Kampagne "Mehr Spaß ohne Glas" hat sich erneut bewährt

Tausende Jecken haben an den tollen Tagen in der Kölner Altstadt und im Zülpicher Viertel unter dem Motto "Mehr Spaß ohne Glas" gefeiert. Vor allem die von den AWB gestalteten Plastikbecher, die an den Zugängen zu den Zonen mit Glasverbot kostenlos verteilt wurden, haben die Feiernden begeistert angenommen. So konnten die Getränke aus mitgebrachten Glasflaschen in die Becher umgefüllt und das Glas entsorgt werden. Alle Jecken, die in den Zonen trotzdem mit Glas angetroffen wurden, haben einsichtig reagiert und ihre Flaschen abgegeben. Insgesamt war ein deutlicher Trend erkennbar, dass viele Karnevalisten bewusst kein Glas mehr mitgebracht, sondern auf kreative Alternativen umgestellt haben.  

Erfreulicherweise haben sich auch die Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe wieder an das Verkaufsverbot von Glas gehalten.

Das Motto "Mehr Spaß ohne Glas" ist erneut voll aufgegangen und von den Jecken noch besser akzeptiert worden als in den Vorjahren,

so Stadtdirektor Guido Kahlen.  

Bis zu 210 Kräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienstes waren an allen Karnevalstagen im Außendienst unterwegs. Sie haben die Glasverbotszonen und die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes kontrolliert, Wildpinkeln geahndet und dafür gesorgt, dass alle Karnevalsumzüge sicher und gefahrlos ihren Weg nehmen konnten.

Ordnungsdienst der Stadt Köln

In den Feierzonen Altstadt und Zülpicher Viertel war das Mitführen und Verkaufen von Glasflaschen und Glas an Weiberfastnacht, Karnevalssamstag und Rosenmontag wieder zeitlich befristet verboten. An 35 Zugangsstellen kontrollierten bis zu 185 Mitarbeiter eines beauftragten Sicherheitsunternehmens mit Unterstützung des Ordnungs- und Verkehrsdienstes das Glasverbot.

Innerhalb der Verbotszonen wurden dennoch insgesamt 641 Jecke (Vorjahr 836) angetroffen, die Glasflaschen bei sich hatten. Nachdem die Einsatzkräfte des Ordnungsdienstes ihnen die "Spielregeln" nochmals erklärt hatten, entsorgten alle ihr Glas freiwillig. In den Verbotszonen selbst waren im Vergleich zum Vorjahr erheblich weniger Glas und Scherben zu sehen. Erfreulicherweise haben sich in diesem Jahr alle Gaststättenbetreiber und fast alle Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe an die Regeln von "Mehr Spaß ohne Glas" gehalten. Lediglich in einem Fall musste ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Glasverbot eingeleitet werden. In sechs Fällen wurden wilde Händler ohne Reisegewerbekarte erwischt. In weiteren 18 Fällen fehlte eine erforderliche Sondernutzungsgenehmigung. Alle Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.  

Mit Priorität wurde in diesem Jahr die Einhaltung der Bestimmungen zum Jugendschutz überprüft. Die Jugendschutzkontrollen wurden an Weiberfastnacht von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes begleitet. Sie hatte auch im Vorfeld der Karnevalstage zusammen mit dem Ordnungsdienst die Gewerbebetriebe nochmals auf die einschlägigen Regelungen hingewiesen. Am Karnevalssonntag und Rosenmontag wurden die Jugendschutzkontrollen im Umfeld der großen Karnevalszüge intensiviert.

Bei insgesamt 537 Kontrollen (Vorjahr 331) musste in 364 Fällen (257) eingeschritten werden. In 216 Fällen (Vorjahr 188) hatten Minderjährige Wein, Bier und insbesondere Spirituosen bei sich. Die sichergestellten Getränke mussten die jungen Leute vor Ort ausschütten. 148 Jugendliche (Vorjahr 69) wurden rauchend angetroffen und mussten ihre Zigaretten abgeben.

In einem Fall wurde ein Verstoß gegen das Alkoholverkaufsverbot an Jugendliche festgestellt. Den Betreiber des Kiosks erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Wie in den Vorjahren ging der Ordnungsdienst auch gegen Wildpinkler vor. Insgesamt 349 Männer (Vorjahr 418) sowie 26 Frauen (Vorjahr 63) wurden beim Wildpinkeln angetroffen. Diese Kontrollen sind nur noch mit erhöhtem Personaleinsatz möglich. Betroffene reagieren im Tagesverlauf zunehmend aggressiv und werden in diesem Verhalten von Begleitern und Außenstehenden unterstützt. Die Einsatzteams des Ordnungsdienstes sind daher gezwungen, auch aus Gründen des Eigenschutzes, in Gruppen von vier bis sechs Kräften zu arbeiten. Das reduziert auf der Fläche die Anzahl der Kontrollmöglichkeiten. In 22 Fällen haben die Einsatzkräfte hilflosen Personen Erste Hilfe geleistet und den Sanitätsdienst gerufen.

Verkehrsdienst der Stadt Köln

Am Karnevalssonntag und am Rosenmontag war der Verkehrsdienst jeweils mit knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern morgens ab 1.30 Uhr bis zum Mittag im Einsatz, um den beiden größten Karnevalszügen einen pünktlichen Start und eine gefahrlose Durchführung zu ermöglichen. Entlang der Strecken und in den Aufstell- und Auflösungsbereichen waren seit rund zwei Wochen zusätzliche Haltverbotszonen für den 15. und 16. Februar ausgeschildert worden. Zusätzlich hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst auch in vielen Bereichen entsprechende schriftliche Hinweise an die Anwohnerinnen und Anwohner verteilt. Dennoch gab es eine Vielzahl von Verwarnungen für verbotswidriges Parken. Dies war auch schon an Weiberfastnacht der Fall, als dieselben Beschränkungen für den "Jan von Werth"-Umzug galten.  

Insgesamt mussten in diesen Bereichen 490 kostenpflichtige Verwarnungen (Vorjahr 493) ausgesprochen und 285 Fahrzeuge (Vorjahr 259) abgeschleppt werden. In 74 Fällen (Vorjahr 103) konnten die Halter der Fahrzeuge ermittelt und rechtzeitig persönlich erreicht werden. Sie konnten ihre verbotswidrig geparkten Fahrzeuge wegfahren und so die Abschleppkosten vermeiden. Das Verwarngeld müssen sie trotzdem zahlen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit