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Im September 2009 beschloss der Rat die Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzepts für die Domumgebung im Rahmen eines moderierten Beteiligungsverfahrens. Eine konsensfähige Gesamtplanung sollte die Grundlage für eine erfolgreiche erneute Bewerbung um Mittel aus dem Förderprogramm für UNESCO-Welterbestätten des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung bilden.

Die Bauabschnitte

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Bauabschnitte 1 bis 4

Zur Umsetzung der Ziele aus dem städtebaulichen Gesamtkonzept Domumgebung wurden vier Bauabschnitte rund um den Dom gebildet, die nach und nach realisiert werden:

Bauabschnitt 1

Den ersten Bauabschnitt konnten wir bereits realisieren:
Östliche Domumgebung - Bereich zwischen Kurt-Hackenbergplatz und Hauptbahnhof mit den Problembereichen Tunnel "Am Domhof" und Dionysoshof/Baptisterium

Bauabschnitt 2

Der zweite Bauabschnitt ist aktuell in der Planungsphase:
Nördliche Domumgebung – Bereich entlang der Trankgasse

Bauabschnitt 3

Den dritten Bauabschnitt konnten wir ebenfalls bereits realisieren:
Bereich der Alten Römerstraße zwischen Kurt-Hackenberg-Platz und Roncalliplatz

Bauabschnitt 4

Der vierte Bauabschnitt wurde bis auf Weiteres zurückgestellt:
Übergangsbereich von Roncalliplatz zu "Am Hof"

Übersichtsplan der Bauabschnitte
PDF, 120 kb

Bauabschnitte 1 und 3 - Dionysoshof/Baptisterium/Römerstraße

Die beiden Bauabschnitte  wurden im Wesentlichen in den Jahren 2013 bis 2016 nach den Plänen des Architekturbüros Allmann Sattler Wappner, München (ASW) umgesetzt. Als Bestandteil des Bauabschnitts 1 konnte das Medienband im Tunnel erst in 2018/2019 fertiggestellt werden.

Der Bauabschnitt 1 war mit seinen tiefgreifenden baulichen Eingriffen in den Bestand sehr umfangreich.

Fotografische Dokumentation der Abrissarbeiten

Das Ergebnis zeigt aber auch deutlich, wie sehr sich dieser umfangreiche Eingriff sowohl aus städtebaulicher als auch aus funktionaler Sicht gelohnt hat. Wer sich an den Zustand dieses zentralen Innenstadtbereichs vor dem Umbau erinnert, kann die deutliche städtebauliche Aufwertung gut nachvollziehen und wird sie entsprechend wertschätzen.

Bereits mit dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes und dem Neubau der großen Domtreppe erfolgte eine grundlegende Aufwertung des Bereiches. Mit der Neugestaltung der östlichen Domumgebung wurde ein weiterer Baustein hinzugefügt.

Dieser Bereich zwischen Domchor, Domherrenfriedhof, Museum Ludwig, Römisch-Germanischen Museum und Hauptbahnhof wurde grundlegend erneuert. Das Areal mit seinen zwei Ebenen Domplatte und Straßenbereich wurde so umgebaut, dass es künftig allen Ansprüchen an eine moderne Stadtgestaltung gerecht wird. Die baulichen Veränderungen, verbunden mit einer hellen und freundlichen Gestaltung der Neubaubereiche, schaffen klare und übersichtliche Strukturen.

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Der neue Standort des "Dionysos-Brunnens" vor dem "Baptisterium" auf der Straßenebene

Mit dem Abriss von Teilen der Betonarchitektur sind große Öffnungen für viel Licht und Luft im Domumfeld entstanden. Sie bieten eine würdige Präsentation bisher weitgehend verborgen gebliebener Schätze, wie das frühmittelalterliche Taufbecken, das Baptisterium oder der Dionysos-Brunnen.

Mit dem umlaufenden Abschluss einer Natursteinfassade erhält der Dom hier wieder einen einheitlichen Sockel, der bereits mit der Realisierung des Bauabschnittes 3 auch einen südlichen Abschluss bekommen hat. Seine Fortführung auf der Nordseite ist die grundlegende Planungsidee für den Bauabschnitt 2.

Bemerkenswert ist auch die Aufwertung, die der Tunnel "Am Domhof" erfahren hat. Breite Gehwegflächen, helle Oberflächen, museal genutzte Schaufensterflächen, ein "Medienband" und eine gute Ausleuchtung haben hier dazu geführt, dass aus einem einstigen "Angstraum" eine wichtige und gut genutzte Fußgängerachse in die Kölner Altstadt geworden ist. Und dies ist auch ein Beweis dafür, dass sich die aus dem Brandschutz und der Tunnelsicherheit begründeten technischen und funktionalen Ansprüche durchaus auch mit hohen stadtgestalterischen Ansprüchen verbinden lassen.

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Der Tunnel "Am Domhof" aus Richtung Kurt-Hackenberg-Platz
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Helle Ausgestaltung des Tunnels, Medienband
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Schaufensterfläche der Dombauhütte im Tunnel
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Blick aus südlicher Richtung auf den "Kurt-Hackenberg-Platz"

An dieser Stelle erwähnenswert ist auch der umgestaltete Kurt-Hackenberg-Platz, der sich räumlich wie selbstverständlich an den umgestalteten Tunnel anschließt und den Eindruck eines umfassenden Neubeginns dieses Stadtraums verstärkt. Dieser Platz wurde nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Vogt (Zürich) in 2018 als ein Baustein der Via Culturalis umgestaltet.

Bauabschnitt 2 - nördliche Domumgebung/Trankgasse

Ein weiterer Baustein zur Verbesserung des direkten Domumfeldes sind die geplanten Baumaßnahmen auf der Dom-Nordseite entlang der Trankgasse. Auch hier soll das Prinzip eines umlaufenden einheitlichen Domsockels aus den Bauabschnitten 1 und 3 weitergeführt werden. Der heute durch Vor- und Rücksprünge und veschiedenen Stufenanlagen geprägte Sockelbereich wird durch eine gradlinige neue Sockelmauer ersetzt. Dabei werden die bekannten Gestaltungselemente (Nagelfluh-Natursteinplatten-Verkleidung, Granitbeläge, Brüstungselemente mit Leuchtensteinen) aus dem Bauabschnitt 1 wieder eingesetzt.

Die Tiefgaragenausfahrt und auch der Eingangsbereich zur Tiefgarage werden umgestaltet und neu geordnet. In diesem Zusammenhang bekommt auch die Zugangstreppe zur Stadtbahnhaltestelle eine neue Einfassung/Brüstung.

Für die Planung dieser Baumaßnahmen zeichnet sich, wie bereits für die Bauabschnitte 1 und 3, das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner, München (ASW) verantwortlich. Die Ideen für die Umgestaltung entstanden bereits im Rahmen des Gesamtkonzepts für die Umgestaltung der Domumgebung.

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Visualisierung der geplanten Umbaumaßnahmen auf der Dom-Nordseite

Der Baubeschluss für diese Maßnahme wurde im Frühjahr 2020 durch den Rat gefasst. Die voraussichtlichen Planungs- und Projektkosten werden sich auf circa 6,5 Millionen Euro belaufen.

Der aktuelle Zeitplan geht davon aus, dass ab Mitte 2022 gebaut werden kann. Eine Fertigstellung ist nicht vor Mitte 2024 zu erwarten. Die Erfahrungen mit den Bauabschnitten 1 und 3 haben gezeigt, dass das Bauen in dem engen und von vielen Nutzungsansprüchen geprägten zentralen Bereich um den Dom herum sehr zeitintensiv ist. Es ist sinnvoll, diese Verhältnisse bereits bei der Planung zu berücksichtigen.

Bauabschnitt 4 – Der Übergang zwischen Roncalliplatz und der Altstadt

Auch für die südliche Domseite sieht das Gesamtkonzept Domumgebung Veränderungen vor. Hier ist der Vorschlag des Architekturbüros Allmann Sattler Wappner, München (ASW), den Übergangsbereich mit einer breiten Stufenanlage offener zu gestalten.

Aufgrund der geplanten baulichen Entwicklungen in diesem Bereich durch die neue "Historische Mitte" ist dieser Bauabschnitt aber zunächst zurückgestellt worden und wird aktuell nicht weiterverfolgt.

Weitere Informationen

Informationen zum Gesamtkonzept Domumgebung
Informationen zur Via Culturalis
Intervention an der Trankgasse
Intervention Am Hof
Historische Mitte Köln