Stadtdirektor Kahlen: Aktion "Mehr Spaß ohne Glas" erneut voll aufgegangen!

Sicheres Feiern im Straßenkarneval und freie Strecken für die zahlreichen kleinen und großen Karnevalsumzüge: Dafür haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für öffentliche Ordnung auch in diesem Jahr an den Karnevalstagen gesorgt. Der Verkehrsdienst war mit bis zu 120 Kräften täglich und der Ordnungsdienst mit bis zu 90 Kräften täglich, teilweise bereits seit den frühen Morgenstunden, unterwegs.

Dabei hat sich besonders die Aktion "Mehr Spaß ohne Glas" erneut bewährt. Alle beteiligten Organisationen, wie Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei und Abfallwirtschaftsbetriebe, berichten auch in diesem Jahr von den positiven Auswirkungen durch weniger Glasmüll auf ihre Einsätze sowie die Anzahl der Schnittverletzungen und Reifenschäden.

Mehr Spaß ohne Glas ist erneut voll aufgegangen und von den Jecken begrüßt worden,

so Stadtdirektor Guido Kahlen.

Diesen Erfolg verdanken wir auch unseren Kooperationspartnern Brings, die seit 2012 für scherbenfreies Feiern werben und den Bläck Fööss, die uns insbesondere in der schwierigen Anlaufphase unterstützt haben.

Die Kampagne soll in der nächsten Session fortgesetzt werden.

Hier die Bilanz des Ordnungsamtes zum Straßenkarneval 2014 (in Klammern die Zahlen des Vorjahres):

Ordnungsdienst der Stadt Köln

In den Feierzonen Altstadt und Zülpicher Viertel war das Mitführen und Verkaufen von Glasflaschen und Glas an Weiberfastnacht, Karnevalssamstag und Rosenmontag zeitlich befristet verboten. An 32 Zugangsstellen kontrollierten Mitarbeiter eines beauftragten Sicherheitsunternehmens das Glasverbot. Viele Jecken waren gut informiert und mit glasfreien Alternativen unterwegs. Wer Glas dabei hatte, wurde über das Verbot aufgeklärt und konnte auf Plastikbecher zurückgreifen, die kostenlos verteilt wurden.

Innerhalb der beiden Verbotszonen wurden dennoch insgesamt 836 Jecke (989) angetroffen, die Glasflaschen bei sich hatten. Nachdem die Einsatzkräfte des Ordnungsdienstes ihnen die "Spielregeln" nochmals erklärt hatten, entsorgten alle ihr Glas freiwillig.

Erfreulicherweise haben sich in diesem Jahr die Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe ganz überwiegend an die Regeln von "Mehr Spaß ohne Glas" gehalten. Lediglich gegen einen Gaststättenbetreiber musste ein Verfahren eingeleitet werden, da er trotz des Verbotes Glas im Straßenverkauf verwendet hatte.

Mit Priorität wurde auch die Einhaltung der Bestimmungen zum Jugendschutz überprüft. Bei 331 Kontrollen (288) musste in 257 Fällen (183) eingeschritten werden. In 188 Fällen (159) hatten Minderjährige Wein, Bier und insbesondere Spirituosen bei sich. Die sichergestellten Getränke mussten die jungen Leute vor Ort ausschütten. 69 Jugendliche (24) wurden rauchend angetroffen und mussten ihre Zigaretten abgeben.

Wie in den Vorjahren ging der Ordnungsdienst auch gegen Wildpinkler vor. Insgesamt 418 Männer (390) sowie 63 Frauen (12) wurden beim Wildpinkeln angetroffen. Diese Kontrollen sind nur noch mit erhöhtem Personaleinsatz möglich. Betroffene reagieren im Tagesverlauf zunehmend aggressiv und werden in ihrem Verhalten von Begleitern und Außenstehenden unterstützt. Die Einsatzteams des Ordnungsdienstes sind daher gezwungen, auch aus Gründen des Eigenschutzes, in Gruppen von vier bis sechs Kräften unterwegs zu sein. Dies reduziert die Anzahl der Kontrollmöglichkeiten, die Zahl der "erwischten" Wildpinkler ist deshalb aber nicht zurückgegangen.

Verkehrsdienst der Stadt Köln

Am Karnevalssonntag und am Rosenmontag war der Verkehrsdienst jeweils mit knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern morgens ab 1:30 Uhr im Einsatz. Entlang der Strecken und in den Aufstell- und Auflösungsbereichen der beiden größten Kölner Karnevalsumzüge mussten die Halteverbotszonen kontrolliert werden, um den Zügen einen pünktlichen Start und eine gefahrlose Durchführung zu ermöglichen. Obwohl die Mitarbeiter die Anwohner in den meisten Bereichen frühzeitig mit schriftlichen Hinweisen informiert hatten, gab es noch eine Vielzahl von Verwarnungen für verbotswidriges Parken. Dies war auch schon an Weiberfastnacht der Fall, als dieselben Beschränkungen für den "Jan von Werth"-Umzug galten.

Insgesamt mussten in diesen Bereichen 493 kostenpflichtige Verwarnungen (601) ausgesprochen und 259 Fahrzeuge (323) abgeschleppt werden. In 103 Fällen (88) konnten die Halter der Fahrzeuge ermittelt und rechtzeitig erreicht werden. Sie konnten ihre verbotswidrig geparkten Fahrzeuge wegsetzen und die Abschleppkosten vermeiden. Das Verwarngeld müssen sie trotzdem zahlen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit