Vorläufige Bilanz des Wochenendes

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln war auch am Freitag und Samstag, 24. und 25. Juli 2020, bis in die Nachtstunden im Einsatz, um zusätzlich zu den üblichen Kontrollen auch die Einhaltung der Regeln der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zu überwachen. Auch die Verkehrsüberwachung des städtischen Verkehrsdienstes leistete am Samstag einen Beitrag zum Infektionsschutz, indem unter anderem das absolute Halteverbot in der Ehrenstraße kontrolliert wurde. Samstags ist dort von 10 bis 20 Uhr das Parken untersagt, um den Fußgängern ausreichend Raum für die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu geben. Vier Fahrzeuge wurden abgeschleppt, gegen 17 Uhr sperrte der Verkehrsdienst wegen erhöhten Besucheraufkommens die Ehrenstraße für den motorisierten Individualverkehr.  

Der in der Nacht zum Sonntag einsetzende Regen hat die Lage an den Feier-Hotspots in der Kölner Innenstadt spürbar entspannt.  

Im Bereich Mauritiuswall/Schaafenstraße waren gegen 23 Uhr die Außengastronomie-Flächen der Gaststätten komplett ausgelastet, sehr viele Menschen standen immer wieder im öffentlichen Straßenraum. Sie wurden gebeten, die Straße frei zu machen,  Gruppen von mehr als zehn Personen aufgefordert, sich zu entzerren und zu verteilen. Die Betreibenden der Gaststätten wurden nach Mitternacht auf die Sperrzeit für Außengastronomien hingewiesen und gebeten, die musikalische Beschallung des öffentlichen Raumes einzustellen oder Fenster und Türen zu schließen. Eine Außengastronomie-Fläche am Mauritiuswall war gegen 2 Uhr noch in Betrieb. Der Verantwortliche vor Ort wurde aufgefordert, diese zu schließen und den Ausschank einzustellen.  

Im Kwartier Latäng (Zülpicher Straße/Zülpicher Platz) waren die Außengastronomie-Flächen gegen 22.15 Uhr noch komplett ausgelastet. Gegen 2.45 Uhr führten Mitarbeitende auch hier diverse Ansprachen bei den Gaststättenbetreibenden und ihren Gästen vor den Lokalen durch. Gruppen von mehr als zehn Personen wurden aufgefordert, sich zu entzerren und zu verteilen. Wegen des Regenwetters hielten sich auf dem Zülpicher Platz vor einem Kiosk nur noch rund 60 bis 70 Personen konform zu den Regeln der Coronaschutzverordnung auf.  

Im Bereich Stadtgarten (Venloer Straße/Spichernstraße) beschwerte sich gegen 0.50 Uhr ein Anwohner über laute Musik. Mitarbeitende des Ordnungsdienstes konnten keinen erheblichen Lärm feststellen. Gegen 1.20 Uhr hielten sich dort noch rund 100 Personen konform zu den Regeln der Coronaschutzverordnung auf.  

Der Popup-Biergarten an der Vogelsanger Straße war gegen 22 Uhr ebenfalls komplett ausgelastet. Mehrere Personen wurden auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen. Im Bereich Niehler Hafen/Am Molenkopf löste der Ordnungsdienst nach Beschwerden sechs kleinere Partys auf. Unauffällig war die Lage am Brüsseler Platz , wo von 18 bis 6 Uhr ein Verweilverbot gilt. Ein Kiosk an der Brüsseler Straße verkaufte gegen 0.30 Uhr entgegen der freiwilligen Selbstverpflichtung, dies ab 23.30 Uhr nicht zu tun, weiter Alkohol. Bereits in der Nacht zuvor war der Kiosk diesbezüglich aufgefallen. Entsprechende Ermittlungsberichte gehen an die Gewerbeabteilung des Ordnungsamtes, wo über mögliche Sanktionen entschieden wird.  

Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag mussten Mitarbeitende des Ordnungsdienstes die Betreibenden der Gaststätten im Bereich Schaafenstraße/Mauritiuswall auf die Sperrzeit der Außengastronomie-Flächen hinweisen. Gegen 2 Uhr waren die Außengastronomien zwar abgeräumt, aber es hielten sich weiter Personen mit Getränken auf diesen Flächen auf. Die Getränke stammten offenbar aus dem Außerhausverkauf der Gaststätten. Auch hier erfolgte eine entsprechende Ansprache der Gastronomen. Vor einem Kiosk am Mauritiuswahl wurde gegen 2.40 Uhr eine Menschenansammlung angetroffen, die mit den Regeln der Coronaschutzverordnung nicht vereinbar war. Mehrere Lautsprecher-Durchsagen zeigten keine Wirkung, weshalb mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei des Landes NRW der Mauritiuswall und die Schaafenstraße im Bereich der Außengastronomien geräumt wurden. Dies geschah beides auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes NRW.  

Im Kwartier Latäng (Zülpicher Straße/Zülpicher Platz) stellte der Ordnungsdienst gegen 22.40 Uhr rund 80 Personen vor einem Kiosk auf einer Platzfläche fest. Die Coronaschutzverordnung wurde von den Personen nicht eingehalten. Gegen 23.50 Uhr räumten Mitarbeitende mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei des Landes NRW den Bereich, an dem sich mittlerweile rund 150 Personen aufhielten. Die Polizei begleitete dies zuvor mit Lautsprecher-Durchsagen. Gegen 0.20 Uhr waren alle Außengastronomie-Flächen an der Zülpicher Straße geschlossen. Gegen 2 Uhr hielten sich erneut rund 150-170 Personen im Bereich des Zülpicher Platzes auf. Erneut wurde mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei der Bereich ab 2.20 Uhr geräumt.  

Im Bereich Stadtgarten (Venloer Straße/Spichernstraße) beschwerte sich gegen 23 Uhr eine Anwohnerin wegen Menschenansammlungen und Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. Gruppen von mehr als zehn Personen wurden angesprochen und weggeschickt. Wegen einer erneuten Beschwerde über Lärm und Corona-Verstöße hat der Ordnungsdienst mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei des Landes NRW die Örtlichkeit ab 0.50 Uhr geräumt. Der Popup-Biergarten an der Vogelsanger Straße war gegen 20.20 Uhr komplett ausgelastet. Mitarbeitende des Ordnungsdienstes wiesen auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hin.  

Im Bereich Ringe stellte der gemeinsame Lärmwagen von Ordnungsdienst und Kölner Polizei ab 0.30 Uhr sieben Verstöße von Gaststätten gegen die Sperrzeit für Außengastronomien nach Mitternacht fest. Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft wurde gegen 1.30 Uhr eine überfüllte Gaststätte an der Friesenstraße festgestellt, in der eine Tanzveranstaltung stattfand. Hygiene-Maßnahmen gemäß Anlage der Coronaschutzverordnung fehlten, Abstands- und Hygieneregeln wurden nicht eingehalten. Die Einsatzkräfte räumten die Örtlichkeit im Sinne des Infektionsschutzes.  

In den Außenbezirken gab es weitere besondere Einsätze: In der Nacht zum Samstag meldete die Kölner Polizei dem Ordnungsdienst gegen 1 Uhr eine illegale Technoparty im Stadtteil Grengel (Am Wildzaun). Bei Eintreffen der Außendienst-Kräfte waren mehrere Personen flüchtig. Zwei kehrten zurück, ihre Personalien wurden festgestellt, ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wird eingeleitet. Nach einer Lärmbeschwerde suchten Mitarbeitende in der Nacht zum Samstag eine private Feier im Stadtteil Mülheim (Genovevastraße) auf. Die Verursacher vor Ort reagierten uneinsichtig und bedrängten die Kräfte des Ordnungsdienstes. Zur Unterstützung wurde die Kölner Polizei alarmiert. Der Einsatz konnte ohne Zwischenfälle beendet werden.   Der Ordnungsdienst und der Verkehrsdienst der Stadt Köln setzen ihre Kontrollen am heutigen Sonntag fort.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit