Gerade in der Vorweihnachtszeit erwartet Köln eine große Anzahl an Besuchern, sowohl aus dem Ausland als auch aus der näheren Umgebung. Um in diesen Wochen an den Haupteinkaufstagen den Verkehrsfluss in der Kölner Innenstadt aufrecht zu erhalten, sieht das Amt für Verkehrsmanagement auch in diesem Jahr wieder etliche verkehrslenkende und verkehrsführende Maßnahmen vor.

Zur Verbesserung des Verkehrsflusses dürfen grundsätzlich in der Vorweihnachtszeit keine neuen Baumaßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen und auf stark frequentierten Geschäftsstraßen in der Innenstadt in Angriff genommen werden. Diese Regelung gilt bereits seit Mitte November. Tagesbaustellen werden nur in Notfällen genehmigt. Arbeiten, die keinen Aufschub dulden, müssen in den verkehrsschwachen Zeiten, beispielsweise nachts, vorgenommen werden.

Wegen des an den Tagen vor Weihnachten in der Innenstadt zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommens muss die Stadt über die geplanten Vorkehrungen hinaus gegebenenfalls auch besondere, zeitlich befristete Eingriffe in den Verkehr vornehmen. So kann eine erheblich erhöhte Verkehrsbelastung auch dazu führen, dass die Benutzung einzelner Straßen oder Straßenabschnitte für den Kraftfahrzeugverkehr zeitweise beschränkt oder ganz untersagt werden muss.

Viele Reisebusse an den Wochenenden

Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist insbesondere an den Freitagen und Samstagen vor Weihnachten rund um den Hauptbahnhof zu rechnen. Im Vorjahr wurden an den Adventswochenenden jeweils bis zu 400 Reisebusse aus dem In- und Ausland registriert.

Auch in diesem Jahr werden wieder tausende Besucher der Innenstadtgeschäfte und der großen Weihnachtsmärkte Alter Markt/Heumarkt, Roncalliplatz, Neumarkt, Rudolfplatz, Schokoladenmuseum, Stadtgarten und an der Hahnenstraße/Schaafenstraße erwartet.

Erneut Shuttle-Service vom Busterminal Komödienstraße nach Deutz

Die Reisebusse werden größtenteils den Busterminal Komödienstraße anfahren. Die Komödienstraße wird deshalb jeweils samstags (ab 1. Dezember) zur Einbahnstraße in Richtung Tunisstraße. Dort wird es dann aus Verkehrssicherheitsgründen von 8 bis etwa 20 Uhr Sperrungen für den Pkw-Verkehr geben.

Die Reisebusse sollen samstags nach Ausstieg der Fahrgäste am Haltepunkt Komödienstraße auf den Messeparkplatz P 22 nach Deutz weiterfahren, wo die Busse bis zur Rückreise abgestellt werden können. Um die verkehrlichen Belastungen des Abreiseverkehrs im Bereich rund um den Dom möglichst gering zu halten, wird nach den guten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren auch in diesem Jahr ein Shuttle-Service eingerichtet, mit dem die Köln-Besucher zu ihren Bussen nach Deutz gebracht werden. Damit die Fahrgäste ihre Busse bei Antritt der Rückreise in Deutz einfacher wiederfinden, werden diese auf dem P 22 nach Ländergruppen sortiert.

Ab 14:30 Uhr bis mindestens 20 Uhr werden die Shuttle-Busse in bedarfsgerechtem Takt von der Komödienstraße nach Deutz fahren. Die Reisebusse werden an den Samstagen nachmittags ab 14:30 Uhr keine Möglichkeit mehr haben, in die Komödienstraße einzufahren. Die Busfahrer erhalten samstags Fahrscheine der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, mit denen sie kostenlos mit Bus und Bahn in die Stadt und zurück fahren können. Der Individualverkehr sollte den gesamten Bereich rund um den Hauptbahnhof vor allem freitags und an den Adventswochenenden weiträumig umfahren.

Sonntags bis freitags gilt die auch in den Vorjahren praktizierte Regelung: Nachdem die Fahrgäste in der Komödienstraße ausgestiegen sind, sollen die Busfahrer zum "Buspark Köln" am Kuhweg nahe der Mülheimer Brücke in Köln-Niehl fahren. Er bietet gebührenfrei Platz für gut 80 Reisebusse. Nachmittags werden die Fahrgäste dann wieder in der Komödienstraße abgeholt. Eine weitere Möglichkeit, die Reisebusse abzustellen, nachdem die Gäste in der Komödienstraße ausgestiegen sind, besteht auf dem kostenpflichtigen Parkstreifen am Rheinufer (Konrad-Adenauer-Ufer), nördlich der Bastei.

Neben Mitarbeitern von KölnTourismus, dem Amt für Verkehrsmanagement und dem Amt für öffentliche Ordnung werden im Bereich der Komödienstraße in diesem Jahr auch wieder externe Ordnungskräfte zur Unterstützung der Verkehrslenkung im Einsatz sein.

Vorher informieren: Verkehrskalender, Leitzentrale, Lokalfunk

Auch im diesjährigen Weihnachtsverkehr können Verkehrsteilnehmer alle aktuellen Informationen zur Verkehrssituation in Köln aus dem Verkehrskalender im Internet abrufen. Das Online-Portal gibt umfassend Auskunft über bestehende oder zu erwartende Verkehrseinschränkungen auf den Hauptverkehrsadern. Hier können sich Autofahrer für einen bestimmten Tag oder am Tag selbst vor Antritt der Fahrt einen Überblick verschaffen über aktuelle Verkehrsbehinderungen (News-Ticker), Einschränkungen durch Großbaustellen oder Veranstaltungen in Köln sowie über die aktuelle Auslastung der Parkhäuser, um die Innenstadt entspannt zu erreichen.

Im Amt für Verkehrsmanagement ist die Verkehrsleitzentrale zur Koordinierung und Steuerung aller verkehrlichen Maßnahmen in Betrieb. Über die Verkehrssituation in der Innenstadt geben die Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale auch telefonisch Auskunft: Die Zentrale ist üblicherweise montags bis freitags von 7:30 bis 17 Uhr besetzt. An den Adventssamstagen ist sie auch von 10 bis circa 19 Uhr für jedermann erreichbar. Die Rufnummer lautet 0221 / 221-27000.

Die Verkehrsleitzentrale ist direkt mit Radio Köln, Radio Erft und RPR verbunden. Falls erforderlich wird der Lokalfunk über UKW 107,1 MHz beziehungsweise 105,8 MHz Verkehrshinweise senden, über die Parkraumsituation in der Innenstadt informieren und Tipps geben, wie man am besten in die City kommt; RPR sendet über die UKW-Frequenz 103,5 MHz. Verkehrsinformationen können zusätzlich auch aus dem Internet unter www.koeln.de/verkehr und www.mobil-im-rheinland.de abgerufen werden.

Vario-Tafeln und Parkleitsystem beachten

Für Autofahrer ist es ratsam, die Hinweise auf den Vario-Tafeln des Kölner Verkehrsleit- und Informationssystems zu beachten. Angezeigt werden dort Informationen zum fließenden Verkehr, zu P+R-Plätzen und zur Auslastung der Parkquartiere sowie auf Baustellen und Veranstaltungen aller Art. Parkplatz suchenden Autofahrern im Bereich der Innenstadt wird dringend empfohlen, sich am Parkleitsystem zu orientieren. Die Gesamtkapazität aller an das Parkleitsystem angeschlossenen Parkhäuser beträgt mehr als 22.000 Stellplätze.

Das Anfahren einzelner Parkhäuser lohnt sich allerdings nur dann, wenn das Parkleitsystem auch noch genügend freie Parkplätze ausweist. Autofahrer, die dennoch bereits überfüllte Parkhäuser anfahren und vor den Zufahrten warten, blockieren den fließenden Verkehr. Damit tragen sie erheblich zu Staus in der City und zu unnötigen Umweltbelastungen bei und benötigen selbst unnötig lange, um die Innenstadt zu erreichen.

Die Parkhäuser auf den Ringen, in Deutz und die Tiefgarage Rheinauhafen

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass selbst bei hoher Parkraumauslastung in der City - insbesondere in den Bereichen der beiden Parkquartiere Dom/Rhein und Neumarkt - die Parkhäuser an den Ringen immer noch über große Restkapazitäten verfügen. Autofahrer werden daher gebeten, auch die "Ring-Parkhäuser" Maastrichter Straße, Alte Wallgasse, Im Klapperhof, Rudolfplatz, Mediapark, Sparkasse KölnBonn und Kaiser-Wilhelm-Ring verstärkt zu nutzen.

Knapp 1.200 Parkplätze bietet das rund um die Uhr geöffnete Parkhaus Mediapark. Es ist für die aus Richtung Norden kommenden Autofahrer wegen der guten verkehrlichen Anbindung besonders attraktiv. Fußgänger erreichen von dort in rund 10 bis 15 Minuten die City. Auch das Parkhaus im Geschäftshaus DuMont-Carré mit rund 450 Plätzen und das Gerling Ring-Karree am Friesenplatz mit 300 öffentlichen Plätzen sind sinnvolle Alternativen.

Neben den bekannten Parkhäusern im Zentrum stehen im rechtsrheinischen Parkquartier Deutz auch in den Parkhäusern der LANXESS Arena und in den Köln-Arcaden in Kalk tagsüber gut 3.000 weitere Parkplätze zur Verfügung. Außerdem kann auf 1.600 Stellplätzen in der Tiefgarage Rheinauhafen geparkt werden. Gerade für die Besucher des Hafenweihnachtsmarktes am Schokoladenmuseum ist die Tiefgarage Rheinauhafen optimal. Die Anfahrt für die Besucher erfolgt am besten in Höhe des Bayenturms.

Parkticket ziehen und kostenlos Bahn fahren

Die Besucher der Parkhäuser an der LANXESS arena, der Tiefgarage Kaiser-Wilhelm-Ring und des Park+Ride-Platzes Haus Vorst in Marsdorf können mit ihrem Parkticket an den vier Samstagen vor Weihnachten (1., 8., 15. und 22. Dezember 2018) mit bis zu fünf Personen im Stadtgebiet Busse, Stadt- und S-Bahnen nutzen. Dabei dient das Parkticket an diesen Tagen auch als Fahrschein. Aus Deutz fahren neben zahlreichen S-Bahnen die Stadtbahnlinien 1, 3, 4 und 9 direkt in die linksrheinische Innenstadt. Von der Tiefgarage Kaiser-Wilhelm-Ring fahren die Stadtbahnlinien 12 und 15 in die City und von der Parkpalette Haus Vorst geht es mit der Stadtbahn Linie 7 ins Geschäftszentrum der Innenstadt. Dieses Angebot verspricht eine Entlastung des Autoverkehrs insbesondere aus den Regionen Erftkreis und Eifel.

Plätze in Parkhäusern günstiger als entlang der Straße

Aufgrund des Bewohnerparkens und der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung stehen in der Innenstadt im öffentlichen Straßenland für Pkw nur noch gebührenpflichtige Kurzzeitparkplätze (Höchstparkdauer maximal vier Stunden) zur Verfügung. Insbesondere im Bereich der City sollten die Parkplatz suchenden Autofahrer deshalb unbedingt Parkhäuser ansteuern, zumal das Parken dort in der Regel günstiger ist als entlang der Straße, ganz abgesehen von der in Parkhäusern üblichen unbegrenzten Parkdauer.

20.000 Parkplätze an P+R-Anlagen

Demjenigen, der die Parkplatzsuche ganz vermeiden möchte, wird empfohlen, von dem umfangreichen P+R-Angebot Gebrauch zu machen. Im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg stehen rund 150 P+R-Anlagen mit über 20.000 Parkplätzen zur Verfügung.

Zusätzlicher Verkehrsservice der Stadt Köln

Erneut werden in diesem Jahr in der Innenstadt an allen Adventssamstagen (1. bis 22. Dezember) als besonderer Verkehrsservice des Amtes für Verkehrsmanagement so genannte "Stadt-Engel" als Verkehrsberaterinnen und Verkehrsberater eingesetzt. Sie informieren die Autofahrerinnen und Autofahrer vor Ort darüber, welche Parkhäuser am besten anzufahren sind.

Gerne beantworten sie auch alle anderen Fragen rund um das Thema Verkehr und Erreichbarkeit. Zudem geben sie touristische Hinweise zu den Einkaufsstraßen oder Weihnachtsmärkten in Köln. Mit dieser ergänzenden Form der individuellen Verkehrsinformation vor Ort soll ein weiterer Beitrag zur Entspannung der Verkehrssituation in der Innenstadt geleistet werden.

Weitere Verkehrsinformationen

Verkehrsinformationen für die Adventszeit
Verkehrskalender
P+R-Anlagen im Überblick
Mobil im Rheinland
Verkehr und Parken in Köln
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit