Schulleitung und Eltern werden laufend über die weitere Entwicklung informiert

Ende 2018 wurden an der Katholischen Grundschule Zehnthofstraße in Köln-Ostheim bei Messungen in mehreren Räumen des so genannten Gebäudetrakts A erhöhte Schadstoffe in der Luft festgestellt. Um das Gebäude zu sanieren, wurden die Kinder aus diesem Trakt seitdem in der leer stehenden Schule an der Vietorstraße in Köln-Kalk unterrichtet.

Obwohl mittlerweile ein Großteil der belasteten Bauteile entfernt wurde, haben neueste Messungen ergeben, dass die Grenzwerte weiter überschritten werden. Die Quelle für die Raumluftbelastung war im Kleber im Unterbau des alten Parkettbodens aus den 1960er Jahren vermutet worden. Trotz eines umfassenden Rückbaus aller Räume des A-Traktes bis zum Rohbau, werden die Grenzwerte für leichtflüchtige PAK (unter anderem Naphthaline) immer noch weit überschritten.

Keine der von den Gutachtern vorgeschlagenen Maßnahmen kann die vollständige Beseitigung der Schadstoffe garantieren. Darüber hinaus wurden bei den Rückbauarbeiten noch weitere Beschädigungen des Gebäudes an der nun geöffneten Bausubstanz entdeckt. Um den gesamten Schulstandort risikofrei in Sachen Schadstoffbelastung zu betreiben und nachhaltig den heute aktuellen Sicherheitsanforderungen anpassen zu können, empfehlen sowohl interne Fachingenieure als auch externe Gutachter, den Trakt abzureißen und neu zu bauen. Aufgrund der vorgefundenen Situation ist eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr vertretbar. Die übrigen Gebäudetrakte sind ebenfalls untersucht worden und ohne Bedenken zu nutzen.

Wegen des aufwändigen Genehmigungsverfahrens und der aktuell schwierigen Lage, im Bausektor entsprechende Anbieter zu bekommen, ist es kurzfristig nicht möglich, zeitnah mobile Schulpavillons auf dem Schulgrundstück aufzustellen. Auch solche Module sind nach den Vorgaben für öffentliche Auftraggeber zu planen, zu errichten, anzuschließen und auszustatten, wie dies für massive Ersatzbauten notwendig ist.

Der Neubau des Schulgebäudes wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Zurzeit berät die städtische Gebäudewirtschaft mit allen Beteiligten über die Vorgehensweise bei den Verfahren für die Vergabe. In Abhängigkeit der vom Rat beschlossenen "Priorisierenden Schulbaumaßnahmenliste 2018", der Entscheidung für den Weg der Vergabe sowie der aktuellen Marktlage kann die Entscheidung zur Vorgehensweise frühestens in rund zwölf Monaten (sechs Monate Ausschreibung, sechs Monate Prüfung) getroffen werden. Danach wären erfahrungsgemäß mindestens vier Jahre für Planung und Bau des ersten Bauabschnitts erforderlich.

Nach dieser Zeit können die Auslagerung zum Interimsstandort beendet und die Klassenräume in dem Neubau bezogen werden. Im zweiten Bauabschnitt könnten zusätzlich eine Mensa sowie Räume für den Offenen Ganztag geschaffen werden. Damit wäre der gesamte Schulstandort Zehnthofstraße neu entwickelt und für die Zukunft gesichert.

Bei der Zehnthofstraße handelt sich um einen Schulstandort mit zwei Schulen in verschiedenen Trakten aus verschiedenen Baujahren. Der älteste Bau stammt im Ursprung aus den 1930er Jahren. Die Gebäude am selben Standort werden von den beiden Grundschulen teils gemeinschaftlich genutzt. Bei der Vietorstraße handelt es sich um einen mehr als 100 Jahre alten, angestammten Schulstandort. Das Gebäude, Baujahr um 1900 und Wiederaufbau 1948, wurde kürzlich frisch renoviert und möbliert.

Die Schulleitungen sowie Eltern werden wie bisher auch weiterhin stets unmittelbar über den aktuellen Stand sowie die weiteren Zeit-Maßnahmen-Pläne informiert. Der Transport der Schülerinnen und Schüler zur Vietorstraße wird auch weiterhin von der Stadt Köln organisiert und sichergestellt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit