Als Hochschulstandort ist Köln weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Acht Hochschulen sind hier beheimatet, darunter die größte Universität mit renommierten rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten und die größte Fachhochschule Deutschlands. Weitere Säulen des Hochschulstandortes Köln sind die bundesweit einzige Kunsthochschule für Medien, die Deutsche Sporthochschule, die Hochschule für Musik, eine Fachhochschule für Verwaltung, die Rheinische Fachhochschule und die Katholische Fachhochschule.

Entwicklung innovativer Produkte

© Peter Lemke

Als Hochschul- und Forschungsstadt besitzt Köln hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung und Vermarktung neuer innovativer Produkte. Die Universität zu Köln ist mit 48.000 Studierenden die größte in Deutschland. Hier und an der Fachhochschule Köln mit dem ingenieurwissenschaftlichen Zentrum haben sich Schwerpunkte in den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts herausgebildet.

Diese sind zum Beispiel die Multimedia-, Kommunikations- und Softwaretechnologie, Medizin, Biotechnologie oder Solar- und Umwelttechnologie. Das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln ist eines von drei Genforschungszentren in Deutschland. Die kommerzielle Nutzung dieses Bereiches wird von der "Gemeinschaftsinitiative zur Förderung der Bio- und Gentechnologie" aktiv unterstützt. Und das Rechtsrheinische Technologie- und Gründerzentrum, in dem auch die BioGenTec-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen ihren Sitz hat, wird die Rolle Kölns als Zentrum für Unternehmensgründungen im Bereich der Bio- und Gentechnik weiter stärken.

Spacelab-Missionen aus Köln

Aus Kölner Instituten stammen darüber hinaus zukunftsweisende Erkenntnisse der Luft- und Raumfahrttechnik, Robotik und Datenverarbeitung, chemischer Forschung und Umweltschutz sowie der Vakuum- und Lasertechnik. In der größten deutschen Forschungseinrichtung im ingenieurwissenschaftlichen Bereich, dem Deutschen Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), werden Wissenschafts-Astronauten trainiert und Experimente für die Missionen des wiederverwendbaren Raumlabors "Spacelab" entwickelt. Satellitenkommunikation, Werkstofftechnologie und Antriebstechnologie sind weitere Forschungsschwerpunkte.

Der Europäische-Transschall-Windkanal (ETW) ermöglicht, als einziger Windkanal seiner Art weltweit, erstmalig die Erstellung von repräsentativen Messergebnissen nun auch im gesamten Geschwindigkeitsbereich von Reiseflügen mit Zivilflugzeugen. In der Forschungszentrum Jülich GmbH arbeiten 900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Bereichen Material- und Umweltforschung, Informationstechnik, Biotechnologie, Energieforschung und -technik. Energietechnik, Umweltschutz und Mikroelektronik sind Gebiete, auf denen die TÜV Rheinland Holding Aktiengesellschaft tätig ist.

Kölns "Technologiezentrum" dient der Umsetzung von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung ("spin-off") ebenso wie Forschungstransfer-Stellen bei Universität, Fachhochschule, Großforschungseinrichtungen, Instituten, Unternehmen, Handels- und Handwerkskammer.

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