Stadt sorgt für Ausweichstandort und Bustransfer

Nach intensiver Vorbereitung und Teilauslagerung des Schulbetriebs kann die Stadt Köln damit beginnen, ihr Schadstoff-Sanierungskonzept für den Schulstandort Zehnthofstraße in Köln-Ostheim baulich umzusetzen. Der betroffene Trakt soll schnell und umfassend saniert werden: Möbel werden ausgetauscht, Böden erneuert und Wände neu gestrichen. Um das zu ermöglichen, werden seit dieser Woche die Schülerinnen und Schüler aus dem betroffenen Trakt A bis zu den Sommerferien 2019 in der Vietorstraße 38 in Köln-Kalk unterrichtet.

Der Zeitraum, einen Bustransfer einzurichten, war sehr kurz und das Busvertragsunternehmens ausgelastet. Durch das Engagement der beteiligten Ämter ist es gelungen, kurzfristig einen Standort zu finden und einen Bustransport zu gewährleisten. Das Amt für Schulentwicklung ist in Kontakt mit der Schulpflegschaft und es haben sich Eltern bereit erklärt, die vorübergehend den Bustransport zu begleiten. Die Stadt arbeitet derzeit an einer dauerhaften Lösung. Das Ordnungsamt, das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und die Polizei wurden angesprochen, um eine Gefährdungseinschätzung zu erhalten.

Bei der Vietorstraße handelt es sich um einen mehr als 100 Jahre alten, angestammten Schulstandort. Das Gebäude (Baujahr 1900, Wiederaufbau 1948) wurde gerade frisch renoviert und möbliert, um dort die Katholische Grundschule Kapitelstraße aufzunehmen, deren Gebäude generalsaniert werden soll.

Wegen Geruchsbelästigungen der Nutzer hatte die Schulleitung auf Empfehlung der Stadt Köln entschieden, keinen Unterricht in diesem Trakt der Katholischen Grundschule (KGS) Zehnthofstraße stattfinden zu lassen. Ursache sind leicht erhöhte Richtwerte für Naphthaline und Naphthalin-ähnliche Substanzen in der Raumluft von vier Klassenzimmern. Die Quelle für die Raumluftbelastung liegt vermutlich in dem Kleber des alten Parkettbodens, der aus den 1960er Jahren stammt. Die Zehnthofstraße ist ein Schulstandort mit zwei Schulen in verschiedenen Trakten sowie teilweise gemeinschaftlicher Nutzung. In der benachbarten James-Krüss-Schule (GGS, Trakt E) war es in diesem Jahr ebenfalls zu Beschwerden über Geruchsbelästigung gekommen. Hier wurde eine Raumluftbelastung durch Aldehyde festgestellt und einzelne Räume gesperrt. Anders als im Trakt A der KGS können die Sperrungen hier jedoch am Standort selbst kompensiert werden. Die Schulleitungen sowie Eltern wurden immer und werden weiterhin stets unmittelbar informiert.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit