Stadt Köln stellt Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch

Auf der Baustelle des von der Stadt Köln derzeit zu einer Notunterkunft für Flüchtlinge herzurichtenden Baumarkts in Porz ist es am Wochenende zu einem Zwischenfall gekommen. Bei einem Ortstermin mit einem beauftragten Handwerksunternehmen stellte ein Mitarbeiter der Stadt heute Vormittag fest, dass es innerhalb des Gebäudes an mehreren Stellen zu einem Wasserschaden gekommen ist. Aufgrund der unmittelbar anschließenden Untersuchung geht die Stadt Köln derzeit von Vandalismus und einem gezielten Sabotageakt bislang unbekannter Täter aus.

So wurde am Dach des Baumarkts die Folienabdichtung der Trapez-Stahlblech Konstruktion an 20 bis 30 Stellen mit einem Teppichmesser aufgeschlitzt. Dabei gingen die Täter offenbar systematisch vor:

Die Schnitte befinden sich jeweils an Tiefpunkten, wo sich das Regenwasser zuerst sammelt und ein maximaler Wassereinbruch zu erwarten ist

erklärt der zuständige Mitarbeiter des städtischen Wohnungsamts. Der Schaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Bauarbeiten ereignisbedingt verzögern.

Als erste Reaktion wird die Stadt Köln eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs stellen. Zudem soll ein privater Sicherheitsdienst damit beauftragt werden, das Objekt rund um die Uhr zu bewachen.

Wir können nicht ausschließen, dass es durch diesen Sabotageakt zu Verzögerungen bei der Unterbringung der Menschen vor Ort kommen wird. An der grundsätzlichen Entscheidung für das Projekt in Porz wird es schon allein mit Blick auf unsere Unterbringungsverpflichtung nichts ändern

sagt Henriette Reker, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln. Solcher Vandalismus könne im Extremfall sogar dazu führen, dass von der Verwaltung dringend benötigte Unterbringungskapazitäten kurzfristig an anderer Stelle geschaffen werden müssten. Reker:

Niemandem kann und sollte ernsthaft daran gelegen sein, dass wir uns am Ende gezwungen sehen, stattdessen auf Turnhallen, Zelte oder ähnliche Objekte ausweichen zu müssen.

 

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit