Blühende Wildblumenwiesen entstehen rechtsrheinisch im Äußeren Grüngürtel

Am 14. Juni 2021 wird der erste Spatenstich für ein weiteres Insektenparadies im südlichen Teil der Merheimer Heide gesetzt. Dort entsteht auf 1,25 Hektar die zweite von insgesamt elf artenreichen Wiesen. Im ersten Schritt wird die großflächige Grasnarbe abgeschält und mit dem Oberboden abgetragen, denn die Kräuter und Gräser benötigen nährstoffarme Erde. Im Frühsommer wird dann das Gemähte einer Wildblumenwiese aus der näheren Umgebung Kölns auf diesen Bodenflächen verteilt. Die Samen daraus finden unter der Heuschicht gute Bedingungen zum Keimen und zur weiteren Entwicklung. Im Spätsommer erfolgt dieses Verfahren ein zweites Mal.

Auf rund neun Hektar, etwa der Fläche von etwa zehn Fußballfeldern, entstehen so artenreiche Wiesen. Elf Einzelflächen entlang des Grüngürtel-Rundweges im rechtsrheinischen Äußeren Grüngürtel, von Norden im Bereich Melissenweg bis Süden im Bereich Uckermarkstraße, werden umgewandelt und zukünftig entsprechend gepflegt. Ziel ist es, die ökologische Vielfalt zu erhöhen und ein grünes Biotop im urbanen Raum zu schaffen, das den Bewohner*innen der Stadt Köln ein naturnahes Stadtgrün bieten soll.

Es dauert einige Jahre, bis sich stabile Lebensgemeinschaften aus Kräutern und Gräsern ausgebildet haben. Dann können Kinder und Erwachsene wieder bunte Wiesen mit Flockenblume, Wiesen-Margerite und Heide-Nelke und deren tierische Begleiter wie Hummeln oder Schmetterlinge erleben. In den letzten Jahrzehnten hat die Gesamtfläche artenreicher Wiesen stark abgenommen und damit auch die Vielfalt an Insekten und Blumen. Das mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte Projekt "Grün vernetzen – Grün entwickeln" des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln soll einen Beitrag leisten, diesem Trend entgegen zu wirken und die Artenvielfalt im Stadtgrün zu erhöhen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit