RheinEnergieSportpark in Köln-Sülz soll modernisiert und erweitert werden

Um den gestiegenen Anforderungen des modernen Fußballsports für den Profi- wie den leistungsbezogenen Nachwuchsbereich gerecht werden zu können, plant der 1. FC Köln eine Modernisierung und Erweiterung des RheinEnergieSportparks in Köln-Sülz. Das Planungsrecht soll in Form eines Bebauungsplans nach den Vorschriften des Baugesetzbuches geschaffen werden, außerdem ist für das Vorhaben eine Änderung des bestehenden Flächennutzungsplanes erforderlich. Da es sich um einen projektbezogenen Bebauungsplan handelt, werden die Planungs- und Erschließungskosten vom 1. FC Köln übernommen.

Als Teil des Verfahrens zur Erstellung eines städtebaulichen Planungskonzeptes soll nach einem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom Dezember 2015 eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. Daher findet am Donnerstag, 7. April 2016, um 19 Uhr auf Einladung von Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker die öffentliche Präsentation der Planungsvorentwürfe statt. Veranstaltungsort ist die Elsa-Brändström-Realschule, Berrenrather Straße 488, 50937 Köln-Sülz. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und ihre Meinung zur Planung vorzutragen.

Im Anschluss an die Bürgerbeteiligung erfolgt die nach den Vorschriften des Baugesetzbuches notwendige Abstimmung der Planung mit den Trägern öffentlicher Belange. Danach werden die konkret ausgearbeiteten Entwürfe einen Monat lang öffentlich ausgelegt und es können erneut Stellungnahmen abgegeben werden, über deren Berücksichtigung der Rat der Stadt Köln befindet. Anschließend erfolgen die weiteren planungsrechtlichen Beschlüsse.

Hier eine Beschreibung des Vorhabens mit Hinweisen zum städtebaulichen Konzept und zur verkehrlichen Erschließung:

Beschreibung des Plangebietes
Innerhalb des RheinEnergieSportparks liegt das Geißbockheim, welches die Funktionsräume für Profi-, Frauen- und Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln, die Verwaltung des Clubs, einen Fan-Shop und eine Gastronomie beheimatet. Angrenzend an das Geißbockheim befinden sich das Franz-Kremer-Stadion und weitere Trainingsplätze. Das Plangebiet liegt innerhalb des Kölner Grüngürtels zwischen Militärringstraße, Berrenrather Straße, Decksteiner Weiher und Gleueler Straße. Es ist etwa 22,9 Hektar groß.

Städtebauliches Konzept
Aufgrund einer vom 1. FC Köln erstellten Bedarfsermittlung wurde seitens des Vereins eine Masterplanung für den RheinEnergieSportpark erstellt und diese nach Abstimmung mit der Verwaltung auf das absolut notwendige Maß reduziert. Geplant ist die Errichtung eines Leistungszentrums auf einem bestehenden Kunstrasenplatz in direkter Nähe zum Franz-Kremer-Stadion. Des Weiteren sind drei neue Trainingsplätze im Nordwesten des Plangebietes vorgesehen. Die betroffenen Wiesenflächen sind frei von Baumbeständen. Sie wurden ausgewählt, um einen schonenden Umgang mit den Waldflächen innerhalb des Äußeren Grüngürtels zu gewährleisten. Die Errichtung der Trainingsplätze kann ohne Fällung eines Baumes erfolgen. Darüber hinaus sieht der Masterplan die Errichtung von vier Kleinspielfeldern für die Öffentlichkeit vor.

Im Zuge der Erweiterung des RheinEnergieSportparks werden innerhalb der öffentlichen Grünfläche Nebengebäude erforderlich. Im Südosten des Plangebietes befindet sich zwischen dem Sportplatz 6 und den Kleinspielfeldern bereits ein Gebäude, welches erweitert werden soll. Ein neues Nebengebäude ist zudem zwischen dem Waldparkplatz und dem ersten neu geplanten Trainingsplatz vorgesehen.

Erschließung
Die verkehrliche Erschließung des RheinEnergieSportparks erfolgt über die bestehende Franz-Kremer-Allee. Die Experten gehen davon aus, dass das Vorhaben zu keiner Zunahme des Verkehrs führen wird. Außerhalb des anstehenden planungsrechtlichen Verfahrens soll auch eine Ordnung des ruhenden Verkehrs erfolgen.

Entwicklungskonzept "Grüngürtel: Impuls 2012"
Der Bereich entlang der Militärringstraße wird im Entwicklungskonzept "Grüngürtel: Impuls 2012" als Sportband bezeichnet. Innerhalb dieses Bandes konzentrieren sich bereits im Bestand sportliche Nutzungen. Diese bestehenden Nutzungen werden im Entwicklungskonzept als zu erhalten eingestuft. Des Weiteren weist das Konzept bei einem Erweiterungsbedarf von Sportvereinen neue Flächen innerhalb dieses Bandes als verträglich aus. Die bisherigen Wegeverbindungen bleiben unverändert erhalten. Das geplante Vorhaben greift somit die Entwicklungsziele des Konzeptes auf.

Plan Sportpark Sülz
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Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit