Englische Fünf-Zentner-Bombe muss noch heute entschärft werden

Bei Sondierungsarbeiten wurde am heutigen Dienstagmorgen, 24. Mai 2022, in Köln-Braunsfeld auf dem Betriebsgelände der KVB ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es handelt sich um einen Blindgänger mit Langzeitzünder.

Weil es sich um einen Langzeitzünder handelt, kann die Bombe nicht entschärft werden, sondern sie muss noch heute kontrolliert gesprengt werden. Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Das Ordnungsamt entscheidet über alle weiteren Maßnahmen zur Absperrung und Evakuierung. Der endgültige Evakuierungsbereich wurde vom KBD mit einem Radius von 500 Metern festgelegt (siehe Karte). Rund 5.300 Personen werden von Evakuierungen betroffen sein. Für sie werden Räume im Rheinenergiestadion zur Verfügung gestellt. Um welche Uhrzeit der Blindgänger gesprengt werden kann, steht noch nicht fest.

Die KVB-Linie 1 fährt nicht zwischen Rudolfplatz und Stadion, die Linie 7 fährt nicht zwischen Rudolfplatz und "Haus Vorst". Die Linie 13 verkehrt nur zwischen Holweide und Ehrenfeld (Haltestelle "Nußbaumerstraße"). Die KVB-Linien 140, 172 und 173 verkehren zurzeit nicht im gestörten Bereich.

Wegen Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich im Internet unter www.stadt-koeln.de, bei Radio Köln, WDR und anderen Medien sowie online bei den Kölner Verkehrs-Betrieben und weiteren betroffenen Verkehrsunternehmen zu informieren.

Update 1 zur Weltkriegsbombe in Köln-Braunsfeld: 

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln hat mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen. Rund 5.300 Anwohner und Gewerbetreibende müssen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen, damit der Zünder der Fünf-Zentner-Bombe kontrolliert gesprengt werden kann.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat einen Evakuierungsradius von 500 Metern angeordnet. Erste Straßensperren sind eingerichtet. Von der KVB sind die Linien 1, 7 und 13 betroffen. Der Bereich zwischen Aachener Weiher und Stadion sowie zwischen Haus Vorst und Aachener Weiher wird nicht angefahren. Auch der Bus Linie 140 verkehrt im Gebiet nicht mehr. Der Bus 136 wird bis Haus Vorst verlängert.

Am Dienstagmorgen, 24. Mai 2022, war der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Betriebsgelände der KVB an der Scheidtweiler Straße in Braunsfeld bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden. Da es sich um eine Bombe mit Langzeitzünder handelt, kann der Blindgänger nicht entschärft werden. Der Zünder muss kontrolliert gesprengt werden.

Für Evakuierte hat die Stadt eine Anlaufstelle im Flexraum des Rheinenergie-Stadions in Müngersdorf eingerichtet. Die Stadt Köln empfiehlt, dort zur eigenen Sicherheit eine Maske zu tragen.

Shuttlebus für Betroffene zur Anlaufstelle im Stadion

Für die Menschen, die wegen der Evakuierung ihre Wohnungen verlassen müssen, haben Stadt und KVB einen Shuttle-Verkehr zur Anlaufstelle im Stadion eingerichtet. Zwei Gelenkbusse pendeln zwischen Aachener Straße/Maarweg über Vitalisstraße und Militärringstraße zum Stadion. Im Bus gilt Maskenpflicht.

Bisher sind 21 Krankentransporte für Menschen beauftragt, die ihre Wohnungen nicht selbstständig verlassen können.

Update 2 zur Weltkriegsbombe in Köln-Braunsfeld:

Bombe muss gesprengt werden Sand muss aus Gymnich geliefert werden

Die Bombe, die am Morgen auf dem Betriebsgelände der KVB an der Scheidtweiler Straße entdeckt worden ist, muss gesprengt werden. Dies haben die Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschieden. Zunächst waren die Experten davon ausgegangen, dass nur der Zünder gesprengt werden müsse. Die ist aber nicht möglich.

Um Schäden abzuwenden, wird die britische Fünf-Zentner-Bombe, die in sechs Meter Tiefe liegt, mit 50 Kubikmeter Sand sowie 48.000 Liter Wasser bedeckt. Der Sand muss aus Erftstadt-Gymnich auf drei Lkw nach Braunsfeld geliefert werden. Ein Zeitpunkt für die Sprengung der Bombe noch nicht fest. Derzeit läuft der erste Klingeldurchgang.

Um Platz für Krankentransportwagen zu schaffen, hat die Stadt Köln entschieden, die Stolberger Straße zwischen Eupener Straße und Maarweg für den Verkehr zu sperren.

Auch die folgenden Straßen sind oder werden nach und nach gesperrt:

  • Stolberger Straße zwischen Maarweg und Oskar-Jäger-Straße
  • Oskar-Jäger-Straße zwischen Widdersdorfer und Aachener Straße
  • Melatengürtel ab Fröbelstraße bis Stadtwaldgürtel (Ecke Clarenbachstraße)
  • Aachener Straße (Ecke Maarweg) bis Aachener Straße (Ecke Oskar-Jäger-Straße)
  • Scheidtweilerstraße komplett
  • Eisenstraße (teilweise)
  • Kohlenstraße und Ölstraße komplett
  • Teile der Hültzstraße und Fürst-Pückler-Straße
  • Würselener Straße komplett
  • Sankt-Vither-Straße komplett
  • Alsdorfer Straße komplett
  • Elisenborner Straße komplett

Die Bevölkerung wird gebeten, den Evakuierungsbereich weiträumig zu umfahren. Wegen Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich im Internet unter www.stadt-koeln.de, bei Radio Köln, WDR und anderen Medien sowie online bei den Kölner Verkehrs-Betrieben und weiteren betroffenen Verkehrsunternehmen zu informieren.

KVB-Verkehr:

Die KVB-Linie 1 fährt nicht zwischen Rudolfplatz und Stadion, die Linie 7 fährt nicht zwischen Rudolfplatz und "Haus Vorst". Die Linie 13 verkehrt nur zwischen Holweide und Ehrenfeld (Haltestelle "Nußbaumerstraße"). Die KVB-Linien 140, 172 und 173 verkehren zurzeit nicht im gestörten Bereich.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit