Beschreibung

Auskünfte zu aktuellen Tierseuchen erhalten Sie bei uns. Beispiele sind Tollwut, Maul- und Klauenseuche, Blauzungenkrankheit, Geflügelpest, Schweinepest, BSE (Bovine spongiforme Enzephalopathie), Faulbrut der Bienen, Psittacose der Papageienvögel.

Wir informieren Sie ebenfalls zur Ansteckungsgefahr für den Menschen oder der eigenen Haustiere sowie zu jeweiligen Einschränkungen bei Tierhaltung und Transport.

Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte, meist akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Daneben sind auch alle anderen Wiederkäuer sowie Kameliden für die Blauzungenkrankheit empfänglich. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche.

Das klinische Krankheitsbild geht mit schmerzhaften Haut- und Schleimhautentzündungen am Kopf, den Geschlechtsorganen, den Zitzen und am Kronsaum der Klauen einher. Neben Leistungseinbußen durch Milchrückgang, Gewichtsverlust und Aborten führen schwere Verlaufsformen auch zu hohen Sterblichkeitsraten (insbesondere bei Schafen). Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können weiterhin ohne Bedenken verzehrt werden. Das Virus wird durch infizierte Stechmücken (Gnitzen) übertragen. Diese können mit dem Wind weiträumig verbreitet werden. Daher weist die Blauzungenkrankheit eine starke Ausbreitungstendenz auf.

Die ursprünglich aus Afrika stammende Tierseuche hat sich weltweit verbreitet. In Europa gibt es seit 2006 Ausbrüche in verschiedenen Ländern. Am 11. Januar 2019 wurde im Rahmen von Handelsuntersuchungen ein Ausbruch von Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 (BTV 8) im Kreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz amtlich bestätigt. Die im Radius von 150 Kilometer um diesen Ausbruchsbetrieb auszuweisende Restriktionszone erfasst auch Teile von Nordrhein-Westfalen; das Stadtgebiet Köln ist mit Wirkung zum 24. Januar 2019 zum Sperrgebiet, bezüglich der Blauzungenkrankheit, erklärt.

Amtsblatt der Stadt Köln, Ausgabe vom 23. Januar 2019, Seite 21 f.

Aufgrund der Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) zur Einschleppung der Serotypen 4 und 8 der Blauzungenkrankheit vom 30. November 2015 wird die aktive Immunisierung aus Gründen des Tierwohls und um wertvolle Tiere zu schützen, empfohlen.

Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihre für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tiere, die auf dem Gebiet der Stadt Köln gehalten werden, freiwillig gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen möchten, können dies tun.

Vor dem Hintergrund des sich ebenfalls ausweitenden BTV-4-Geschehens in Frankreich wird die Impfung gegen beide Virustypen (BTV-4 und BTV-8) empfohlen.

Amtsblatt der Stadt Köln, Ausgabe vom 23. Januar 2019, Seite 23 f.

Für den Transport von Tieren in BTV-freie Regionen in Deutschland müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Ihre Zusammenfassung finden sich über nachfolgenden Link.

Optionen zum Verbringen empfänglicher Tiere aus Restriktionsgebieten Weitere Infos

Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest

Umfangreiche Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie auf den Internetseiten der folgenden Bundes- und Landesbehörden:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ausschließlich bei Schweinen vorkommende gefährliche Viruserkrankung, die sich seit einigen Jahren in Osteuropa ausgebreitet hat und in Richtung Deutschland auf dem Vormarsch ist. Menschen oder andere Tiere können sich nicht anstecken.  

Am 13. September 2018 wurde der erste ASP-Fall bei Wildschweinen in Belgien bekannt, circa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Ausbruch der ASP bei Wildschweinen in Belgien zeigt, dass die Seuche – vermutlich verschleppt durch den Menschen – jederzeit und an jedem Ort in Europa auftreten kann. Oberstes Ziel ist es, den Eintrag dieser Tierseuche in unsere heimischen Wild- und Nutztierbestände zu verhindern. Neben der Jägerschaft und den Schweinehaltern sind auch Privatpersonen gefordert, wenn es darum geht, die Einschleppung der ASP nach Deutschland zu verhindern.  

Insbesondere Touristen, Saisonarbeiter oder Spediteure sollten keine Produkte vom Schwein oder Wildschwein aus den betroffenen Gebieten nach Deutschland mitbringen. Das Virus wird direkt über Tierkontakte oder indirekt, zum Beispiel über Lebensmittel (insbesondere Salami, roher Schinken, alle Rohwursterzeugnisse, rohes Fleisch –auch tiefgekühlt) von infizierten Tieren übertragen. Unachtsam entsorgte Reste von virushaltigem Reiseproviant können auch in geringen Mengen ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Solche Speisereste müssen daher immer ordnungsgemäß - das heißt für Haus- und Wildschweine nicht zugänglich - entsorgt werden.  

Da das Virus außerordentlich lange ansteckungsfähig bleibt, kann es auch durch Gegenstände wie beispielsweise Transportfahrzeuge, Schuhwerk, Kleidung und Jagdtrophäen weiter verbreitet werden.

Links zur Afrikanischen Schweinepest

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen Rundschreiben "Afrikanische Schweinepest"

Links zur Vogelgrippe oder Geflügelpest

Links zur Schweinepest

Link zum Thema BSE

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Downloads und Infos

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linie 7 (Haltestelle Porz Markt)
Bus-Linien 151, 152, 154, 160, 161, 162, 165, 166, 185 und 188 (Haltestelle Porz Markt)
S-Bahn-Linie S12 (Haltestelle Porz)

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