Vier weitere Tiefensondierungen zur Probengewinnung

Der Ausschuss für Umwelt und Grün hat im Mai 2018 auf Antrag aller Fraktionen einstimmig beschlossen, dass Schadstoff-Untersuchungen an 20 vorhandenen Bodenproben aus dem Bereich unter dem Kalkberg vorgenommen werden sollen. Die Proben stammen aus dem Jahr 2017. Die Bohrungen hatten im Zuge der Untersuchung der Haldenstabilität stattgefunden.

Bei neun von 20 der genommenen Proben ist eine fachgerechte Beurteilung der Analytik nicht möglich, weil das von der Stadt Köln mit diesen Arbeiten beauftragte Labor die Proben falsch vorbereitet hat. Auf die übrigen elf Proben hat der Vorbereitungsfehler des Labors keine Auswirkungen. Um neues Probenmaterial zu gewinnen und dem Beschluss dennoch nachkommen zu können, sind auf Kosten des Labors vier Ersatz-Sondierungen vorgenommen worden. Insgesamt liegen nun 26 bewertbare Analysen vor. Die Verwaltung informiert die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Grün in der nächsten Sitzung am 20. November 2018 über die Ergebnisse.

Auffälligkeiten haben sich erwartungsgemäß für die Parameter "Cyanide" und "Chlorid" ergeben. Die Untersuchungs-Ergebnisse bestätigen insofern die gutachterliche Aussage, dass im Wesentlichen die Ablagerungen in den Gruben unter dem Kalkberg für den bekannten Grundwasserschaden verantwortlich sind. Das Grundwasser im Umfeld des Kalkbergs wird durch die Stadt Köln weiterhin halbjährlich kontrolliert.

Darüber hinaus wurden in einzelnen Bodenproben erhöhte Gehalte insbesondere für Blei und Kohlenwasserstoffe festgestellt. Dies ist aus Sicht des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes unkritisch, da der Kontakt von Menschen mit dem Material durch die tiefe Lage des Materials im Kalkberg ausgeschlossen ist und sich diese Schadstoffe in den regelmäßigen und aktuellen Grundwasseruntersuchungen nicht nachweisen lassen.

Mitteilung für den Ausschuss für Umwelt und Grün
Altlastensituation Kalkberg
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit