Handlungskonzept soll Chance auf diskriminierungsfreie Teilhabe fördern

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Dr. Harald Rau, Dezernent für Soziales, Integration und Umwelt, Stadt Köln

Am Freitag, 6. Oktober 2017, ist in der Jugendherberge Riehl der Startschuss zur Erarbeitung eines kommunalen Aktionsplans gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und intersexuellen Menschen (LSBTI) in Köln gefallen.

Köln hat eine der größten schwul-lesbischen und Trans-Communities Deutschlands, die mit Veranstaltungen wie dem ColognePride und der Demonstration zum CSD jährlich in der Öffentlichkeit Präsenz zeigen. Dennoch erfahren auch in Köln noch viele Menschen Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität, sei es in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im familiären Umfeld.

Mit diesem Aktionsplan erstellt die Stadt Köln ein kommunales Handlungskonzept, das sowohl die gesellschaftliche Akzeptanz als auch die Chance auf eine diskriminierungsfreie Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und intersexuellen Menschen fördern soll.

Dr. Harald Rau, Dezernent für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln, sprach in einem Ausblick von der Vision der LSBTI-Hauptstadt Köln, in der alle Kölnerinnen und Kölner unabhängig von ihrer sexuellen, geschlechtlichen und familiäreren Vielfalt angstfrei leben können.

Mit diesem Aktionsplan wird Köln einen wichtigen Beitrag leisten, dem Anspruch als wertschätzende  und offene Stadt, in der Vielfalt als wertvoll erlebt wird, gerecht zu werden.

Rau zeigte sich motiviert und beeindruckt von der Bereitschaft der Teilnehmenden, sich am Entwicklungsprozess zu beteiligen. 

Ich freue mich, dass Sie am heutigen Tag mit Ihrer Fachexpertise, Ihrer Ausdauer und Ihrer Energie den Grundstein für die weitere Arbeit zu diesem Handlungskonzept gelegt haben.

An der Veranstaltung nahmen mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft teil, darunter auch viele Mitglieder der Kölner LSBTI-Communities, die sich ehrenamtlich und hauptamtlich für  mehr Akzeptanz von sexueller, geschlechtlicher und familiärer Vielfalt engagieren.

In Arbeitsgruppen wurden zu verschiedenen Handlungsfeldern Maßnahmenvorschläge erarbeitet, wie von städtischer Seite entschieden gegen Homo- und Transfeindlichkeit vorgegangen werden kann. Die Gestaltung dieses partizipativen Prozesses stieß auf eine sehr positive Resonanz und große Offenheit.

Die Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender der Stadt Köln ist für die Erstellung und Implementierung des Aktionsplans zuständig. Unterstützt wird sie dabei von einer  Steuerungsgruppe, die sich aus Mitgliedern der Kölner LSBTI-Communities zusammensetzt. Im Nachgang zur Auftaktveranstaltung werden die erarbeiteten Ideen und Vorschläge bewertet, konkretisiert und ergänzt. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Rat der Stadt Köln über den Aktionsplan abstimmen und damit eine Grundlage für die Umsetzung von konkreten Maßnahmen schaffen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit