Ein neues Gesicht für den Roncalliplatz

Der Rat hat am 3. Mai 2018 mit seinem Votum für die weitere Planung den Weg für die "Historische Mitte" frei gemacht. Das Neubau-Projekt in Partnerschaft mit der Hohen Domkirche beinhaltet den Neubau des Kölnischen Stadtmuseums sowie eines Studiengebäudes für das Römisch-Germanische Museum und von kirchlicher Seite den Neubau eines Kurienhauses. Der neue Gebäudekomplex auf der Südseite des Kölner Doms soll 16.000 Quadratmeter Nettogrundfläche umfassen.

Die geplante Bündelung der drei Institutionen am südlichen Ende des Roncalliplatzes soll die zweitausendjährige Geschichte der Stadt Köln sowie des Kölner Doms an historischer Stelle dokumentieren. Der räumliche Zusammenschluss bietet die einmalige Chance, die Einzigartigkeit des Ortes und die besonderen Bezüge zwischen den historischen Museen unserer Stadt und den Schätzen der Kirche hervorzuheben. Damit können wir dem Roncalliplatz ein völlig neues Gesicht und den Bürgerinnen und Bürgern mehr Aufenthaltsqualität geben. Die römische Hafenstraße wird integriert und damit aus ihrem Schattendasein geholt. Zudem ist eine Verbindung zum römischen Hafentor am Kurt-Hackenberg-Platz geplant.

  • ©Staab Architekten GmbH
    Eingang Kurt Hackenberg Platz
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    Roncalliplatz
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    Blick von der Straße Am Hof
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    Entrée Kölner Stadtmuseum
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    Ausstellung mit Stadtmodell
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    Foyer Kölner Stadtmuseum und Römisch Germanisches Museum
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    Impression Ausstellung Kölner Stadtmuseum

Basis ist der Wettbewerbsentwurf des Büros Staab Architekten, der 2016 den ersten Preis im architektonischen Realisierungswettbewerb "Historische Mitte Köln" erhalten hatte.

Der Siegerentwurf wurde seitdem von uns gemeinsam mit allen Projektbeteiligten umfangreich überarbeitet, vertieft und weiterentwickelt, basierend auf den Empfehlungen der Jury und Forderungen aus dem politischen Raum. 

Der Rat hat 5,4 Millionen Euro dafür bereit gestellt, die Planungen bis zur Entwurfsplanung und Kostenberechnung fortzusetzen. Das Neubau-Projekt werden wir in einer gemeinsamen Bauherrengemeinschaft mit der Hohen Domkirche zu Köln realisieren, die es noch zu gründen gilt. Wir streben eine Bauherrengemeinschaft in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts an. Zudem wollen wir eine vorberatende Lenkungskommission "Neubau Historische Mitte" installieren.

Der Vorschlag beinhaltet den Neubau des Kölnischen Stadtmuseums am Dom, des Kurienhauses sowie eines Studiengebäudes für das Römisch-Germanische Museum. Wir nehmen derzeit an, dass unser städtischer Anteil an den Gesamtkosten insgesamt 115 Millionen Euro betragen wird. Eine vergleichende Nutzwertanalyse von Neubau- und Sanierungsvariante hinsichtlich Kosten, Zeit und Qualität hat ergeben, dass der Neubau weniger kostet als eine Sanierung. Eine Sanierung würde mit 119,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ein Neubau könne zudem schneller und nach neuesten technischen Anforderungen umgesetzt werden.

Der Baubeschluss nach der Planungsphase steht aber noch aus. Über ihn kann die Politik im Frühjahr 2020 beraten - zwei Jahre früher als es bei einer Sanierungsvariante der Fall gewesen wäre. Das liegt daran, dass für den Erweiterungsbau des Stadtmuseums im Bestand zunächst ein neuer architektonischer Realisierungswettbewerb hätte durchgeführt werden müssen. Die nun beschlossene Neubau-Variante können wir also baulich deutlich schneller umsetzen. 

Weiterführende Links

Informationen zum weiterentwickelten Siegerentwurf Realisierungswettbewerb Historische Mitte Köln Städtebaulicher Wettbewerb Historische Mitte Köln Perspektive "Historische Mitte" - Stadtgeschichte erlebbar machen

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