Das "Rechtsrheinische Köln" verändert sein Gesicht

Nicht nur rund um den Deutzer und Mülheimer Hafen entstehen neue urbane Räume. Ehemalige Industrie-Areale werden zu modernen Stadtquartieren. Ein Schub nach vorne für die gesamte Stadt.

Wie Perlen auf einer Schnur

Um- und Aufbruch im rechtsrheinischen Köln: Der Wandel auf der einst industriell geprägten Rheinseite wird in den kommenden Jahren weiter an Fahrt gewinnen und Veränderungen mit sich bringen, die für die gesamte Stadt einen gewaltigen Schub nach vorne bedeuten.

Ehemalige Fabrikgelände werden mit einer neuen Nutzung auch ein neues Gesicht bekommen. In zentralen Lagen entstehen zukunftsweisende Stadtquartiere, teils direkt am Rheinufer gelegen, durchzogen von attraktiven Grünanlagen.

Das Rechtsrheinische birgt gewaltiges Potenzial für Kölns Stadtentwicklung, für die Versorgung der Menschen mit Wohnraum und Arbeitsplätzen. Projekte, die sich wie Perlen auf einer Schnur aneinanderreihen, bieten Plattformen für innovativen Städtebau, qualitätsvolle Architektur und ambitionierte Freiraumgestaltung. Sie eröffnen Perspektiven auf zukunftsweisende Formen des Zusammenlebens und des Nebeneinanders von Wohnen und Arbeiten. Es entstehen kreative Nachbarschaften. Die Vergangenheit soll dabei vielerorts spürbar bleiben, sichtbar in mächtigen Industriehallen, in die neues Leben einkehrt. Die Weiterentwicklung der rechten Rheinseite ist Jobmotor und kann zur Lokomotive für einen Aufschwung in der gesamten Region werden.

Im Mülheimer Süden wird rund um den Hafen ein rund 70 Hektar großes Gelände, auf dem Kölner Unternehmen Industriegeschichte schrieben, zum urbanen Viertel umgeformt. Südlich angrenzend wird die Koelnmesse ihr Gelände erneuern. Im Rechtsrheinischen entsteht mit der MesseCity ein modernes Büroviertel, im Staatenhaus eine neue Musicalbühne. Das Deutzer Feld etabliert sich als gute Adresse für große Unternehmen und wichtige Institutionen. Gleichzeitig wird die Fachhochschule Köln schrittweise ihren heute isolierten Standort vollständig umstrukturieren, erweitern und sich zum angrenzenden Stadtteil öffnen. Das Wohnen ist ein Zukunftsthema, auch für den Deutzer Hafen, der als urbanes Quartier die Stärke seiner Lage ausspielen kann.

Als grüner Saum am Hafen beginnt im Süden Mülheims der neue Rheinboulevard. Er endet in Deutz mit einer mächtigen Freitreppe, die der Altstadt wie eine Zuschauertribüne gegenüberliegt und bereits zum Publikumsliebling geworden ist. Mit seinen ambitionierten Vorhaben überspringt Köln im Rechtsrheinischen gleich mehrere Stufen nach oben.

Mülheim-Süd

Das rund 70 Hektar große Areal rund um den Mülheimer Hafen ist aufgrund seiner zentralen Lage direkt am Rhein für die Kölner Stadtentwicklung von großer Bedeutung.

Das zum Großteil verwaiste Gelände soll zu einem gemischten, urbanen Viertel zum Wohnen und Arbeiten umgeformt werden. Mit der Wandlung von der Industriebrache zum neuen Stadtquartier ist auch der Bau neuer, in Teilen auch ungewöhnlicher Plätze und Parks wie der Grünzug Charlier verbunden. Sie ziehen sich wie grüne Bänder ordnend durch das Stadtquartier, bieten Freiraum und kurze Wege zum Rhein in einem neuen, dichten Stück Stadt.

 

Nördlich des Hafens entsteht auf dem 4,6 Hektar großen Areal des ehemaligen Mülheimer Güterbahnhofs außerdem ein neues Quartier, das mehreren tausend Arbeitsplätzen in Dienstleistung und Gewerbe sowie einem Hotel Raum bieten wird.

Rund um die Messe

Die Koelnmesse investiert bis 2030 über 600 Millionen Euro in die Entwicklung des modernsten innerstädtischen Messegeländes der Welt. Das Messeareal wird rundum modernisiert, das Umfeld deutlich attraktiver, Park- und Logistikräume sowie die Verkehrsinfrastruktur werden zukunftsgerecht gestaltet. Es entsteht die zusätzliche Halle 1plus sowie die neue Multifunktionshalle CONFEX für Kongresse, Ausstellungen und Events mit bis zu 4.000 Teilnehmern. Der heutige Eingang Ost wird durch ein neues zentrales Eingangsterminal für die Südhallen ersetzt.

Das denkmalgeschützte Staatenhaus wird zum festen Standort des Musicaltheaters, schnell erreichbar vom Deutzer ICE-Bahnhof. Vor dessen Eingang im Norden entsteht mit der "MesseCity" auf einem 5,4 Hektar großen Gelände ein neues Büroquartier. Auf der Südseite des Bahnhofs hat Deutz dank erfolgreicher Neugestaltung des Ottoplatzes ein elegantes Entrée gewonnen. Der Platz erhält nun auch einen neuen Rahmen: im Osten durch den Neubau für das Kölner Spielcasino und im Süden durch das neue Verwaltungsgebäude des Landschaftsverbandes Rheinland. Mit dem Rheinboulevard und der über 500 Meter breiten Freitreppe hat die rechte Rheinseite inzwischen auch eine attraktive Uferpromenade erhalten.

Deutzer Hafen

© Team Cobe

Gerade im innerstädtischen Bereich besteht heute und morgen ein großer Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Der Deutzer Hafen, der seine ursprüngliche Funktion weitgehend verloren hat, könnte schon in wenigen Jahren zum lebendigen Quartier mit mehreren tausend Arbeitsplätzen und dringend benötigten Wohnungen in Sichtweite des Doms werden. Mit der Umgestaltung des Hafengeländes nutzt die Stadt die Chance, direkt gegenüber dem Rheinauhafen am Wasser neue städtische Räume mit ganz eigenem Charakter zu entwickeln.

In schönster Lage soll ein Stadtviertel für alle Bürgerinnen und Bürger entstehen, das sich durch ein individuelles, klar konturiertes Profil auszeichnet. Aus einem städtebaulichen Wettbewerb mit fünf Teams aus international renommierten Büros ist ein überzeugendes Konzept für das neue Viertel hervorgegangen, das schrittweise umgesetzt werden soll.

Deutzer Feld und Campus Deutz

Mit dem Deutzer Feld wurde ein neues Stück Stadt entwickelt. Neben Handels- und Gewerbeflächen wie den Köln Arcaden sind auf dem früheren Industrieareal das Polizeipräsidium, das neue Domizil der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, das Museum Odysseum, der Bürgerpark und neue Wohnquartiere entstanden. Zuletzt kamen noch ein Feuerwehrtechnikzentrum, die Hauptverwaltung des Wohnungsbaukonzerns GAG sowie weitere Wohnungen hinzu.

Die Technische Hochschule Köln erneuert ihren Deutzer Campus: Den Mittelpunkt bildet ein grüner Platz, um den herum sich das "akademische Viertel" mit den Fakultätsbauten ausbreitet.

Nicht weit entfernt sollen die Industriehallen in Kalk nach Umgestaltung und Sanierung eine Kombination aus Start-up-Unternehmen, Wohnen und Kultur aufnehmen. Und auch der einstige Kaufhof in Kalk wird denkmalgerecht erneuert – neben Handelsflächen umfasst der Neubau hinter der historischen Fassade künftig auch Wohnraum. Nicht zuletzt hat der TÜV Rheinland jüngst rund 68 Millionen Euro in die grundlegende Modernisierung und Erweiterung seiner Konzernzentrale in Poll investiert.

Broschüre

Die Broschüre "Zukunft Rechtsrheinisch" können Sie hier herunterladen
PDF, 1517 kb