"Fair Trade Night" und Gemeinschaftsgrundschule Irisweg belegen zweiten Platz

Fairtrade Deutschland hat am gestrigen Donnerstag, 9. Juni 2022, die herausragendsten Akteur*innen des fairen Handels in Berlin ausgezeichnet, darunter auch zwei Kölner Projekte. Den jeweils zweiten Platz belegten die Kölner "Fair Trade Night" in der Kategorie Zivilgesellschaft und die Gemeinschaftsgrundschule Irisweg in der Kategorie Nachwuchs.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Fairtrade Deutschland ist seit 30 Jahren in Köln verwurzelt und hat für Köln eine ganz besondere Bedeutung. Auf das vielfältige Engagement für den fairen Handel in Köln bin ich stolz. Es ist so lebendig und bunt wie die Stadt selbst und fördert Gerechtigkeit weltweit  

Die Fairtrade-Awards wurden von Fairtrade-Deutschland e.V. zum achten Mal an Unternehmen, Organisationen und Zivilgesellschaft verliehen, die die Fairtrade-Idee erfolgreich umgesetzt haben. Den Bewerberinnen und Bewerbern für die Fairtrade-Awards 2022 standen insgesamt drei Kategorien offen: Zivilgesellschaft, Nachwuchs und der Publikumspreis.  

Bereits seit sieben Jahren lädt Köln Agenda e.V. mit der "Fair Trade Night" Menschen aus der ganzen Republik zum Netzwerken, Austauschen und Informieren zu diesem Event ein. In entspannter Atmosphäre wird der Faire Handel mit all seinen Facetten greifbar. Auf einem Ausstellermarkt können Besucher*innen beispielsweise faire Alternativen zu herkömmlichen Produkten probieren. Spannende Initiativen aus der Region sowie Produzent*innen aus dem globalen Süden informieren bei Podiumsdiskussionen und an Thementischen über ihre Arbeit.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Neben einer DJ-Begleitung und fair gehandelten kulinarischen Highlights runden Filmvorstellungen oder andere kulturelle Beiträge den Abend ab. Jedes Jahr gibt es einen anderen thematischen Schwerpunkt wie Klimaschutz, Geschlechtergerechtigkeit oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen.  

Als erste Fairtrade-School Kölns engagiert sich die Gemeinschaftsgrundschule Irisweg im Kölner Stadtteil Porz seit fast zehn Jahren für den fairen Handel. Dieser ist nicht nur wesentlicher Bestandteil des Unterrichts, sondern auch der Schulkultur: Nicht ohne Grund steht im Gebäude eine Recycling-Tonne für alte Jeans. Damit schon die jüngsten ein Verständnis für ihren Konsum und seine sozialen und ökologischen Folgen bekommen, gibt es außerdem eine Tauschbörse für Second-Hand-Kleidung.

Um auf den fairen Handel aufmerksam zu machen, organisiert die Schule darüber hinaus Aktionen wie das faire Frühstück oder eine faire Osternestsuche. Auch an der Kölner "Fair Trade Night" oder dem "Cologne Song Contest" beteiligen sich die Grundschüler*innen regelmäßig.  

Unfaire Handelsbeziehungen tragen ganz erheblich zu Not, Elend und Menschenrechtsverletzungen von Menschen im globalen Süden bei. Sie sind eine der Hauptursachen für Flucht und Migration.

Die Förderung des Fairen Handels bildet deshalb einen Schwerpunkt der kommunalen Entwicklungszusammen- und Menschenrechtsarbeit der Stadt Köln. Die Stadt Köln wurde von Transfair Deutschland e.V. (2021 umbenannt in Fairtrade Deutschland e.V.) bereits zum 5. Mal in Folge als Fairtrade Town zertifiziert und erhielt im vergangenen Jahr auch gesondert die Auszeichnung "10 Jahre Fairtrade Town Köln".

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit