Spitzenbeamter war 15 Jahre lang zweiter Mann der Kölner Stadtverwaltung

Der frühere Stadtdirektor Heinz Ludger Uhlenküken ist am gestrigen 23. März 2015 in seinem Heimatort Schwerte in Westfalen im Alter von 86 Jahren gestorben. Uhlenküken wurde am 25. November 1928 geboren und studierte in Marburg und Münster Rechtswissenschaften. Seine juristische Laufbahn absolvierte er anschließend bei den Bezirksregierungen in Arnsberg, Aachen und Düsseldorf sowie im NRW-Innenministerium.  

Am 27. Juni 1978 wählte der Rat der Stadt Köln Uhlenküken zum Stadtdirektor, das Amt trat er am 1. Oktober desselben Jahres an. In seinen Geschäftskreis fielen das Liegenschaftsamt, das Vermessungs- und Katasteramt sowie das Bezirksamt Innenstadt. Vom 1. Oktober 1989 bis zur Wahl Lothar Ruschmeiers am 20. April 1990 stand Uhlenküken sogar an der Spitze der Kölner Stadtverwaltung. Am 1. Oktober 1990 begann seine zweite Amtszeit, ab 1. April 1991 kam auch das Rechtsamt in seine Zuständigkeit.  

In seine Amtszeit fielen zahlreiche schwierige, wegweisende und für die Entwicklung Kölns folgenreiche Entscheidungen wie Grundstücksan- und -verkäufe, die er immer unter dem Aspekt der Vorratspolitik betrieb und damit einen wesentlichen Beitrag für die Stadtplanung und Wirtschaftsförderung leistete. So kaufte die Stadt unter seiner Federführung den Güterbahnhof Gereon an, auf dem später der Mediapark entstand.  

Sein langjähriges Wirken war geprägt von hoher Fachkompetenz, Leidenschaft für die Sache und einem realistischen Blick für das Machbare. Mit Vollendung des 65. Lebensjahrs ging Heinz Ludger Uhlenküken am 30. November 1993 in den Ruhestand.  

Oberbürgermeister Jürgen Roters würdigte den Verstorbenen als

allseits respektierten Mann, den auch politische Gegner wegen seines Gerechtigkeitssinns und der Fähigkeit, zuhören zu können, schätzten. Die Stadt Köln wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit