Stadt informiert über die erfolgten und geplanten Vorbereitungen

Seit dem 23. April 2020 sind insgesamt rund 22.600 Schülerinnen und Schüler wieder im Schulbetrieb, davon an Gymnasien 2.885 Jugendliche, an Gesamtschulen 2.153, an Hauptschulen 587, an Realschulen 1.823, an Förderschulen 285 sowie an Berufskollegs rund 14.870 Schülerinnen und Schüler.  

Die Schulen sind für prüfungsvorbereitende Maßnahmen und Unterricht nur für die Schülerinnen und Schüler geöffnet, die in diesem Schuljahr noch Prüfungen zu absolvieren haben, weil sie Schulabschlüsse anstreben. Der Schulbesuch der Abiturienten ist optional, während er für alle übrigen Betroffenen verpflichtend ist. Die bisherige Notbetreuung wird fortgesetzt und in einem angemessenen Umfang auf weitere Bedarfs- und Berufsgruppen ausgeweitet.  

Ab dem 4. Mai 2020 ist vorgesehen, den Schulbetrieb an den Grundschulen vorerst ausschließlich für den Jahrgang der vierten Klassen wieder aufzunehmen, sofern die Entwicklung der Infektionsrate dies zulässt.  

Raumkonzepte

Um die Wiedereröffnung vorzubereiten, haben die Schulen mit großem Engagement eigene Raumpläne entwickelt und Vorkehrungen getroffen, damit ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den Schülern und den Lehrenden eingehalten wird. Die Grundschulen sind noch in den Vorbereitungen für den voraussichtlichen Start am 4. Mai 2020.  

Hygienemaßnahmen

Die Stadt Köln trägt dafür Sorge, dass ständig Seife, Einmalhandtücher und Toilettenpapier in allen Sanitäreinrichtungen ausreichend zur Verfügung stehen. Beschädigte beziehungsweise demolierte Seifenspender werden durch mobile Spender ersetzt.  

Die städtischen Schulen werden grundsätzlich täglich gereinigt, die Sanitärbereiche seit vergangenem Jahr zweimal täglich. Die Zeit, in der die Schulen – bis auf die Notbetreuung – leer standen, hat die Stadt Köln überdies für eine Intensivreinigung genutzt. Mit diesen Reinigungsmaßnahmen konnte ein grundlegender, guter Standard in den Kölner Schulen erreicht werden.  

Über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinaus hat sich das Schulministerium am vorvergangenen Wochenende mit der teilweisen Öffnung der Schulen dafür ausgesprochen, dass neben der Reinigungsmöglichkeit für Hände und Flächen auch Handdesinfektionsmittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung gestellt werden sollen. Des Weiteren sollten auch Flächendesinfektionen in kontaminierten Bereichen erfolgen.  

Die Schulverwaltung hat mit großer Unterstützung der Kölner Feuerwehr diese neuen Herausforderungen bewältigt und hierfür rund 3.650 Liter Handdesinfektionsmittel in 7.300 Flaschen zu 0,5 Liter in den betroffenen Schulen zur Verfügung gestellt. Für die Grund- und Förderschulen wurden automatische Desinfektionsständer beschafft, die eine sichere, automatische Dosierung gewährleisten. Weitere 1.500 Desinfektionsständer sind zwischenzeitlich bestellt und werden sukzessive an die Kölner Schulen verteilt. Flächendesinfektionsmittel wurden den betroffenen Schulen ebenfalls am 22. April 2020 zur Verfügung gestellt. Die Reinigung der Handkontaktflächen an Tischen, Stühlen, Türdrückern und Handläufen ist ebenso an allen Schultagen vorgesehen.  

Schutzmasken

Hinsichtlich der Schutzmasken hat sich der Krisenstab der Stadt Köln heute den aktuellen Positionen des Städtetages NRW angeschlossen. Danach gehört ab dem 4. Mai 2020 eine Mund-Nasen-Bedeckung zur Grundausstattung aller Schülerinnen und Schüler. Für die Grundausstattung tragen die Erziehungsberechtigten die Verantwortung. Für besondere Situation stellt der Schulträger den Schulen ein Notfallkontingent an Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung. Die ab 27. April 2020 bestehende Verpflichtung, bei Einkäufen sowie der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, stellt bereits eine Verpflichtung zur Beschaffung und Nutzung dar.  

Für die Sekretariate in den Schulen wurden Kontakt- und Spuckschutz-Plexiglasaufsteller beschafft, die überwiegend bereits geliefert wurden beziehungsweise in Kürze zur Verfügung stehen.  

Notbetreuung

Die Notbetreuung wurde ab 18. März 2020 organisiert und wird während der sonst regulären Unterrichtszeiten durch Lehrkräfte und in den übrigen Zeiten durch die Träger des Offenen Ganztags durchgeführt. Auch an den bisherigen Wochenenden (in der Zeit zwischen 23. März und 19. April 2020) wurde die Betreuung sichergestellt. Aktuell befinden sich 1.625 Schülerinnen und Schüler in 194 städtischen Schulen in der Notbetreuung.  

Schülerbeförderung

Die Schülerbeförderung ist währen der Notbetreuung für die anspruchsberechtigen Schülerinnen und Schüler sichergestellt worden. Es handelt sich aktuell um 24 Kinder, die in Taxen zu den Schulen und anschließend wieder zurück gebracht werden. Durch die Erweiterung des Personenkreises sind die Beförderungsbedarfe für Kinder in den Notgruppen ab 23. April 2020 bisher um sieben Schüler gestiegen. Die teilweise Wiedereröffnung der Schulen ab 23. April 2020 hat lediglich zu einer weiteren Beförderung geführt.  

Sofern die weitere Öffnung ab 4. Mai 2020 für die Viertklässler der Grundschulen erfolgen wird, werden rund 200 Schülerinnen und Schüler in Bussen und Taxen zu befördern sein. Die notwendigen Absprachen mit den Unternehmen und die entsprechenden Vorbereitungen laufen bereits. Sollten auch die Viertklässler der Förderschulen den Unterricht wieder aufnehmen, wären hier rund 80 Personen zu befördern. Zu dieser möglichen Erweiterung liegt derzeit noch keine Regelung des Schulministeriums vor.  

Die Erziehungsberechtigten der zu befördernden Kinder wurden beziehungsweise werden darauf hingewiesen, dass die Kinder eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen und die Erziehungsberechtigten hierfür Sorge zu tragen haben. Für den Fall, dass einzelne Kinder in den ersten Beförderungstagen über keine Mund-Nasen-Bedeckung verfügen, wird dieser in den Schulen beziehungsweise durch das Busunternehmen zur Verfügung gestellt. Der Schulträger hat Mund-Nasen-Bedeckungen durch die Feuerwehr der Stadt Köln erhalten und wird sie an die Schulen und Unternehmen weiterleiten.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit