Beschreibung

Gefördert wird die Begrünung von Dach- und Fassadenflächen sowie die Wiederbegrünung von versiegelten Flächen. Fördergelder können zum Beispiel für den Aufbau einer Vegetationsschicht, die Entfernung von versiegelnden Bodenbelägen, Rankhilfen oder Fassadenbegrünungssysteme beantragt werden. Für die Anschaffung eines Regenwasserrückhaltesystems oder der Schaffung von naturnahen Flächen im Rahmen des Förderantrages wird ein Bonus gewährt.

Das Förderkonzept umfasst ein Finanzvolumen von drei Millionen Euro und ist zunächst bis 2023 angelegt.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss. Dieser beträgt 50 Prozent der als förderungsfähig anerkannten Kosten. Bei entsiegelten und wiederbegrünten Bodenflächen und Dachbegrünungen jedoch höchstens:

20 Euro pro Quadratmeter für den Rückbau und die Begrünung von "Schottergärten"

40 Euro pro Quadratmeter für den Rückbau und die Wiederbegrünung von vollversiegelten Flächen

40 Euro pro Quadratmeter für Extensive Dachbegrünungen zwischen 6 cm und 10 cm durchwurzelbarer Substralschicht. Für jeden weiteren Zentimeter durchwurzelter Aufbaudicke erfolgt ein Zuschlag von einen Euro pro Quadratmeter bis zu einer Gesamthöhe von 50 cm Substralstärke

Der Höchstförderbetrag pro Objekt und Jahr liegt bei maximal 20.000 Euro. Im Rahmen eines Modelprojektes kann hiervon abgewichen werden. Weitere Informationen hierzu sind der Richtlinie zu entnehmen.

Benötigt werden

  • Beschreibung des Vorhabens

  • ein Kosten- und Finanzierungsplan, optional ergänzt durch das Angebot eines Fachbetriebes

  • Lageplan oder eine aussagekäftige maßstäbliche Skizze, aus dem bzw. der die Fläche für die Begrünungsmaßnahme mit Maßangaben zweifelsfrei entnommen werden kann

  • Nachweis über die Eigentumsverhältnisse (Kopie des Grundbuchauszugs oder des aktuelllen Grundbesitzabgabenbescheides) bzw. über die Berechtigung, die Maßnahme an dem Objekt durchführen zu dürfen

  • Ausage über beantragte oder bereits bewilligte Förderungen/Zuschüsse von Dritten und/oder von der Stadt Köln

  • Erklärung, dass mit dem Vorhaben noch nicht begonnen wurde

  • nur bei Firmen: Erklärung über die Berechtigung zum Vorsteuerabzug gemäß § 15 Umsatzsteuergesetz und die Bestätigung der Unternehmensgröße im Sinne der Ziffer 5.1 der Richtlinie

Was wird gefördert?

Fördergelder können beantragt werden für

Dachbegrünung 

  • alle Baukosten ab Oberkante der Dachabdichtung, die im Zusammenhang mit der Begrünungsmaßnahme stehen, bzw. bei der nachträglichen Einrichtung eines Wurzelschutzes und/oder der Verbesserung der Tragfähigkeit (Statik) entstehen und
  • die Kosten der Fertigstellungspflege.

Fassadenbegrünung (bodengebunden)

  • vorbereitende Maßnahmen, wie das Entfernen von versiegelten Bodenbelägen, nicht aber die Fassadensanierung,
  • Bodenaufbereitung bzw. der Bodenaustausch,
  • Pflanzen und Pflanzmaßnahmen.                                                                                   Hinweis: Ist eine Bodenbindung aus technischen Gründen (zum Beispiel wegen einer Unterkellerung) nicht möglich, werden auch Maßnahmen aus Hochbeeten mit einem Mindestvolumen von 200 Litern und einer Mindesthöhe von 0,5 Metern als Förderfähig anerkannt. Gefördert werden nur Kletterhilfen, die einzig den Begrünungszweck erfüllen (keine Geländer, Zäune, Unterstände oder ähnliche).

Fassadensanierungen (wandgebunden)

  • vorbereitende Maßnahmen, wie verankern und befestigen der Unterkonstruktion/Module,
  • die Bodeneinbringung,
  • Rankhilfen, Pflanzmodule, Pflanzgefäße und
  • Pflanzen und Pflanzmaßnahmen.                                                                                   Hinweis: Wandgebundene Fassadenbegrünungen sind nur dann förderfähig, wenn deren Bewässerung vollständig oder anteilig durch Regenwasser aus Rückhaltesystemen (Zisternen, Regensammler, Retentionsdach) erfolgt.

Entsiegelung zum Zweck der Begrünung

  • vorbereitende Maßnahmen wie der genehmigungsfreie Abbruch von Mauern, Zäunen und Gebäuden,
  • das Entfernen von versiegelnden Bodenbelägen und Schottergärten,
  • die Bodenaufbereitung bzw. der Bodenaustausch, 
  • Bepflanzungen und gärtnerische Gestaltung von Flächen, Mauern und Zäunen einschließlich Rankhilfen,
  • das Schaffen oder Verbessern von Zugängen,
  • das Anlegen von Hochbeeten mit einem Mindestvolumen von 200 Litern und 0,5 Metern Höhe in Fällen, in denen eine bodengebundene Bepflanzung ausgeschlossen ist und
  • der Schutzanstrich der Kellerwand.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind

  • Eigentümerinnen/Eigentümer und Eigentümergemeinschaften,
  • sonstige Verfügungsberechtigte über ein Grundstück, wie Erbbauberechtigte, Mieterinnen und Mieter, Interessengruppen, wie Vereine oder Initiativen können Anträge stellen sofern eine Vollmacht der Grundstückseigentümerin bzw. des Grundstückseigentümers vorliegt,
  • Darüber hinaus werden Begrünungen an bzw. im Umfeld bestehender Gewerbegebäude kleinerer und mittlerer Betriebe (KMU = weniger als 250 Mitarbeitende und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro) gefördert.                                                     Die Stadt Köln behält sich vor, darüber hinaus einmalig Vorhaben von nicht kleiner und mittlerer Unternehmen zu fördern.

 

Wo wird gefördert?

Die Begrünungsmaßnahmen werden auf dem gesamten Stadtgebiet Kölns gefördert.

Rahmenbedingungen

  • Gefördert werden nur freiwillige Maßnahmen.
  • Vor Bewilligung des Zuschusses darf nicht mit den Begrünungsarbeiten begonnen werden. Als Beginn ist bereits der Abschluss eines Leistungs- oder Liefervertrages zu werten.
  • Die geförderten Maßnahmen müssen mindestens 10 Jahre ab Fertigstellung in gepflegtem Zustand gehalten werden.
  • Die geförderte Maßnahme darf nicht mietpreissteigernd auf Mieterinnen und Mieter umgelegt werden.
  • Bei Begrünungen von Flächen über 250 ist ein mindestens klein- bis mittelkroniger Laubbaum zu pflanzen.

Weitere Rahmenbedingungen sind der Richtlinie zu entnehmen.

Was wird nicht gefördert?

  • Dachabdichtungen,
  • Flächen mit Auflagen aus Bauleitplanungen,
  • aufwändige gärtnerische Anlagen, Skulpturen, Brunnen und ähnliches,
  • Pflanzkübel, Balkonbepflanzungen, Gartenerneuerungen,
  • Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen (ausgenommen ist die Fertigstellungspflege, wenn sie Bestandteil der Beauftragung ist),
  • keine Kombination mit anderen Förderprogrammen bzw. keine Doppelförderung.

Vorsprache

Eine Vorsprache ist nicht erforderlich. Sie können sich aber telefonisch oder per E-Mail an uns wenden.

Stadt Köln
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

Telefon: 0221 / 221-25384 oder -36164

E-Mail: gruenhoch3@stadt-koeln.de

wird_geladen

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

nein

Ihre Meinung ist uns wichtig:

Falls Ihnen der Artikel nicht weiter geholfen hat, erklären Sie bitte kurz, warum der Artikel nicht hilfreich für Sie war. Das würde uns helfen, unsere Qualitätsstandards zu verbessern. Bitte beachten Sie! Alle Eingabefelder sind Pflichtfelder (mit * gekennzeichnet) und müssen von Ihnen ausgefüllt werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Downloads und Infos