Verwaltung sieht von Errichtung eines provisorischen Treppenturms ab

Auf Dringlichkeitsbeschluss der Bezirksvertretung Innenstadt und gemäß eines Beschlusses des Krisenstabes wurde die Verwaltung beauftragt, die Einrichtung eines Treppenturms von der Severinsbrücke auf den neben der Hafenzufahrt liegenden Leitdeich zu prüfen. Mit fortlaufendem Planungsstand sieht die Verwaltung von der Errichtung eines Treppenturms ab.

Die Planung des Treppenturms wurde seitens des Amtes für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau prioritär behandelt und mit dem Wasserschifffahrtsamt, dem Grünflächenamt und dem Umweltamt abgestimmt. Die zunächst aufgestellte Kostenschätzung der Verwaltung von rund 370.000 Euro für den Treppenturm zur Severinsbrücke ist gemäß aktuellem, fortgeschriebenem Planungsstand nicht mehr ausreichend. Die Lage im Landschaftsschutzgebiet sowie damit verbundenen naturschutzrechtlichen Auflagen führen unter anderem zu höheren Gründungskosten und einem wesentlich erhöhten Aufwand bezüglich der Baustellenlogistik. So wurde etwa eine Zufahrt über die Leitdeichkrone zum Standort des Treppenturms mit Baugeräten nicht genehmigt, was einen aufwendigen Transport der Materialien (Erdaushub, einzubauende Elemente) mithilfe eines Krans erforderlich machen würde.

Vor dem Hintergrund der Entschärfung der pandemischen Lage, der nur eingeschränkten Nutzbarkeit (keine Barrierefreiheit, keine Nutzung durch Radfahrende), des nur kurzen Nutzungszeitraums und den nach derzeitigem Kenntnisstand zu erwartenden Kosten in Höhe von mindestens 588.000 Euro brutto hat sich die Verwaltung nunmehr gegen die Umsetzung eines provisorischen Treppenturms während der Sanierung der Drehbrücke entschieden. Ein zwingendes Erfordernis für die Maßnahme der Gefahrenabwehr zur Entzerrung der Fußgängerströme wird aufgrund des deutlich gesunkenen Inzidenzwertes nicht mehr gesehen.

Weitere Informationen Sanierung der Drehbrücke Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit