Beschreibung

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Seit Januar 2013 haben Führerscheine in der europäischen Union einen einheitlichen Standard erhalten.

Im Laufe der kommenden Jahre müssen rund 40 Millionen Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, ersetzt werden.

Es handelt sich hierbei um einen gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtumtausch der grauen und rosafarbenen Führerscheine sowie der Kartenführerscheine, die von 1. Januar 1999 bis 18. Januar 2013 ausgestellt wurden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nach dem Umtausch die neuen Kartenführerscheine in ihrer Gültigkeit auf 15 Jahre befristet werden – unabhängig vom Ausstellungsjahr und den damit verbundenen Fristen zum Pflichtumtausch. Diese Fristen finden Sie in der Tabelle "Fristen zum Pflichtumtausch".

Die Geburtenjahrgänge sind dabei nur dann ausschlaggebend, wenn die ursprünglich ausgestellten Führerscheine (graue oder rosafarbene in Papierform) noch in Gebrauch sind. Sollten diese inzwischen bereits in Kartenführerscheine umgetauscht worden sein, so ist das Ausstellungsjahr des neuen Führerscheins für die Umtauschfrist maßgeblich.

Grund für die Anordnung des Umtausches durch die Europäische Union ist der Wunsch nach einem einheitlichen und fälschungssicheren Führerscheindokument, sodass ab dem 19. Januar 2033 in der Bundesrepublik Deutschland alle Inhaber*innen einer deutschen Fahrerlaubnis in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts erfasst sind.

Benötigt werden

  • Personalausweis oder Reisepass

  • Nationalpass mit Aufenthaltsgenehmigung

    Für Ausländer*innen aus der Europäischen Union genügt der Nationalpass.

  • bisheriger Führerschein

  • Ein aktuelles biometrisches Passfoto

    Das Foto sollte nicht älter als drei Monate sein. Die Regelungen zu den Anforderungen an ein biometrisches Passfoto finden Sie in der Foto-Mustertafel, die wir unter "Downloads und Infos" bereit gestellt haben, ausführlich erläutert. Die Vorlage eines Lichtbildes in digitaler Form ist nicht erlaubt.

  • Bei Führerscheinen, die nicht von der Stadt Köln und vor dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurden

    Eine Karteikartenabschrift der Behörde, die Ihren letzten Führerschein ausgestellt hat.

Fristen zum Pflichtumtausch

Bis zum 19. Januar 2033 müssen nach einer EU-Richtlinie alle bisher unbefristet ausgestellten Führerscheine in das aktuelle Führerscheindokument mit Befristungsdatum umgetauscht werden.

In Deutschland soll der Umtausch gestaffelt im Zeitraum 19. Januar 2022 bis 19. Januar 2033 erfolgen.

Wann Ihr bisheriger Führerschein ungültig wird und zuvor umgetauscht werden muss, können Sie den nachfolgenden Tabellen entnehmen.

 

I. Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind:

Geburtsjahr der FahrerlaubnisinhabendenTag, bis zu dem Führerschein umgetauscht sein muss
vor 195319. Januar 2033
1953 bis 195819. Januar 2022
1959 bis 196419. Januar 2023
1965 bis 197019. Januar 2024
1971 oder später19. Januar 2025

 

 

II. Führerscheine, die ab 1. Januar 1999 bis 18. Januar 2013 ausgestellt worden sind:

Ausstellungsjahr                        Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
1999 bis 200119. Januar 2026
2002 bis 200419. Januar 2027
2005 bis 200719. Januar 2028
200819. Januar 2029
200919. Januar 2030
201019. Januar 2031
201119. Januar 2032
2012 bis 18. Januar 2013     19. Januar 2033

Das Führerscheindokument wird befristet

Die neuen Kartenführerscheine werden in ihrer Gültigkeit auf 15 Jahre befristet. Die Befristung betrifft nur das Dokument, nicht die Fahrerlaubnis selbst.

Keine generelle Gesundheitsprüfung oder sonstige Prüfung

Die Verlängerung beziehungsweise Neuausstellung des Führerscheindokuments erfolgt ohne Gesundheitsprüfung oder eine sonstige Anforderung. Es wird lediglich das Dokument und das Lichtbild aktualisiert.

Inhaber*innen von Führerscheinen mit der Berechtigung zum Führen von Lastkraftwagen und Bussen müssen allerdings die gesundheitliche Eignung nachweisen, wenn die entsprechende Führerscheinklasse abläuft.

Weitere Informationen finden Sie dazu hier:

Besondere Regelungen für Lastkraftwagenfahrer*innen
Führerschein-Verlängerung einer befristeten Fahrerlaubnis

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer bei einem Führerscheinumtausch beträgt drei bis vier Wochen.

Gegen eine zusätzliche Gebühr von 9,75 Euro ist eine Eilbestellung per Express möglich. Die Lieferzeit beträgt drei bis vier Werktage.

Häufig gestellte Fragen

Was wird auf den neuen Führerschein übertragen?
Es wird in vollem Umfang umgeschrieben. Es geht keine Berechtigung oder Klasse verloren.

Gültigkeit im Ausland?
Der neue Kartenführerschein wird in allen EU-Staaten und den meisten anderen europäischen Staaten anerkannt. In einigen Ländern, meist außerhalb Europas, könnte zusätzlich ein internationaler Führerschein verlangt werden.

Besondere Regelungen für Lastkraftwagenfahrer*innen

Führerscheine der Klasse 2 verlieren mit Vollendung des 50. Lebensjahres ihre Gültigkeit. Wer weiterhin Lastkraftwagen dieser Klasse führen möchte, muss seinen bisherigen Führerschein ebenfalls umtauschen. Dabei wird geprüft, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Verlängerung der Klasse 2 (neu: Klasse C, CE) gegeben sind. Daher müssen Sie neben den oben aufgeführten Unterlagen zusätzlich folgende Unterlagen vorlegen:

  • Ärztliche oder augenärztliche Bescheinigung über die Untersuchung des Sehvermögens
    Die Untersuchung können Sie bei Augenärzt*innen, Ärzt*innen der öffentlichen Verwaltung oder mit der Zusatzbescheinigung "Arbeitsmedizin" beziehungsweise "Betriebsmedizin", bei der Begutachtungsstelle für Fahreignung sowie beim Gesundheitsamt durchführen lassen. Ein ausgestelltes ärztliches Gutachten ist zwei Jahre gültig.
  • Ärztliche Eignungsbescheinigung auf amtlichem Vordruck
    Sie können diese Untersuchung von Mediziner*innen Ihrer Wahl durchführen lassen, die in der Regel über die vorgeschriebenen amtlichen Untersuchungsvordrucke verfügen. Falls der Vordruck nicht vorliegt, ist er über die Ärztekammer erhältlich. Bei Antragstellung darf die Eignungsbescheinigung nicht älter als ein Jahr sein.

Diese Regelung gilt auch für den Führerschein der Klasse 3, wenn Sie Lastkraftwagen bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht in Verbindung mit einem Anhänger führen wollen und diese Kombination mehr als 12 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht hat.

Wenn Sie neben dem Umtausch des Führerscheins auch noch eine befristete Fahrerlaubnis verlängern möchten, erhalten Sie hier weitere Informationen:Führerschein - Verlängerung einer befristeten Fahrerlaubnis

Vorsprache

Für die Beantragung müssen Sie persönlich vorsprechen.

Dazu können Sie ein Kundenzentrum Ihrer Wahl in Köln aufsuchen. Vereinbaren Sie dazu bitte einen Termin, telefonisch über 0221 / 221-0 oder online:

Terminvereinbarung online

Gebühren

  • 25,30 Euro.
  • 43,90 Euro bei gleichzeitiger Verlängerung einer Lkw-Fahrberechtigung.
  • Falls Sie eine Expressbestellung des neuen Führerscheins wünschen, kommen weitere 9,75 Euro hinzu.

Sie können die Gebühren bar oder mit der EC-Karte und PIN-Nummer bezahlen.

Rechtliche Voraussetzungen

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