Eigene Spur für Radler zwischen Nord-Süd-Fahrt und Neumarkt

Die Stadt Köln hat erstmals auf der Ost-West-Achse eine Autofahrspur in einen eigenen, breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Die Bauarbeiten zur fahrradfreundlichen Neuaufteilung des Straßenraumes auf der Cäcilienstraße zwischen Nord-Süd-Fahrt und Neumarkt wurden am heutigen Mittwoch, 8. August 2018, abgeschlossen. Umbaubeginn für die rund 300 Meter lange Strecke war am 31. Juli 2018. Die Ost-West-Achse ist mit täglich rund 9.000 Radfahrenden eine der Hauptverkehrsachsen für den Radverkehr in Köln. In dieser Bauart wurden bereits Verkehrsflächen in der Ulrichgasse und auf dem Theodor-Heuss-Ring neu verteilt. Die Maßnahme ist Hauptbestandteil des Radverkehrskonzepts Innenstadt.

Radfahrende werden auf ihrem Weg aus Richtung Heumarkt nun in Höhe der Antonsgasse von dem baulichen Radweg entlang Cäcilienstraße auf den neuen drei Meter breiten Radfahrstreifen geschleust, die ehemalige rechte Autofahrspur. An dieser Stelle, wie auch an allen folgenden Einmündungen, wurde der Radfahrstreifen zur besseren Erkennbarkeit rot eingefärbt. Übergroße Fahrradpiktogramme verdeutlichen die für Radfahrende reservierte Verkehrsfläche.

Zudem wurde auf der Cäcilienstraße, kurz vor dem Neumarkt im Bereich hinter den Parkflächen, der Bordstein abgesenkt. Dies zum Vorteil für Radfahrer, die nach links in die Fleischmengergasse abbiegen möchten. Sie können nun von dem neuen Radfahrstreifen bequem zur Aufstellfläche für Fußgänger und Radfahrer gelangen, um dort auf das Grünsignal in Richtung Fleischmengergasse zu warten. Damit sind die zuvor vorhandenen Konfliktsituationen zwischen Radfahrern und an der Ampel wartenden Fußgängern entschärft. Hinter der folgenden Rechtskurve um den Neumarkt setzt sich der Radfahrstreifen bis in Höhe der Taxistände fort.

Die Kosten für die neue Radfahrspur, für Bodenarbeiten in den angrenzenden Fußgängerbereichen, die Bordsteinabsenkung am Neumarkt und einige Ausbesserungen am Fahrbahnbelag betrugen zusammen rund 17.000 Euro. Davon übernimmt der Betreiber des Hotels „Motel One“ an der Cäcilienstraße rund 6.000 Euro für einige in seiner Zuständigkeit fallenden Arbeiten. Der Anteil für die Stadt Köln beträgt daher 11.000 Euro.

Die Stadt bereitet derzeit Planungen für den weiteren Verlauf der Radverkehrsführung auf der nördlichen Seite des Neumarkts vor, vorbei an den Einmündungen Richmodstraße und Apostelnstraße bis zur Straße „Im Laach“ am westlichen Ende des Neumarkts.

Die neue Radspur ist das mittlerweile sechste Vorhaben aus dem Radverkehrskonzept Innenstadt, das umgesetzt wurde. Verbesserungen aus dem Konzept wurden schon an folgenden Stellen vorgenommen: Achse Maastrichter Straße/Ehrenstraße, Theodor-Heuss-Ring, Ulrichgasse (erster Bauabschnitt), Deutzer Brücke (Freigabe der Nordseite für den Radverkehr) und Fahrradstraße Zülpicher Straße.

Aktuell laufen weitere Projekte zur Förderung des Radverkehrs am Heumarkt (zwischen Am Malzbüchel und Leystapel), auf der Pilotstrecke entlang Habsburgerring/Hohenstaufenring, am Sachsenring/Vorgebirgstraße (zweiter Bauabschnitt). In Vorbereitung ist die Öffnung der Gladbacher Straße für Radfahrende in Gegenrichtung.

Stand der Umsetzung Radverkehrskonzept Innenstadt
PDF, 5930 kb
Radverkehrsführung am Neumarkt
PDF, 377 kb
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit