Früherer Schuldezernent starb mit 69 Jahren

Die Stadt Köln trauert um Wolfgang Leirich. Der FDP-Politiker starb in der Nacht zum heutigen Freitag in einem Kölner Krankenhaus an einer schweren Krankheit. Leirich war von 1969 bis 1975 und von 1989 bis 1994 Ratsmitglied, die letzten fünf Jahre als Vorsitzender seiner Fraktion. 1975 wählte der Rat ihn zum Schuldezernenten, das Amt hatte er bis 1987 inne.

Wolfgang Leirich wurde am 19. März 1938 in Berlin geboren, wuchs in Klein-Machnow, Salzwedel und Freiburg im Breisgau auf. Dort begann er nach dem Abitur Jura und Volkswirtschaftslehre zu studieren, 1959 ging er nach Köln und nahm das Studium der Betriebswirtschaftslehre auf, das er 1962 als Diplomkaufmann abschloss. Anschließend arbeitete er an der Kölner Universität als wissenschaftlicher Assistent und als Dozent an der Staatlichen Ingenieurschule in Gelsenkirchen. 1966 promovierte Leirich zum Dr. rer. pol., im selben Jahr begann er seine Tätigkeit als Dozent an der Staatlichen Ingenieurschule in Köln, ab 1971 bei der Fachhochschule Köln.

Nach seiner Wahl zum Beigeordneten war Leirich für das Schulverwaltungsamt, das Amt für Weiterbildung und das Bezirksamt Mülheim zuständig. In seine Amtszeit fielen die Sanierung von zahlreichen Schulen, die mit Formaldehyd belastet waren, und die Neustrukturierung der Schullandschaft. Nach seinem Ausscheiden aus den Diensten der Stadt Köln arbeitete er in einer Steuerberatungsgesellschaft.

Oberbürgermeister Fritz Schramma hat Wolfgang Leirich als humorvollen und kompetenten Ansprechpartner in Erinnerung.

Wir verlieren einen unabhängigen Geist und einen außergewöhnlichen ehemaligen Beigeordneten, der bei Problemen Tag und Nacht ansprechbar war. Mit seinen vielfältigen Aufgaben in Rat und Verwaltung hat er die Geschicke der Stadt ein Stück weit mitgeprägt. Köln wird Wolfgang Leirich ein großes, dankbares und ehrendes Andenken bewahren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit