiten bei der Bergung der Dokumente. Es gebe keine Erfahrungen mit der Rettung eines eingestürzten Stadtarchivs. Zur Überprüfung der Sicherheit des Untergrunds nimmt die Feuerwehr an der Unglücksstelle alle zwei Meter Bodenproben, stellte aber bisher keine Auffälligkeiten fest. Zwei Drahtzäune sollen die Unglücksstelle vor möglichen Diebstählen sichern. Außerdem kommt Wachpersonal rund um die Uhr zum Einsatz.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stefan Palm

Funktionen

Weitere Meldungen


Chinajahr 2012 科隆中国年

Chinajahr Köln 2012

Call-Center

0221 / 221 - 0 Call-Center der Stadt Köln
Mo bis Fr, 7 bis 19 Uhr