Oberbürgermeisterin Henriette Reker lobt Zusammenarbeit

© Shell Rheinland Raffinerie
Kurzfristige Änderung des Lehrplans: Für die Wesselinger Kronen-Apotheke Marxen wird im Ausbildungszentrum des Shell Rheinland Raffinerie jetzt Desinfektionsmittel produziert. Die Chemikanten-Lehrlinge kümmern sich um Einwaage, Mischung und Abfüllung, die Berufsfeuerwehr Köln unterstützt die Qualitätskontrolle und den Nachschub.

Kurzfristige Änderung des Lehrplans: Zur Unterstützung der Wesselinger Kronen-Apotheke wird im Ausbildungszentrum der Shell Rheinland Raffinerie jetzt Desinfektionsmittel produziert. Die Chemikanten-Lehrlinge kümmern sich um Einwaage, Mischung und Abfüllung, die Berufsfeuerwehr Köln sorgt für die Qualitätskontrolle und den Nachschub.  

Wo normalerweise Raffinerieprozesse erlernt und ausprobiert werden, wird jetzt für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Rettungsdienste Desinfektionsmittel hergestellt. Azubis aus dem vierten Lehrjahr produzieren die "Lösung zur hygienischen Händedesinfektion", die dann in Fünf-Liter-Kanistern aus dem Technikum des Ausbildungszentrums an die zahlreichen Nutzer im Gesundheitssystem geht. Denn die Klinikversorgungsapotheke für den Köln-Bonner Raum stößt gerade bei der Herstellung der benötigten Handdesinfektionsmittel an ihre Kapazitätsgrenzen.  

Wir haben das Know-how und wir haben die Gerätschaften, hier als verlängerte Werkbank für die Kronen-Apotheke einzuspringen

erklärt Felicitas Felten-Becker, Ausbildungsleiterin der Shell Rheinland Raffinerie.

Und für unsere Azubis ist es eine Ehrensache, ihre Flexibilität unter Beweis zu stellen und einen so direkten und wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten.  

Beim Bezug der Rohstoffe hilft teils die Apotheke, teils – und das in zunehmendem Maße – die Berufsfeuerwehr der Stadt Köln, die zurzeit Alkohol von Brauereien (u.a. Sünner) zusammenzieht und der Desinfektionsmittelproduktion zuführt. Deren Analytische Taskforce überwachte auch die Produktion der ersten Charge im Ausbildungszentrum und führte die Qualitätskontrolle durch. Seit den Morgenstunden des 2. April läuft die Desinfektionsmittelherstellung jetzt im Dauerbetrieb, also in drei Schichten rund um die Uhr. Rund 12.000 Liter können so pro Woche angemischt und abgefüllt werden.  

Auch die Bayer AG hat ihre Produktion erweitert und stellt mehrere zehntausend Liter Desinfektionsmittel her. Einen Teil davon spendet das pharmazeutische Unternehmen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an die Stadt Köln. Die Feuerwehr wird es bedarfsgerecht verteilen. Mit weiteren Unternehmen ist die Feuerwehr im Gespräch.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker lobt die Zusammenarbeit:

Die Unternehmen treffen die Auswirkungen des Corona-Virus in einer bisher nicht gekannten Weise, manche Existenz ist bedroht. Und doch setzt in dieser augenblicklichen Situation auch ein Um- oder Neudenken ein, das schnelle Lösungen hervorbringt. Hier sehe ich Shell, Bayer, und die Sünner-Brauerei als herausragende Beispiele. Diese Unternehmen haben ihre Produktion kurzerhand auf Desinfektionsmittel umgestellt und tragen ganz konkret dazu bei, diese Krisenzeit bewältigen zu können. Für das unternehmerische Handeln im Sinne unserer Gemeinschaft bin ich als Oberbürgermeisterin der Stadt Köln dankbar. Und ich bin sehr stolz, dass diese Unternehmen auch am Standort Köln ansässig sind. Als Stadt helfen wir bereits dabei, die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus abzumildern und unsere lokale Wirtschaft zu unterstützen. Denn so wie Shell, Bayer und die Sünner-Brauerei der Stadt helfen, wird die Stadt auch alles in ihren Möglichkeiten stehende veranlassen, damit Köln die Folgen dieser Pandemie überwindet.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit