Großeinsatz in der Severinstraße
Gebäude des Historischen Archivs eingestürzt – Hilfeleistungen dauern an
In der Kölner Innenstadt ist am heutigen Dienstag, 3. März 2009, das Gebäude in der Severinstraße 222 eingestürzt, in dem das Historische Archiv der Stadt Köln untergebracht war. Teilweise eingestürzt sind auch die beiden benachbarten Wohnhäuser. Die Berufsfeuerwehr wurde um 13:58 Uhr verständigt und löste Großalarm aus, da vermutet wurde, dass viele Menschen verschüttet sein könnten.
Es sind derzeit 86 Fahrzeuge mit rund 250 Mitarbeitern von Feuerwehr, Polizei und Hilfsdiensten im Einsatz.
Der Kölner Feuerwehrchef Stephan Neuhoff vermeldete in einer ersten Pressekonferenz um 16 Uhr, dass es nach derzeitigem Stand keine Verletzten gibt. Der Einsturz des Historischen Archivs habe sich durch Geräusche angekündigt, so dass alle Mitarbeiter und zwei mit Dacharbeiten beschäftigte Handwerker das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten.
Die Situation in einem der beiden Wohnhäuser ist zurzeit unklar. Es gibt einen Augenzeugen, der in dem Haus zum Zeitpunkt des Einsturzes ein Ehepaar im Fenster gesehen haben will. Zusätzlich sind Hinweise eingegangen, dass sieben weitere Personen vermisst sein könnten. Suchtrupps mit Spürhunden sind im Einsatz.
Die Trümmer der Gebäude reichen bis zum gegenüberliegenden Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und in die unmittelbar an der Einsturzstelle befindliche U-Bahn-Baustelle hinein. In der Baugrube sind nun Fachkräfte im Einsatz, um zu klären, welche Sicherungsmaßnahmen notwendig sind.
Wer Angehörige vermisst, möge sich bitte unter der Notrufnummer 112 an die Feuerwehr wenden.
Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Das Telefon ist ab sofort rund um die Uhr besetzt. Die Nummer lautet 0700 / 0221 1111.

