Rat beschließt Satzung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan

Die umfangreichen Planungen zur Entwicklung des Rather Sees zu einer neuen Naherholungsanlage im Stadtteil Rath/Heumar sind abgeschlossen. Die Fläche östlich des Neubrücker Rings, südlich des Hüttenwegs, westlich des Steinwegs und nördlich der Bebauung an der Rösrather Straße soll zu einer Anlage mit Wassersport-, Badestrand- und Freizeitangeboten in einem naturgeprägten Umfeld entwickelt werden. Betrieben werden soll die Anlage von einer privaten "Rather See Projektentwicklungs GbR". Die Verwaltung hat mit dem Bebauungsplanentwurf einen konkreten "Vorhaben- und Erschließungsplan" für das Areal erstellt. Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2020 die Satzung zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan beschlossen.  

Im südlichen Bereich der neuen Freizeitanlage soll ein Naturbadestrand angelegt werden. Nördlich des Strands sind zwei Wasserskianlagen sowie eine mobile "Anfängerbahn" vorgesehen. Ein wesentliches Ziel der Planung ist ein verträgliches Nebeneinander von freizeitlich geprägter Nutzung und naturnah belassenen Flächen. Durch die Gestaltung des Areals soll erreicht werden, in nachhaltiger Art und Weise Zugänge zum Naturraum erlebbar zu machen. Dabei wird zwischen dem intensiv genutzten Südwesten und dem extensiv genutzten Nordosten der Fläche unterschieden. Die nördlichen und östlichen Bereiche der Seefläche sollen künftig als ruhige Zone ausgebildet werden.  

Aufgrund von mehr als 120 vorgetragener Stellungnahmen und Anregungen im Bebauungsplanverfahren hat es einige Anpassungen des Bebauungsplanentwurfs gegeben. Dabei wurden insbesondere die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes gründlich untersucht. Wegen des großen Interesses und einer notwendig gewordenen Überarbeitung der Pläne waren in diesem Verfahren daher auch zwei Offenlagen des Bebauungsplanentwurfs erforderlich, nämlich im September / Oktober 2018 und erneut im Oktober / November 2019. Im Ergebnis hat die Verwaltung nun einen tragfähigen Kompromiss zwischen naturnaher Freizeitnutzung und der Berücksichtigung von Flächen für Tiere und Pflanzen erarbeitet.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit