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Ingenieurwissenschaftliches Zentrum

Als planerische und maßgebliche Grundlage für den Teilneubau des IWZ sollten die Ergebnisse eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs dienen. Er sollte sowohl die Entwicklung funktionaler und gestalterischer Lösungen für die kurz-, mittel- und langfristige Neustrukturierung des Kernbereichs der Hochschule, als auch die Möglichkeiten zu seiner Vernetzung mit der Umgebung aufzuzeigen.

Der Wettbewerb wurde im Frühjahr 2012 ausgelobt und in zwei aufeinander folgenden Phasen durchgeführt. Das Preisgericht hat am 5. November 2012 entschieden und die Preise vergeben. In einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 6. November 2012 wurden die Wettbewerbsergebnisse von Vertretern des Preisgerichtes sowie von der Preisträgerinnen oder Preisträger vorgestellt. Eine Einschätzung zum Wettbewerbsergebnis gaben die Vertreter des BLB NRW, der Fachhochschule und der Stadt Köln.

Präsentation der Wettbewerbsergebnisse am 6. November 2012

Gegenstand und Ziele des Wettbewerbs

Der zweiphasige städtebauliche/freiraumplanerische Wettbewerb hatte im Kern die Klärung der städtebaulichen Konzeption des "Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums" am Standort Deutz zum Ziel. Das Resultat soll Grundlage für die Entwicklung eines zukunftsweisenden, attraktiven Hochschulstandorts sein.

Die teilnehmenden Teams sollten Lösungen für die kurz-, mittel- und langfristige Nutzung und Gestaltung des Campus Deutz sowie seiner Umgebung in einer städtebaulich verträglichen Dichte zu entwickeln. Zudem sollten sie darlegen, welche Möglichkeiten zur Vernetzung des Campus Deutz mit den umgebenden Stadtstrukturen bestehen und welche realisierbaren Eingriffe sinnvoll und möglich sind, um das Gelände attraktiver zu gestalten. 

In diesem Zusammenhang war aufzuzeigen, wie die schrittweise Umsetzung des dargelegten städtebaulichen Konzeptes erfolgen kann, welche Teile der heutigen Bebauung aus den sechziger und siebziger Jahren zu welchem Zeitpunkt rückzubauen sind und an anderer Stelle neu errichtet werden könnten. Der sanierte Altbau der Fakultät für Architektur und der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik und das Gebäude der Hochschulbibliothek sollen erhalten bleiben. Das Hochhaus und die Hallenbauten werden durch Neubauten ersetzt.

In der ersten Phase des Wettbewerbs fand die Erarbeitung grundsätzlicher Ideen und Lösungsansätze zur städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwicklung des Kernbereichs sowie seiner Umgebung (Mantelbereich) statt. In dieser Phase sollten die teilnehmenden Teams bereits ein schlüssiges Konzept zur schrittweisen Umsetzung der Planung darlegen, das die aufgezeigten Bindungen und Abhängigkeiten (beispielsweise Verfügbarkeit von Grundstücken) im engeren Wettbewerbsgebiet berücksichtigt.

In der zweiten Phase war die vertiefende städtebauliche Ausarbeitung und Weiterentwicklung der ausgewählten Konzepte der ersten Phase in den einzelnen Stufen der Campusentwicklung gefordert.

Das Verfahren des Wettbewerbs

Der Wettbewerb war als zweiphasiger Wettbewerb nach RAW für Arbeitsgemeinschaften aus Architektinnen und Architekten mit vorgeschalteten europaweiten, offenen Bewerbungsverfahren aus­gelobt.

Insgesamt sollten 50 interdisziplinär besetzte Teams zur Teilnahme zugelassen werden. Davon waren zehn Teams zur Teilnahme am Wettbewerb durch die Ausloberin oder den Auslober gesetzt, die weiteren maximal 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden über ein offenes Bewerbungsverfahren ermittelt.

Bewerben konnten sich Arbeitsgemeinschaften aus Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten (Stadtplanerinnen und Stadtplaner waren nur in Arbeitsgemeinschaft mit Architektinnen und Architekten beziehungsweise Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten zulassungsberechtigt), die die fachlichen Voraussetzungen erfüllen und die Bewerbungsunterlagen fristgerecht und vollständig einreichten. 

In der ersten Phase des Wettbewerbs war die Erarbeitung eines überzeugenden städtebaulichen Konzeptes für den definierten Kern- und Mantelbereich gefordert. Zum Abschluss der ersten Phase wurden vom Preisgericht maximal 15 Arbeiten zur Weiterbearbeitung in zweiter Phase ausgewählt. In der zweiten Phase war das zuvor aufgezeigte städtebauliche Konzept unter Berücksichtigung der Anmerkungen des Preisgerichts auszuarbeiten. Zum Abschluss der zweiten Phase wurden drei Preise und zwei Anerkennungen prämiert. Das Wettbewerbsverfahren ist in beiden Phasen anonym.

Der Start des europaweiten, offenen Bewerbungsverfahrens erfolgte Mitte März 2012. Die Resultate der ersten Phase zeigten sich im Juli 2012. Die zweite Wettbewerbsphase wurde im November 2012 abgeschlossen. Die Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge erfolgt ab dem 6. November 2012.

Das Wettbewerbsgebiet

Das etwa 40 Hektar große Wettbewerbsgebiet befindet sich im rechtsrheinischen Köln im Grenzbereich zwischen den beiden Bezirken Innenstadt und Kalk im Stadtteil Deutz. Es gliedert sich in Kern- und Mantelbereich. Der Kernbereich umfasst neben den heute von der Fachhochschule beanspruchten Flächen auch angrenzende städtische Grundstücke. Diese städtischen Grundstücke werden heute für eine Feuerwache, eine Betriebsstätte der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH und Co. KG sowie eine Sonderwohneinrichtung inklusive Kindertagesstätte genutzt.

Die heutigen Nutzungen auf den städtischen Grundstücken werden kurz- bis mittelfristig verlagert, so dass die Flächen für den Teilneubau des IWZ mit zur Verfügung stehen. Die Fläche weist eine Gesamtgröße von etwa 131.400 Quadratmetern (etwa 13,14 Hektar) auf.

Die Karte des Wettbewerbgebietes steht Ihnen zum Herunterladen zur Verfügung.

Wettbewerbsgebiet
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