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Luftbild mit Wettbewerbsgebiet

Gegenstand des ausgelobten Wettbewerbsverfahrens war die Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule am Georgsplatz sowie eine Neukonzeption für das städtebauliche Umfeld im Georgsviertel.

Im Vorlauf zum Wettbewerb wurde über neun Monate das Bürgerbeteiligungsverfahren "Georgsviertel - Perspektiven für das ehemalige Archivgelände" durchgeführt. Die Ergebnisse sind nach Auswertung und Beschluss in die Auslobung des Wettbewerbs eingeflossen. Am 30. und 31. Oktober 2012 hat die Jury die Preise und Anerkennungen vergeben.

Preise und Anerkennungen

Es wurden vier Preise (kein 2. Preis) und zwei Anerkennungen prämiert:

  • 1. Preis: ZILA - Clemens Zirkelbach, Architekt, und Peter Ille, Architekt, Leipzig in Bietergemeinschaft mit LTHX - Ulrich Trappe, Architekt, Dresden
  • 3. Preis: trint + kreuder d.n.a. Architekten, Köln
  • 3. Preis: Reimar Herbst Architekten BDA, Berlin
  • 4. Preis: Sichau & Walter Architekten GmbH aus Fulda

Anerkennungen (ohne Reihenfolge):

  • Harter + Kanzler Freie Architekten BDA, Berlin
  • Schaltraum Architektur, Hamburg

Hochbauplanung

Im Rahmen der Erweiterung des Schulgebäudes der Kaiserin-Augusta-Schule war ein Raumprogramm mit einer Fläche von 6.076 Quadratmeter zu realisieren. Neben der Errichtung von Unterrichtsräumen und einer neuen Aula war eine Dreifach-Sporthalle auf dem Grundstück vorzusehen. Eine besondere Herausforderung stellten die aufgrund der innerstädtischen Lage geringen zur Verfügung stehenden Flächen dar. Ein ressourcenschonender Umgang mit dem Grundstück war daher wesentlicher Bestandteil der Aufgabe. Ebenso war eine nachhaltige Planung des Gebäudes unter Berücksichtigung des Passivhausstandards gefordert. Durch die Verknüpfung von Neubau und Bestandsgebäude sollte ein qualitätvolles, ansprechendes Gebäudeensemble mit einer zeitgemäßen Formensprache entstehen, das sich in die Umgebung einfügt. Den Anforderungen an Architektur und Funktion war dabei gleichermaßen Rechnung zu tragen.

Städtebauliche Konzeption

Im Rahmen der städtebaulichen Konzeption sollten funktionale und räumliche Vorschläge für die städtebauliche Neuordnung des gesamten Wettbewerbsgebietes entwickelt werden. Dabei wurden unter anderem Aussagen zur Neubebauung an der Severinstraße sowie zur Gestaltung des öffentlichen Raums der Severinstraße, des Waidmarktes und des Georgsplatzes erwartet. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der Einbindung einer räumlich erfahrbaren Konzeption zum Gedenken an den Einsturz des ehemaligen Historischen Archivs der Stadt Köln (eine Verortung des Gedenkens). Hierbei sollte eine für den Ort authentische Situation des Gedenkens geschaffen werden, die ein ausgewogenes Verhältnis und harmonisches Miteinander von Gedenken, Alltag im "Veedel" und dem Schulbetrieb herstellt.

Gesucht wurde insgesamt ein Lösungsansatz, der die unterschiedlichen Nutzungen und Anforderungen in einem schlüssigen Gesamtkonzept vereint.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung konnten die Wettbewerbsarbeiten vom 9. Januar bis 23. Januar 2013 im Rathaus Spanischer Bau besichtigt werden.