Mitglieder sprechen sich für friedliches Miteinander und gegen Terror aus

© Walter Schiestel

Die Mitglieder des Rates der Religionen haben in ihrer Sondersitzung am heutigen Donnerstag, 22. Januar 2015, ihre "Kölner Erklärung" aus dem Jahr 2007, in der sie sich für das friedliche, gleichberechtigte Miteinander aller Kölner einsetzen und jede Form von Diskriminierung, Terror und Gewalt ablehnen, bekräftigt und erweitert. Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte angesichts der Ereignisse in Paris und der aktuellen Flüchtlings-Entwicklung in Europa diesen Kreis zu einer Sondersitzung in das Rathaus eingeladen.

Der Kölner Rat der Religionen ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Religionsgemeinschaften und Organisationen, die sich für die Förderung des interreligiösen Dialogs und das friedliche, gleichberechtigte Miteinander aller Kölnerinnen und Kölner einsetzen und jede Form von Diskriminierung, Terror und Gewalt ablehnen.

Angesichts der Terroranschläge von Paris bekunden die Mitglieder des Rates der Religionen ihr tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer. Der Rat der Religionen bekennt sich zu den Inhalten der Kölner Friedensverpflichtung von 2006 und der "Kölner Erklärung" von 2007. Darin wird unter anderem ausgeführt:

Gegenseitige Achtung, Akzeptanz und Toleranz sind ebenso Grundlage des gemeinsamen Handelns wie die Achtung der Menschenrechte, die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen und die Achtung des religiösen Bekenntnisses des jeweils Anderen.“ Dazu gehört nach Meinung des Rates der Religionen die Distanzierung von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Religionsfeindlichkeit und jeglicher Form von Rassismus.

Der Rat der Religionen bedankt sich bei allen Kölnerinnen und Kölnern, die diese Haltung durch ihre Demonstrationen gegen die Kögida-Bewegung bestätigt haben und die Anschläge von Paris gegen die Presse- und Meinungsfreiheit zutiefst verurteilen.

Der Rat der Religionen verfolgt das gemeinsame Ziel, in unsere Stadt hineinzuwirken, um unsere Zukunft im vertrauensvollen Dialog der Menschen verschiedenster Religionszugehörigkeiten friedlich zu gestalten und die Diskriminierung einzelner Religionszugehörigkeiten zu verhindern.

Mit einer in diesem Ausmaß noch nie dagewesenen Welle der Anteilnahme und zugleich Demonstration demokratischer Grundwerte reagierten Europa, die Bundesrepublik und auch Köln auf Terror, Gewalt, Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung. 17 Menschen fielen zwei Terroranschlägen in Paris zum Opfer. In Köln haben sich seit Wochen Tausende von Menschen zusammengeschlossen, um deutliche Zeichen für Toleranz, gegenseitige Achtung und Mitmenschlichkeit zu setzen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit