Aktion der Kölner Oberbürgermeisterin und der Kölner Bundestagsabgeordneten

In Zusammenarbeit mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde auf Anregung von Anke Brunn, Staatsministerin a.D., Präsidium Internationale Bund, sowie dem Ratsmitglied Jörg Detjen (Die Linke) ein Solidaritätsschreiben auf den Weg gebracht. Das Auswärtige Amt hat das Unterstützerschreiben für die Kölnerin Gönül Örs am 5. Juni 2020 nach Ankara übermittelt. Seit Mai letzten Jahres darf die Kölnerin Gönül Örs die Türkei nicht mehr verlassen. Sie wollte ihre inhaftierte Mutter besuchen und wird seither an der Ausreise gehindert. Am 16. Juni 2020 soll der Prozess gegen sie eröffnet, weil sie 2012 in Köln an einer Aktion junger Kurden teilgenommen hatte. 

Unterzeichnet haben die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die neun Kölner Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald (Die Linke), Katharina Dröge (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Heribert Hirte (CDU), Reinhard Houben (FDP), Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD), Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen), Gisela Manderla (CDU), Karsten Möring (CDU) und Rolf Mützenich (SPD). Die Kölner Unterzeichnenden schließen sich mit ihrem Schreiben dem Engagement der Bundesregierung gegenüber der türkischen Regierung zur Freilassung von Gönül Örs an und bitten den türkischen Außenminister Çavuşoğlu sowie Justizminister l um ein faires und rechtsstaatliches Verfahren.

Der Rat der Stadt Köln und die Oberbürgermeisterin haben sich in der Vergangenheit bereits verschiedentlich für Kölner Bürgerinnen und Bürger eingesetzt, die in der Türkei unter rechtsstaatlich fragwürdigen Bedingungen inhaftiert sind oder waren, so beispielsweise im Rahmen des Rathausgespräches "Freiheit für die Kölnerin Hozan Cane und den Kölner Adil Demirci!" am 15. Januar 2019. Hozan Cane, die Mutter von Gönül Örs, ist nach wie vor in der Türkei inhaftiert, Adil Demirci durfte letztes Jahr nach Deutschland zurückkehren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit