Grundstücksfonds "NRW.Urban" bittet Stadt um Zustimmung zum Verkauf

Die Stadt Köln unterstützt die Nutzung der so genannten Kolb-Halle an der Helmholtzstraße in Köln-Ehrenfeld. Durch ein gelungenes Konzept soll die Kulturszene in Ehrenfeld nachhaltig gestützt werden. Dem Verein "Wir selbst e.V." soll im nordöstlichen Bereich des Kolb-Areals ein dreigeschossiges Verwaltungsgebäude und die dahinterliegende Halle für Ateliers, Aktions- und Ausstellungsflächen zur Verfügung gestellt werden. Der eingeschossige Anbau des ehemaligen Pförtnerhauses ist für ein Café vorgesehen. Auf dem Gelände ist ferner der Bau neuer Wohnungen und einer neuen Kindertagesstätte geplant.  

Unter diesen Bedingungen will die Stadt dem Verkauf des Areals seitens der Landesgesellschaft NRW.Urban an einen privaten Investor zustimmen. Eine entsprechende Beschlussvorlage hat die Verwaltung jetzt zur Diskussion in die politischen Gremien eingebracht. Zunächst steht das Thema am 11. September 2017 bei der Bezirksvertretung Ehrenfeld auf der Tagesordnung. Beschlussorgan ist der Rat der Stadt Köln.  

Das Gelände der Kolb-Halle befindet sich im Eigentum des Grundstücksfonds "NRW.Urban GmbH & Co. KG". Es ist Teil einer seinerzeit vom Grundstücksfonds NRW übernommenen Gewerbebrache, dem ehemaligen Kolbgelände. Das Gelände der ehemaligen Kolbfabrik ist in den letzten Jahren bis auf das in Rede stehende Grundstück mit einer gemischten Nutzung (Gewerbe und Wohnen) erfolgreich entwickelt worden.  

Verblieben ist ein Grundstück an der Helmholtzstraße / Leyendeckerstraße mit einer Fläche von rund 4.750 Quadratmetern. Es ist mit einem Verwaltungsgebäude und mehreren Hallen bebaut. Eine etwa 2.000 Quadratmeter große Halle wird auch nach der erfolgten Kündigung seit Jahren vom Verein "Wir selbst e.V." genutzt.  

Bei Verhandlungen zwischen NRW.Urban und dem Verein "Wir selbst e.V." hat sich gezeigt, dass der Verein finanziell nicht in der Lage ist, das Objekt zu erwerben. Er hat jedoch einen Investor benannt, dessen Konzept einen Verbleib des Vereins auf dem Grundstück vorsieht. NRW.Urban bittet die Stadt um Zustimmung zu dem Grundstücksgeschäft.      

Entlang der Helmholtzstraße ist eine bis zu fünfgeschossige Bebauung (plus Staffelgeschoss) vorgesehen, die sich an den Höhen der bestehenden Bebauung östlich angrenzend (Helmholtzstraße 6-8) orientiert. Im Erdgeschoss soll eine dreizügige Kindertagesstätte realisiert werden. Im rückwärtigen Grundstücksbereich sollen die bestehenden Hallen teilweise abgerissen werden und zweigeschossige Wohnhäuser entstehen.  

Nach dem vorliegenden Konzept sind etwa 4.900 Quadratmeter Netto-Wohnfläche vorgesehen (entspricht etwa 6.100 Quadratmeter Bruttogeschossfläche). Es ist der Bau von Eigentums- und Mietwohnungen geplant. Ein Drittel der Mietwohnungen sollen im öffentlich geförderten Wohnungsbau entstehen.  

Der Verein "Wir selbst e.V." plant im nordöstlichen Bereich des Grundstücks ein Kulturzentrum mit folgenden Inhalten:  

  • Plattform für Kunst und Kultur,
  • Förderung Kölner Kulturschaffender,
  • "Ehrenfelder Erfahrungsfeld nach Hugo Kükelhaus",
  • Interkultureller Treffpunkt und Austausch, -       Skulpturengarten und Stadtnatur,
  • Kultur- und Ausstellungsbetrieb mit Lesungen, Tanzperformances, Theater und Live-Musikveranstaltungen,
  • Wohnen und Arbeiten unter einem Dach als ganzheitliches Lebensmodel,
  • Gast-Atelier mit wechselnden Besetzungen.  

Weiterhin sollen hier zehn Ateliers und Werkstätten für Künstler sowie eine Ausstellungshalle, die multifunktional genutzt werden kann, eingerichtet werden.  

Das Vorhaben des Vereins "Wir selbst e.V." stellt eine Bereicherung des Kulturangebotes in Ehrenfeld dar. Die Stadt begrüßt es sehr, dass Investor und Verein gemeinsam an einem tragfähigen Kunst- und Kulturkonzept arbeiten.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit