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Köln wird in den kommenden Jahren stark wachsen. Die Digitalisierung sämtlicher Lebens- und Wirtschaftsbereiche wird weiter voranschreiten und das Konsumverhalten der Menschen genauso verändern wie die Produktions- und Distributionssysteme der Wirtschaft. Für den Wirtschafts- und Logistikstandort ist es von ebenso großer Bedeutung, wie für die Bevölkerung, dass der Güterverkehr in Zukunft so reibungsarm wie möglich unter Nutzung der jeweiligen Vorteile der einzelnen Verkehrsträger abgewickelt wird.

Im Februar 2010 hat der Rat der Stadt Köln die Verwaltung daher beauftragt, ein Logistikkonzept für Köln zu erstellen. Das Konzept soll alle Verkehrsträger berücksichtigen und bei Inanspruchnahme des Verkehrsträgers Straße die damit einhergehenden Umwelt- und Verkehrsbelastungen auf ein Minimum reduzieren. Gleichzeitig sollte die Betrachtung über die Stadtgrenzen hinausgehen und die Region mit einschließen.

Die Bearbeitung des Konzepts erfolgte durch eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Firmen TCI Röhling, PTV Transport Consult und AVISTRA, deren Beauftragung 2012 durch das federführende Amt für Stadtentwicklung und Statistik erfolgte. Zur Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft wurde eine interne AG gebildet, die als Projektgruppe den gesamten Erarbeitungsprozess begleitet und in dieser Zeit mehrfach getagt hat. Neben der Verwaltung gehörten der internen AG die Industrie und Handelskammer zu Köln (IHK), die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) sowie die Flughafen Köln/Bonn GmbH an.

Parallel tagt seit 2012 regelmäßig das Logistikforum Köln. Das Logistikforum ist Plattform verschiedener Akteurinnen und Akteure, unter anderem aus der Logistikwirtschaft, Verbänden, Politik, Hochschulen und Verwaltung. Es dient als Vorbereitungsgremium in aktuellen Fragen zum Logistikstandort Köln. Neben diesem langfristigen Ziel ist es eine wichtige Aufgabe des Logistikforums, die Entwicklung und weitere Umsetzung des Stadtentwicklungskonzept Logistik zu begleiten. Entsprechend wurden mit den Mitgliedern des Logistikforums sämtliche Arbeitsschritte und Ergebnisse regelmäßig und intensiv diskutiert.

Die Arbeitsgemeinschaft hat zunächst in einem analytisch-prognostischen Teil die Struktur und die Bedeutung des Logistikstandorts erfasst, und zwar anhand einer ausführlichen quantitativen Datenanalyse, der Durchführung und Auswertung von Fachinterviews sowie im Dialog mit der internen AG und dem Logistikforum. Anschließend wurden die Güterstruktur, die Güterströme und deren Aufkommen analysiert sowie deren Entwicklung bis 2030 prognostiziert. Darauf aufbauend wurden eine Infrastrukturanalyse und eine Infrastrukturbewertung durchgeführt. Auch der Bestand und künftige Bedarf an Logistikflächen wurde betrachtet.

Teil 1: Analyse, Trends, Handlungsempfehlungen

Ende 2015 hat die Arbeitsgemeinschaft einen umfassenden Schlussbericht vorgelegt. Der erste Teil des Stadtentwicklungskonzepts besteht aus einer Kurzfassung des Berichts und wurde vom Rat der Stadt Köln am 2. Februar 2016 beschlossen.

Stadtentwicklungskonzept Logistik – Teil 1: Analyse, Trends, Handlungsempfehlungen

Weiteres Vorgehen

Um die Leitlinien und Handlungsempfehlungen aus dem ersten Teil sowie die im Rahmen des Beschlusses des Rates gemachten weiteren Vorgaben umzusetzen, erstellen wir nun ein Handlungsprogramm mit konkreten Maßnahmen. Nach Beschluss des Handlungsprogramms durch den Rat, bildet dieses den abschließenden zweiten Teil des Stadtentwicklungskonzepts Logistik. Die Erarbeitung des Handlungsprogramms folgt dem partizipativen Ansatz, der schon bei der Erstellung des ersten Teils verfolgt wurde. Neben den logistikrelevanten und den regionalen Akteurinnen und Akteure sollen auch die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden.