Oberbürgermeisterin Reker und Betreiber präsentierten Kölner Anlage

Bei einem Treffen auf dem Kölner Westfriedhof am 11. August 2020 haben die Stadt Köln und die "Krematorium Köln GmbH" das wiedereröffnete Kölner Krematorium vorgestellt. Seit März 2019 wird das Krematorium durch die Krematorium Köln GmbH betrieben, ein Tochterunternehmen des langjährig erfahrenen, niederländischen Unternehmens „die Facultatieve“.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker bezeichnete in ihrer Rede die Wiedereröffnung des Krematoriums als wichtigen Beitrag für die Trauer- und Bestattungskultur Kölns, die schon jetzt Erfolgsgeschichte schreibe. Dass den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin die Möglichkeit geboten werden könne, in ihrer Heimatstadt kremiert zu werden, sah Reker als Pflicht und Verantwortung einer Millionenstadt wie Köln.  

Die Stadt hatte das Krematorium auf dem Kölner Westfriedhof seit 1937 betrieben. War die Kremierung anfangs eine Ausnahme von der klassischen Sargbestattung, entwickelten sich die Zahlen für eine Urnenbestattung gerade in den letzten Jahren rasant. In den 1970ern lag der Anteil der Urnenbestattungen im Verhältnis zu den Erdbestattungen bei gerade einmal 8 Prozent. Heutzutage werden rund 65 Prozent der Beisetzungen in Köln als Urnenbestattungen durchgeführt. Das Leistungsspektrum eines modernen Krematoriums entwickelt sich ständig weiter und gleichzeitig wächst die Anzahl der Anbieter dieser Dienstleistung.  

Jaap de Bruijn, Mitglied des Vorstandes von "die Facultatieve", bedankte sich für das Vertrauen der Stadt Köln und betonte die professionelle Zusammenarbeit. Mit seinem Unternehmen betreibt er inzwischen, inklusive Köln, drei Krematorien in Deutschland und sechs weitere in den Niederlanden. Die sich ändernden Ansprüche an Krematorien und die damit verbundenen Modernisierungsbedarfe sind dem langjährig erfahrenen Unternehmen gut bekannt. Nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten zähle die Kölner Anlage nun zu den modernsten und umweltfreundlichsten Krematorien Europas, sagte de Bruijn. Er unterstrich das auch weiterhin gewünschte partnerschaftliche Vorgehen zwischen der Stadt Köln und der Facultatieve Gruppe. Das niederländische Unternehmen hatte sich vertraglich zu erheblichen Investitionen verpflichtet, um die Technik und das Erscheinungsbild des Kölner Krematoriums auf den neuesten Stand zu bringen. Nach den abgeschlossen, umfangreichen Umbaumaßnahmen können nunmehr auch würdevoll gestaltete Räume, wie Trauersaal und Familienzimmer, den Bestattern zur Verfügung gestellt werden, wenn Angehörige bei der Übergabe des Sarges an das Feuer anwesend sein möchten.  

Der Geschäftsführer der Krematorium Köln GmbH, Stefan van Dorsser, betonte, er werde mit seinem Team zukünftig alles daran setzten, um gemeinsam mit den Bestattungsunternehmern einen würdigen, pietätvollen und persönlichen Abschied zu gestalten. Mit modernster Technologie und zeitgemäßen Räumlichkeiten wolle die Krematorium Köln GmbH einen wichtigen Mosaikstein in der Bestattungskultur der Stadt darstellen.  

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit