Sanierungsgebiete

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Siedlung Höhenberg-Süd

In einer Stadt oder Gemeinde können bauliche, städtebauliche, soziale und viele weitere Mängel konzentriert und in erheblichem Umfang auftreten.

In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, befristet ein Sanierungsgebiet förmlich als Satzung festzulegen, um die Missstände zu beheben. 

Die dazu notwendigen Beschlüsse des Rates werden im Amtsblatt der Stadt Köln veröffentlicht.

Informationen zum Amtsblatt
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Sanierungsgebiet Bocklemünd/Mengenich

Dieses Sanierungsgebiet wird im Laufe des Jahres 2014 mit Aufhebung der Sanierungssatzung abgeschlossen sein.

Ende 2.000 wurde das Gebiet Bocklemünd/Mengenich als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt. Bis 2012 haben wir den Stadtteil mit Fördermitteln des Programms "Soziale Stadt" erfolgreich saniert.

Die durchgeführten Maßnahmen erbrachten für die ansässige Bevölkerung deutliche Verbesserungen in allen Wohn-und Lebensbereichen. Der Umbau des Nahversorgungszentrums Görlinger Zentrum bildete den Abschluss der Sanierungsmaßnahmen.

Diese Dokumentation gibt Ihnen einen Überblick über die Veränderungen in diesem Stadtteil. Sie erhalten Aufschluss darüber, wie sich das Quartier im Zeitraum von 2000 bis 2012 fortentwickelt hat.

Abschlussdokumentation
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Sanierungsgebiet Ehrenfeld-Ost

Der Stadtteil Ehrenfeld gehört mit seiner typischen Mischung aus Wohnen und Gewerbe zu den ältesten Vierteln in Köln.

Der Bereich Ehrenfeld-Ost zählte zum Sanierungsbeginn 1991 zu den Gebieten, die vorrangig als stark erneuerungsbedürftig eingestuft wurden.

Zwar nahm Ehrenfeld in der ersten Phase der Nachkriegsentwicklung am Wiederaufbau teil, jedoch unterblieben die notwendigen Altbaumodernisierungen und der Ausbau der sozialen Infrastruktur.

Die Situation Anfang der 90er Jahre war gekennzeichnet durch erneuerungsbedürftige Bausubstanz, minder genutzte Grundstücke, Baulücken und andere erhebliche städtebauliche Missstände.

Das Foto zeigt ein Gebäude in der Stammstraße vor der Modernisierung.

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Wesentliche Ziele der Sanierung Ehrenfeld-Ost waren das Instandsetzen und Modernisieren von Wohnraum und Gebäuden, das Schließen von Baulücken mit mietpreisgünstigem Wohnraum, das Fördern der Mischnutzung von Wohnen und nichtstörendem Gewerbe, das Gestalten und Begrünen von Plätzen sowie das Entsiegeln und Begrünen von Hofbereichen.

Die Sanierungsmaßnahmen haben zu einer deutlichen Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse geführt. Gesündere Lebens- und Arbeitsbedingungen wurden geschaffen sowie das Miteinander von Wohnen, Erholen, Arbeiten und Einkaufen verträglicher gestaltet. Verbesserungen konnten im öffentlichen und privaten Wohnumfeld, im sozialen Bereich sowie bei den Modernisierungen und Sanierungen der Gebäude und Wohnungen erreicht werden.

Die Sanierung wurde im Jahr 2009 abgeschlossen. Die Dokumentation gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick über die Planung und Durchführung der Sanierung.

Das Foto zeigt das Gebäude in der Stammstraße nach der Modernisierung.

Dokumentation Sanierung Ehrenfeld-Ost
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Sanierungsgebiet Eigelstein

Das Sanierungsgebiet Eigelstein bestand seit 1989 und ist mit Abschluss der Sanierung am 4. Juli 2012 aufgehoben worden. Mit den durchgeführten Maßnahmen ist eine deutliche Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsqualität erreicht worden.

Das Verfahren der erhaltenden Erneuerung ermöglichte im Verlauf der Sanierung die Behebung gravierender Substanz- und Ausstattungsmängel sowie die Verringerung von Nutzungsbeeinträchtigungen.

Das Foto zeigt die Eigelstein-Torburg.

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Eigelstein/Ecke Unter Krahnenbäumen

Es wurden Aufenthalts- und Spielflächen gebaut, ansässige Gewerbebetriebe gestärkt und Infrastruktureinrichtungen sowie soziale und sozial-kulturelle Einrichtungen für die Bewohnerschaft geschaffen. Um langfristig preiswerten Wohnraum zu erhalten und günstige Neubauwohnungen in Baulücken zu errichten, wurden Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bauherrinnen und Bauherren gezielt beraten. Unter anderem wurde die Kindertagesstätte an der Weidengasse neu gebaut, der Klingelpützpark umgestaltet und die Bebauung an der Straße Im Stavenhof zur Weidengasse hin realisiert.

Die vielen weiteren Aktivitäten verteilten sich auf die Handlungsfelder:

  • Modernisierung, Um- und Ausbau von Häusern und Wohnungen
  • Wohnungsneubau, als zentraler Bestandteil der Sanierung
  • Sozialplanung, Wohnungsvergabe und Wohnungsaufsicht
  • Verbesserung und Erweiterung sozialer Einrichtungen
  • Wohnumfeldverbesserung auf privaten Grundstücken
  • Begrünung und Gestaltung der öffentlichen Flächen
  • Verkehrsberuhigung

Eine der letzten großen Aufgaben der Sanierung Eigelstein war die Verbesserung des Wohnumfeldes. Dazu gehörte neben der Verkehrsberuhigung auch eine sinnvolle und ansprechende Gestaltung der Gehweg- und Platzbereiche.

Die Dokumentation gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick über die Planung und Durchführung der Sanierung.

Abschlussdokumentation
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Sanierungsgebiet Kalk

Bis zum Beginn der Sanierung im Jahre 1992 führte Kalk ein Schattendasein im Randbereich der Chemischen Fabrik.

Der Zustand der Wohnungen in den Altbauten war oft stark modernisierungsbedürftig. Vor allem fehlte es in den Wohnungen an sanitären Anlagen und modernen Heizungen.

Die Sanierung Kalk wurde mit der Zielsetzung angetreten, durch behutsame und erhaltende Maßnahmen vorhandene städtebauliche Missstände zu beseitigen. Dadurch sollten gesündere Wohn- und Arbeitsverhältnisse geschaffen und die Funktion als Wohn- und Geschäftsgebiet gestärkt werden.

Gleichzeitig bot sich die Chance, durch eine umfassende und integrierte Stadtentwicklung das Gebiet zu stabilisieren.

Das Foto zeigt ein Haus vor der Sanierung an der Kalker Hauptstraße/Ecke Rolshover Straße.

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Neben den Handlungsfeldern Wohnungsbau und Stadterneuerung konnten weitere Ressourcen mit einbezogen werden, zum Beispiel soziale und kulturelle Bereiche.

Baulücken waren ein unterschätztes Potenzial an gut erschlossenen Grundstücken. Daher war auch bei der Sanierung Kalk die Schließung von Baulücken und die Beseitigung von Mindernutzungen ein wesentliches Ziel. Durch eine Mobilisierung dieser innerstädtischen Wohnraumreserven konnte ein wichtiges Sanierungsziel, nämlich die Schaffung von Wohnraum, erreicht werden.

Die Sanierung wurde im Jahr 2009 abgeschlossen. Die Dokumentation gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick über die Planung und Durchführung der Sanierung.

Das Foto zeigt den Bereich Kalker Hauptstraße/Ecke Rolshover Straße nach der Sanierung.

Dokumentation Sanierung Kalk
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Ersatz- und Ergänzungsgebiet zum Sanierungsgebiet Kalk

Das Wohnumfeld im Stadtteil Kalk war bis zur Sanierung durch einen großen Mangel an Freiräumen gekennzeichnet. Kalk war mit Grün- und Spielflächen deutlich unterversorgt. Um diese städtebaulichen Missstände und funktionalen Schwächen zu beseitigen, sollte ein großzügiger Außenbereich geschaffen werden. Da dieses Ziel im dicht bebauten Sanierungsgebiet nicht verwirklicht werden konnte, wurde im Mai 2003 ein Teil des benachbarten Geländes der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk (CFK) als sogenanntes Ersatz- und Ergänzungsgebiet ausgewiesen.

In diesem Gebiet entstand der Bürgerpark Kalk.

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Parkplan

Bürgerpark Kalk - die grüne Oase im Stadtteil

Der Bürgerpark Köln-Kalk bildet die zentrale Mitte im Neuordnungsbereich des Geländes der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk (CFK).

Er gehört mit seiner Größe von rund 2,8 Hektar zu den größten zusammenhängenden Grünanlagen im Stadtteil Kalk, der bis zur Fertigstellung mit Grünflächen deutlich unterversorgt war. Der Bürgerpark wurde im September 2007 eingeweiht.

Grundidee der Planung war, einen offenen und vielseitig gestalteten Bürgerpark für alle Altersgruppen zu schaffen, der für Freizeit und Erholung genutzt werden kann.

Übersichtsplan des Parks in einer größeren Ansicht
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Deutlich ablesbar ist der nahezu quadratische Grundriss des Parks. Er ist als innerstädtischer Raum erlebbar, da er an jeder Seite mit Raumkanten oder Fassaden eingefasst ist: Das zweigeschossige Parkhaus des Einkaufszentrums Köln-Arcaden bildet den südlichen Abschluss. Westlich davon befindet sich das neue Polizeipräsidium. Der nördliche und östliche Rand des Bürgerparks wird durch Stadtvillen gebildet. Im Südosten grenzt eine bestehende zwei- bis dreigeschossige Wohnbebauung an den Park an.

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Promenade

Wegesystem des Parks

Das Rückgrat der Parkanlage bildet die Promenade, die als Diagonale angeordnet ist. Ein Baumfächer aus Japanischen Zierkirschen schafft den räumlichen Abschluss des Parks zum Kreisverkehr der Gummersbacher Straße. Dieses Baumdach nimmt die Fluchten des Parkhauses des Einkaufszentrums auf und schirmt den Park vor den Einwirkungen des Straßenverkehrs ab. Bänke entlang der Promenade sowie unter den Zierkirschen laden zum Verweilen ein. Das Wegesystem des Parks nimmt konsequent die Anbindungen aus dem städtischen Umfeld auf und führt sie in den Park hinein. Dies gilt für die Vorster Straße, die Peter-Stühlen-Straße, die Vietorstraße ebenso wie für die Wegeanschlüsse zur geplanten Wohnbebauung. Ein kreisförmiger Bogenweg verbindet die diagonalen Verbindungen der Wege untereinander und schafft so einen attraktiven Rundweg.

Spiel- und Kletterlandschaft, Spiel- und Liegewiesen

Eine Besonderheit des Parks ist die großzügige Spiel- und Kletterlandschaft. Die drei Klettertürme haben eine Höhe von 8 bis 10 Metern, die dreieckförmige Grundform der Spiellandschaft eine Schenkellänge von 30 bis 35 Meter. Sie bildet den Anziehungspunkt für Kinder unterschiedlichen Alters. Röhrenrutsche, Pendelsitze, Netzlandschaften und Hangelseile sind vor allem für größere Kinder und Jugendliche interessant. Ein großer Sandspielbereich mit Findlingen, Spielhütte, kleiner Rutsche und Schaufelbagger zieht die kleineren Kinder in seinen Bann. Die zu den Wohngebäuden hin orientierten großen Spiel- und Liegewiesen bieten viele Nutzungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen.

© Hoff • Reinders Landschaftsarchitekten bdla
Rollhockeyplatz

Streetball, Rollhockey, Streetsoccer, Rasenwellen und Bodenskulpturen

In angemessenem Abstand zur Wohnbebauung beginnt der große Sportbereich des Bürgerparks. Ein Rasenbolzplatz mit Fußballtoren steht den Künstlerinnen und Künstlern am Ball zur Verfügung. Die vorhandenen Streetball-, Rollhockey- und Streetsoccerflächen sind asphaltiert und zum Teil mit Bande versehen. Durch die großen Rasenflächen, die die Sportanlagen umgeben, entsteht hier eine Offenheit, wie auch im gesamten Bereich des Parks, die ein hohes Maß an sozialer Kontrolle zulässt.

Im ruhigeren nordöstlichen Teil des Parks vermitteln Rasenwellen zwischen dem höher gelegenen Eingangsplatz und den tiefer liegenden Rasenflächen und Wegen. Die Rasenwellen wirken nicht nur skulptural, sondern können auch zum Liegen und Sonnenbaden genutzt werden. Seitlich der Rasenwellen führen behindertengerechte Rampen in den Park, so dass er auch für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer zugänglich ist.

Weitere Informationen

Planung, Ausführung und Bildnachweis:
Planungsgruppe Hoff + Reinders - Landschaftsarchitekten bdla

Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik gerne unter den Telefonnummern 0221 / 221-27020 und -27050 zur Verfügung.

Sanierungsgebiet Porz-Finkenberg

Dieses Sanierungsgebiet wird im Laufe des Jahres 2014 mit Aufhebung der Sanierungssatzung abgeschlossen sein.

In den 1970er Jahren ist Finkenberg als innovatives "Demonstrativbauvorhaben" geplant worden: Es entstand eine Bebauung aus Hochhäusern, Wohnblöcken mit Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Die Mischung unterschiedlicher Bevölkerungsschichten sollte zu einer ausgewogenen Sozialstruktur beitragen.

Die Siedlung entwickelte sich jedoch anders als angenommen und in den 1990er Jahren zeichnete sich ein Sanierungsbedarf auf verschiedenen Handlungsfeldern ab. Im Jahr 2000 begegnete der Rat der Stadt Köln dieser negativen Entwicklung und beschloss die Satzung zur Sanierung Finkenbergs. Seither wurden rund 1,2 Millionen Euro investiert. Mit Fördermitteln des Programms "Soziale Stadt" wurden positive Veränderungen herbeigeführt, die mit der Einweihung des umgestalteten Nahversorgungszentrums am 15. April 2013 ihren Abschluss fanden.

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Für die Bevölkerung in Finkenberg ist der Umbau des Geschäftszentrums die zentrale Maßnahme der gesamten Sanierung. Ein neuer Discounter, der mit einem Gehweg an die Platzfläche angebunden ist, stärkt jetzt die Versorgung in dem Stadtteil. Ein taktiles Leitsystem (im Boden eingelassene Rillen oder Noppen, die Blinde und Sehbehinderte mit einem Stock abtasten können) und der Kontrast von hellen und dunklen Betonsteinen auf dem Platz erleichtern die Orientierung für Sehbehinderte. Aber auch die Geschäftszentren in Porz und Köln sind durch die Anbindung an die S-Bahn Haltestelle Steinstraße besser erreichbar. Finkenberg hat insgesamt eine positive Entwicklung durchlaufen und mit seiner Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, seinem neu umgebauten Nahversorgungszentrum und den Angeboten für Kinder und Jugendliche an Attraktivität gewonnen. Die Dokumentation gibt Ihnen einen abschließenden Überblick über die Entwicklung in diesem Stadtteil.

Abschlussdokumentation
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Sanierungsgebiet Vingst/Höhenberg

Das Siedlungsgebiet Vingst/Höhenberg wurde zwischen 1993 und 2008 saniert. Gründe für die Festlegung des Sanierungsgebietes waren vor allem die baulichen und städtebaulichen Mängel sowie ungünstige Wohn- und Lebensverhältnisse.

Der Siedlungsbereich sollte als innenstadtnahes Wohnquartier mit niedrigem Mietpreisniveau bestehen bleiben. Das Erhalten von einfachem, aber ausreichend ausgestattetem Wohnraum sollte verhindern, dass die Bewohnerinnen und Bewohner aus diesem Bereich verdrängt werden. So sollte auch im freifinanzierten Wohnungsbestand gezielt Einfluss auf die Intensität der Modernisierungstätigkeiten genommen werden. Ein war weiterhin Ziel, das öffentliche sowie private Wohnumfeld  zu verbessern, soziale Einrichtungen zu modernisieren und zu erweitern sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchzuführen.

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Siedlung Höhenberg-Süd nach der Sanierung

Die Sanierung sollte keine totale Veränderung des Gebietes bewirken. Im Vordergrund standen vielmehr das Erhalten vorhandener Strukturen, das Schaffen gesünderer Wohnverhältnisse und das Stärken der Wohnfunktion.

Aufgrund der vielfältigen Probleme wurde ein Team aus Planerinnen und Planern aus den Bereichen der Stadtplanung, der Straßenbau- und Grünplanung sowie dem Sozialbereich, der Architektur und Verwaltung zusammengestellt, um in angemessener Zeit entsprechende Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sollte eine möglichst hohe Zustimmung der Bewohnerinnen und Bewohner erzielt werden.

Die Dokumentation gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick über die Planung und Durchführung der Sanierung.

Dokumentation Sanierung Vingst/Höhenberg
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Sanierung der S-Bahnstation Chorweiler-Nord

Neue Dächer über den Zugängen

Die alten Dächer über den Auf- und Abgängen der S-Bahnstation Chorweiler-Nord waren nach rund 40 Jahren erneuerungsbedürftig. Schmutz, Abnutzung, Witterung und der Dreck vieler Tauben ließen die Dächer hässlich aussehen. Zudem erschienen die Dächer im Verhältnis zu groß, weil sie fast den gesamten Bereich zwischen den Häusern überdeckten. Die weitgehend geschlossenen Dachflächen unterbrachen und störten die räumliche Wirkung der gestreckten Promenadenfläche und schufen eine unfreundliche und desolate Atmosphäre. Diese Konstruktionen wurden abgebaut und durch deutlich kleinere Glasdächer ersetzt.

Städtebaulicher Ansatz

Die neuen Glasdächer setzen Akzente innerhalb der rund 500 Meter langen Weserpromenade und betonen die zentralen Zu- und Ausgänge des unterirdischen S-Bahnhofs mit den angrenzenden Ladezonen. Die transparente, quadratische Glasdachfläche ist an vier Pylonen abgehängt. Sie ist zur Randbebauung leicht verdreht angeordnet, so dass die Platzwirkung räumlich nicht gestört wird.

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Konstruktion der Glasdächer

Die geneigte Konstruktion aus Stahl und Glas hat eine Grundfläche von 28 mal 28 Metern und basiert auf einem geteilten zwei mal zwei Meter-Raster.

Die Verbundglasscheiben, die zu Wartungszwecken betretbar sind, sind jeweils zwei mal einen Meter groß und werden an den Ecken punktweise gehalten.

Die Glasfugen sind mit Silikon abgedichtet und gewährleisten einen ungehinderten Wasserabfluss.

Die Dachentwässerung erfolgt über den unteren Dachbereich und wird über Bodeneinläufe abgeführt. Die Dachkonstruktion wird von vier gelenkig gelagerten Pylonen getragen und zudem durch Seilabspannungen entlastet.

Niedrigere Brüstungen und neue Beleuchtung

Die im Bereich des Treppenaufgänge vorhandenen trapezförmigen Wandscheiben wurden bis auf Brüstungshöhe abgetragen, gemeinsam mit den übrigen bestehenden Betonbrüstungen neu gestrichen und mit Anti-Graffiti-Schutz versehen.

Die Auf- und Abgänge wurden mit Leuchten versehen, die an Masten angebracht sind und in die Abgänge hineinragen. Die Platzfläche unterhalb des Glasdaches wird durch Strahler beleuchtet, die an den vier Stützen befestigt sind. Zur nächtlichen Akzentuierung wird das Glasdach punktweise angestrahlt.

Durchführung und Fertigstellung

Mit dem Gesamtkonzept wurde eine wartungsarme Lösung erreicht, die vor allem das Problem des Vandalismus und die Taubenplage mindert sowie die Sicherheit in diesem Bereich durch soziale Kontrolle über die angrenzenden Wohnungen (Einsehbarkeit) nachhaltig verbessert.

Die neuen Dächer wurden im Frühjahr 2010 fertig gestellt.

Weitere Informationen

Planung und Ausführung:
BFM-Architekten, Büro-Flohre-Mocanu, Köln

Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik gerne unter stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de zur Verfügung.