Mehr als 400 Besucherinnen und Besucher kamen ins Rathaus

"Die smarte Stadt von morgen: Digital, ökologisch, sozial?!" lautete das Schwerpunktthema der diesjährigen SmartCity-Cologne-Konferenz. Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Achim Südmeier, Vorstand Vertrieb der RheinEnergie, hatten alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen in der Stadt, die Wissenschaft und Verbände zur SmartCity Cologne-Konferenz ins Historische Rathaus eingeladen. Mehr als 400 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt.

Wir müssen als Kommune verstehen, welche Chancen die Digitalisierung mit sich bringt und wie wir diese im Sinne einer nachhaltigen und klimagerechten Stadt nutzen können. Ich verweise hier auf den laufenden Prozess unserer Stadtstrategie 'KölnerPerspektiven 2030',

sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.  

Online-Handel, Homeoffice und Sharing-Konzepte: All dies sei schon Teil unseres Stadtalltags. Schaue man noch genauer hin, finde man zudem eine Menge an Kölner Projekten mit digitaler Unterstützung wie Crowd-Mapping-Anwendungen wie die städtische "Sag’s uns"-App oder die "SmartBiking"-App, die Crowdfunding-Plattform der Volksbank Köln-Bonn, Repair-Cafés oder FabLabs,

so Reker weiter.  

Das sind Fabrikationslabore, also offene Werkstätten, in denen Menschen moderne Werkzeuge und Maschinen nutzen können, um Dinge selbst herzustellen und zu reparieren. Und so der Wegwerfmentalität entgegenzuwirken. Gerade in Köln mit unseren bunten Veedeln sehe ich großes Potenzial, auch durch interaktive Formate wie Nachbarschaftsplattformen die Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner mitzunehmen, einen direkten Austausch zu ermöglichen und zu beteiligen,

betonte die Oberbürgermeisterin.  

RheinEnergie-Vorstand Achim Südmeier:

Die Entwicklung neuer und die konsequente Sanierung bestehender Quartiere sind wesentliche Schritte auf dem Weg zur smarten City. Grundlage der Quartiersentwicklung sind die Digitalisierung sämtlicher Prozesse sowie die Vernetzung und interaktive Steuerung der gesamten Infrastruktur. Mit unseren Schwesterunternehmen im Standwerkekonzern sind wir bestens aufgestellt, um diese Aufgaben zu meistern,

so Südmeier.

In der Stegerwaldsiedlung beispielsweise haben unsere Partner und wir gezeigt, wie moderne Quartiere aussehen können: Dort wird über Photovoltaik und Erdwärme standortnah erzeugte Energie sinnvoll mit umweltfreundlicher Fernwärme kombiniert und über ein intelligentes Siedlungsmanagement bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Effektiv gedämmte Häuser senken den Energiebedarf weiter. Und Mobilitätshubs vereinen Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, Carsharing und Bikesharing sowie ÖPNV-Angebote.  

Die Sozialraumkoordinatoren des Programms "Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln" etwa haben bei der Veranstaltung das neue Internetportal vorgestellt, bei dem alle elf Sozialräume erstmals von einer gemeinsamen Zielseite aus erreichbar sind. Dabei hat jeder Sozialraum, seine jeweiligen Besonderheiten wurden trotz einheitlichem Layout berücksichtigt, eine eigene Unter-Domain mit aktuellen Informationen und Hintergrund-Informationen und einem Veranstaltungskalender. Das Portal lebt durch die Beteiligung und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger: Alle Beteiligten sind aufgefordert, die Seiten inhaltlich mit Leben zu füllen.  

Weitere Informationen zur Bürgerorientierung und Sozialraumorientierung in Köln

Nicht nur Kölnerinnen und Kölner, sondern auch Interessierte weit über die Stadtgrenzen hinaus waren aufgerufen, sich über technische Innovationen zu informieren und ihre "smarte" Stadt von morgen mitzugestalten.  

Vince Ebert, Diplom-Physiker, Autor und Moderator, führte mit einer Keynote unter dem Titel "Big DataBig City" ins Thema ein, einem Vortrag zur Zukunftsentwicklung auch und gerade unter Berücksichtigung des immer höheren Anteils digitaler Technik in unserer Alltagswelt. Anschließend konnten sich die Besucher an verschiedenen Themeninseln zu Digitalisierung, zu ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie zur Energiewirtschaft der Zukunft informieren und über unterschiedliche Konzepte und Entwicklungen diskutieren.  

Drei StartUp-Unternehmen präsentierten ihre Ideen im Rathaus. Das Publikum prämierte das StartUp "letsact" mit "Tinder für das Ehrenamt". "letsact" darf auf der StartUp-Con, einer der größten Fachmessen für junge Ideen in Köln, erneut vorgestellt werden.

Die Ergebnisse der SmartCity Cologne-Konferenz werden nach Auswertung veröffentlicht.

Weitere Informationen zu Smart City Cologne Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit